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RÜCKSCHLAG: Harmlose St. Galler in Zürich fast ohne Chance

Weil der Auftritt des FC St. Gallen lange ohne Durchschlagskraft ist, kassiert er bei den zuvor noch sieglosen Grasshoppers ein 0:2. «Irgendwann ist das Glück aufgebraucht», sagt Trainer Giorgio Contini.
Patricia Loher, Zürich
St. Gallen für einmal im gegnerischen Strafraum: Karim Haggui springt höher als Grasshoppers-Verteidiger Emil Bergström. (Bild: Andy Müller/Freshfocus)

St. Gallen für einmal im gegnerischen Strafraum: Karim Haggui springt höher als Grasshoppers-Verteidiger Emil Bergström. (Bild: Andy Müller/Freshfocus)

Angesichts der offensiven Harmlosigkeit blieb St. Gallen an diesem Nachmittag nichts anderes übrig: Nach dem 0:1 in der 55. Minute mussten die Ostschweizer auf den Lucky Punch hoffen. Auf ein Tor, wie es Albian Ajeti in Lugano gelungen war. Doch dann verlor Neuzugang Yrondu Musavu-King in der 79. Minute an der Mittellinie gegen den eingewechselten Ridge Munsy einen Zweikampf, der Zürcher Stürmer lief alleine auf Daniel Lopar zu und erzielte für die Grasshoppers problemlos das 2:0.

Ab der 55. Minute wird seine Stimmung gebessert haben: GC-Trainer Carlos Bernegger frustriert über die vielen verpassten Torchancen in der ersten Spielhälfte. (Bild: Freshfocus)
So offensiv wie er hier an den Ball rangeht war seine Mannschaft nicht: Karim Haggui zeigt vollen Einsatz im Kopfballduell gegen den Grasshopper Emil Bergström. (Bild: Freshfocus)
Er war mit Abstand der beste St.Galler auf dem Feld: Dank der hervorragenden Leistung von Goalie Daniel Lopar konnten die vielen Torchancen der Grashopper bis zur 55. Minute verhindert werden. Sonst wäre die Tordifferenz wohl deutlich grösser ausgefallen. (Bild: Freshfocus)
Die Zürcher sichern sich das Spiel mit dem 2:0 in der 79. Minute: Nach einem Pass von Bajrami vor dem eigenen Strafraum in die Spitze setzt sich Munsy bei der Mittellinie gegen Musavu-King durch und kann dann alleine auf Lopar losziehen. Der Stürmer versenkt die Kugel anschliessend eiskalt in die linke Torecke. (Bild: Freshfocus)
Silvan Gönitzer verunstaltet im Zweikampf gegen den Grasshopper Jeffren den Rasen. (Bild: Freshfocus)
Vor allem in der ersten Halbzeit fand das Spiel zum grössten Teil im Mittelfeld statt: Albian Ajeti im Zweikampf gegen den Grasshopper Nedim Bajrami. (Bild: Freshfocus)
Ridge Munsys Freudensprung in die Tribüne nach dem Tor zum 2.0. (Bild: Freshfocus)
Genauso haben die Espen die Partie gegen die Zürcher Grasshoppers bestritten: Stjepan Kukuruzovic gegen den Grasshopper Jeffren defensiv in der Offensive. (Bild: Freshfocus)
Den zweiten Treffer haben die Grasshoppers zum Teil auch ihm zu verdanken: Yroundu Musavu-King ist sichtbar enttäuscht. (Bild: Freshfocus)
Der St.Galler Peter Tschernegg versucht sich gegen Jeffren durchzusetzen. (Bild: Freshfocus)
Die Grasshoppers missbrauchen die St.Galler als Aufbaugegner: Nach dem 2:0 gegen die Espen verzeichnen die Zürcher ihren ersten Saisonsieg und sogar ihre ersten Tore im eigenen Stadion: Ridge Munsy jubelt nach dem Tor zum 2:0. (Bild: Freshfocus)
Nach den beiden Toren in der zweiten Spielhälfte wird er mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden sein: Grasshopper Trainer Carlos Bernegger. (Bild: Freshfocus)
Aus dieser Niederlage muss FCSG-Trainer Giorgio Contini einige Lehren ziehen. Die Espen waren den Grasshoppers eindeutig unterlegen (Bild: Freshfocus)
Lopar war nicht der einzige Torhüter der Partie, der eine gute Leistung abgeliefert hat: Grasshopper Gaolie Heinz Lindner rettet den Ball mit einer Parade. (Bild: Freshfocus)
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FCSG verliert das Auswärsspiel gegen GC 0:2

