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Rabenschwarzer Abend trotz starkem Beginn: St.Gallen verliert gegen Thun 1:3

Ein Sieg, ein Unentschieden und nun erneut ein Sieg gegen Thun? Mit weiteren drei Punkten hätten die St.Galler auf die Europacup-Plätze vorrücken können. Doch es kam anders. Trotz starker Leistung zu Beginn des Spiels erleben die Ostschweizer einen rabenschwarzen Abend und verlieren zu Hause 1:3.
Alexandra Pavlovic
Goalgetter des Abends: Thuns Dejan Sorgic brachte sein Team bereits in der 16. Minute in Führung. In der 70. Minute erhöhte der Stürmer dann zum 0:3. (Bild: Freshfocus)

Goalgetter des Abends: Thuns Dejan Sorgic brachte sein Team bereits in der 16. Minute in Führung. In der 70. Minute erhöhte der Stürmer dann zum 0:3. (Bild: Freshfocus)

Die Tore

  • 0:1, 16. Minute, Dejan Sorgic. Thuns Stürmer ist zu schnell für die St.Galler Verteidigung, entwischt über die rechte Seite und trifft mit einem herrlichen Heber zum 0:1 für Thun.
  • 0:2, 58. Minute, Dejan Stojanovic. St.Gallens Verteidiger Lüchinger will einen Thuner Kopfball auf der Linie retten. Sein Klärungsversuch landet jedoch am Rücken von Stojanovic und springt von dort ins Tor.
  • 0:3, 70. Minute, Dejan Sorgic. Thuns Stürmer Sorgic steht nach einer Flanke von Spielmann alleine im Strafraum und hat kein Problem, den Ball zu versenken.
  • 1:3, 94. Minute, Axel Bakayoko. Und dann fällt er doch noch, wenn auch spät. In den Schlussminuten kommt St.Gallens Bakayoko frei zum Schuss und erzielt das ersehnte Tor für St.Gallen.

Die Spiel-Analyse

Nach einem Sieg gegen den FC Zürich und einem Unentschieden gegen den FC Basel musste heute gegen Thun ebenfalls ein Sieg her, wollten die Ostschweizer auf die Europacup-Plätze vorrücken. Entsprechend stark sind die St.Galler in die Anfangsphase gestartet. Mit schnellen Zuspielen und Zug nach vorne setzten sie den Gegner gleich zu Beginn unter Druck. Immer wieder rückten die Ostschweizer in den Thuner Strafraum vor, doch Torhüter Guillaume Faivre hielt seinen Kasten sauber. In der 15. Minute die grösste Torchance für St.Gallens Vincent Sierro. Doch auch diesen Schuss konnte der Thuner Schlussmann klären - wenn auch in Extremis. Die Ohrfeige kam postwendend. Thuns Torjoker Dejan Sorgic entwischte über die rechte Seite und traf in der 16. Minute mit einem herrlichen Heber zum 0:1 für Thun. Stojanovic kam unnötig früh aus dem Tor. St.Gallen zeigte sich vom Treffer jedoch wenig beeindruckt und spielte weiter offensiv. In der 22. Spielminute lag der Ausgleichstreffer förmlich in der Luft. St.Gallens Mittelfeldspieler Nuhu kam nach einer Ecke völlig frei zum Abschluss, schoss dann leider einige Meter daneben.

Nach der Halbzeitpause starteten die Ostschweizer aggressiv und mit viel Druck in die Partie. Mit guten Aktionen kamen sie immer wieder nahe ans Thuner Tor. Rechtsverteidiger Nicolas Lüchinger setzte so manche Akzente, doch leider wollte der Anschlusstreffer einfach nicht fallen. Dafür kommt es in der 58. Minute bitter für die St.Galler. Lüchinger will einen Thuner Kopfball auf der Linie retten. Sein Klärungsversuch landet jedoch am Rücken des bereits am Boden liegenden Stojanovic und springt von dort ins Tor. FCSG-Coach Peter Zeidler reagierte auf den Treffer und wechselte gleich dreifach. Tafer, Bakayoko und Guillemenot kamen für Nuhu, Ruiz und Kutesa. Doch auch die neuen Kräfte brachten nichts. In der 70. Minute stand Thuns Dejan Sorgic nach einer Flanke von Spielmann alleine im Strafraum und hatte kein Problem den Ball zum 0:3 zu versenken. Die St.Galler waren damit mehr als bedient. In der Schlussminute wollte denn auch nichts mehr gelingen, ausser dem Ehrentreffer. Bakayoko erzielt in der 94. Minute dann doch noch ein Tor für die St.Galler. Trotz dominanten Beginn verliert der FCSG zu Hause gegen Thun 1:3.

Ärger nach dem Schlusspfiff

Laute Worte dann nach der Partie im Spielertunnel. Peter Zeidler ist ausser sich: Thuns Marvin Spielmann soll ein «Hurensohn» Richtung FCSG-Trainerbank gerufen haben. So was habe er noch nie erlebt, sagt Zeidler zum Staff der Gäste.

Der Beste

Musa Nuhu. Hat seinen Job als defensiver Mittelfeldspieler ausgezeichnet gemacht. Überzeugte nicht nur mit guten Zuspielen auf seine Mitspieler, sondern auch in Einzelaktionen, wo er sich erfolgreich durchsetzte. In der 22. Spielminute wäre im fast noch der Ausgleichstreffer für die St.Galler gelungen.

Der Schlechteste

Dereck Kutesa. Der Mittelfeldspieler war nicht nur kaum zu sehen während des Spiels, auch sind sämtliche seiner Aktionen nicht geglückt. Er muss nach rund 60 Minuten raus.

Vincent Sierro: Note 3,5. Kein überzeugender Abend des Wallisers. Besonders in der ersten Halbzeit mit vielen Unsicherheiten.
Dejan Stojanovic: Note 3,5. Bei seinem unglücklichen Eigentor zum 0:2 ist er ohne Schuld. Muss er gegen den bereits abgedrängten Dejan Sorgic beim 0:1 aber so stürmisch aus dem Tor eilen?
Musah Nuhu: Note 5. Wieder ein mutiger Auftritt, seine Physis ist im defensiven Mittelfeld Gold wert. Wermutstropfen: Seine vergebene Chance vor dem 0:1.
Nicolas Lüchinger: Note 3,5. Rackert wie immer. Wirkt aber oft wenig stilsicher – zum Beispiel, als er vor dem 0:2 den Ball nicht von der Linie wegbringt.
Victor Ruiz: Note 4. Der Neue ist bei seinem ersten Einsatz in der Super League sehr lauffreudig. Technisch zuweilen mit feinen Einzelaktionen – die Effizienz aber fehlt.
Jérémy Guillemenot: Note 4. Bei seinem Début aktiv, aber gut abgeschirmt. Wird penaltywürdig gefoult. Der Pfiff bleibt aus.
Simone