Nach 90 Minuten mussten die Gäste ein bitteres Schlussfazit ziehen: Die Niederlage beim Tabellenletzten, für den es der erste Saisonsieg war, hätte noch deutlicher ausfallen können, wären Goalie Lopar in der ersten Halbzeit nicht zwei brillante Paraden geglückt und hätten die Grasshoppers vor allem nach dem Führungstreffer effizienter agiert. «In Ballbesitz unterliefen uns wie in Lugano zu viele Fehler. Das Glück ist irgendwann aufgebraucht», sagte Trainer Giorgio Contini. Dabei hatte sich die Ausgangslage für die St. Galler so verlockend präsentiert: Mit einem Sieg hätten sie den Anschluss an die Tabellenspitze gewahrt, und das Heimspiel am nächsten Sonntag gegen die Young Boys wäre nun ein Spitzenspiel. Nur, gestern lief bei den Ostschweizern zu wenig zusammen, als dass sie sich ein Spitzenspiel verdient hätten. Stjepan Kukuruzovic sagte: «Wir müssen über die Bücher. Die Frische hat nach dem Lugano-Spiel gefehlt, wir waren nicht aggressiv genug und gestanden den Grasshoppers viel zu viele Chancen zu.»

Daniel Lopar: Note 5. Der Goalie hält seine Mannschaft in der ersten Halbzeit im Spiel. Pariert gegen Jeffren und Sigurjonsson stark. (Bild: pd)
Silvan Hefti: Note 4. Er gehört zu den besseren St. Gallern. Für jeden Gegner ein unangenehmer Verteidiger. (Bild: pd)
Karim Haggui: Note 3,5. Er strahlt viel Präsenz aus, wenn der Gegner aber schnell spielt, kann er Abstimmungsprobleme mit Musavu-King nicht verbergen. (Bild: pd)
Yroundu Musavu-King: Note 3. Dem Gabuner unterläuft bei seinem Einstand gleich ein Fehler, der zu einem Gegentor führt. Athletisch aber eine Bereicherung. (Bild: pd)
Marco Aratore: Note 4. Er setzt am Flügel Akzente und stösst auch in den Strafraum vor. Aber vieles bleibt berechenbar. (Bild: pd)
Stjepan Kukuruzovic: Note 3,5. Ihm unterlaufen zu viele Ballverluste, als dass er das Spiel in bessere Bahnen lenken kann. (Bild: pd)
Peter Tschernegg: Note 3,5. Fällt mit dem einen oder anderen klugen Pass auf. Aber auch er wirkt zu wenig agil und präsent. (Bild: Ralph Ribi)
Silvan Gönitzer: Note 4. Für den 20-Jährigen ist es der erste Einsatz von Beginn weg in der Super League. Ist in der zweiten Halbzeit für St.Gallens einzige Chance verantwortlich. (Bild: pd)
Danijel Aleksic: Note 3. Ihm gelingt wenig. Aleksic ruft sein Potenzial nur unregelmässig ab. Er schafft es nie, die Lücke zwischen Mittelfeld und Angriff zu schliessen. (Bild: pd)
Nassim Ben Khalifa: Note 3,5. Bekommt kaum brauchbare Bälle, und der Gegner lässt ihm keine Freiräume. Der Neuzugang hat einen schweren Stand. (Bild: pd)
Albian Ajeti: Note 4. Holt sich mangels Alternativen im Mittelfeld die Bälle. Gutes Zweikampfverhalten. (Bild: pd)
Tranquillo Barnetta: Note 3,5. Er versucht viel nach seiner Einwechslung, findet aber nicht richtig ins Spiel. (Bild: pd)
Roman Buess: Note 3,5. Er bekommt gleich wenig brauchbare Zuspiele wie Ben Khalifa, für den er eingewechselt wird. (Bild: pd)
Yannis Tafer: Note 3,5. Er versucht, das Offensivspiel anzukurbeln. Doch wie alle anderen Teamkollegen zu fehlerhaft. (Bild: pd)
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Die FCSG-Noten nach dem Spiel bei GC

Dabei hatte die Begegnung für die St. Galler gar nicht so schlecht begonnen. Sie spielten gegen den offensiv ausgerichteten Gegner gefällig, zumindest bis an den Sechzehnmeterraum. Dann aber fehlte es an Kreativität und Präzision, um die Zürcher ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. In der ersten Hälfte kamen die St. Galler zu zwei Halbchancen durch Albian Ajeti. Mehr lag nicht drin. St. Gallen hatte vielmehr Glück, als Runar Mar Sigurjonsson in der 40. Minute nur die Latte traf und wenig später Lopar gegen den Isländer seinem Team das 0:0 festhielt. Wenn es schnell ging am Sechzehnmeterraum, wenn sich die Zürcher rasch durchspielten, taten sich die St. Galler in der Abwehr schwer.

Barnetta nicht in der Startformation

So wie in Lugano, als er erstmals in dieser Meisterschaft auf eine Dreierabwehr setzte, präsentierte Contini auch im Letzigrund die eine oder andere überraschende Änderung. So spielte anstelle des angeschlagenen Alain Wiss erstmals der gabunische Neuzugang Musavu-King, der erst seit Donnerstag im Besitz der Spielbewilligung ist. Andreas Wittwer musste Silvan Gönitzer weichen, und auch Tranquillo Barnetta rutschte aus der Startformation. Insgesamt hatte Contini im Vergleich zum 1:0 im Tessin vier Veränderungen an seiner Mannschaft vorgenommen. Doch auch diese Massnahmen konnten nicht kaschieren, dass St. Gallen ein starker Regisseur fehlte. Die Ballbehandlung von Barnetta-Vertreter Danijel Aleksic war zwar eine Augenweide, doch am Ende fehlten auch ihm die zündenden Ideen, um sein Teamkollegen in bessere Abschlusspositionen zu bringen.

Nach der Pause wirkte St. Gallens Spiel einige Minuten lang weniger berechenbar. Die Ostschweizer kamen gut in die zweite Hälfte und verringerten die Fehlerquote. Die Gäste spielten sich besser in den Strafraum, ohne aber wirklich gefährlich zu werden. Im besten Fall hätte St. Gallen im Letzigrund wohl ein 0:0 holen können, aber dann spielte Milan Vilotic einen wunderbaren langen Ball in die Schnittstelle, was St. Gallens Abwehr komplett überraschte, so dass Lucas Andersen in der 55. Minute das 1:0 für die Zürcher erzielte. «Uns ist der eine oder andere Fehler zu viel unterlaufen. Im Gegensatz zu anderen Spielen wurde das heute bestraft», sagte Goalie Lopar.

Grasshoppers – St. Gallen 2:0 (0:0)
Stadion Letzigrund
Zuschauer 6 700
Schiedsrichter Schnyder
Tor 55. Andersen (Vilotic) 1:0. 79. Munsy (Bajrami) 2:0.
Einwechslungen Grasshoppers 72. Munsy für Bahoui, 92. Fazliu für Jeffren, 94. Pusic für Sigurjonsson.
Einwechslungen St. Gallen 61. Barnetta für Aleksic. 61. Buess für Ben Khalifa. 65. Tafer für Kukuruzovic.
Verwarnung Grasshoppers 91. Vilotic (Foul).
Verwarnungen St. Gallen 19. Ben Khalifa (Foul). 89. Barnetta (Foul).
Bemerkungen. Grasshoppers ohne Basic, Brahimi (verletzt). St. Gallen ohne Toko, Wiss, Krucker und Adonis Ajeti (verletzt). – 40. Lattenkopfball Sigurjonsson.

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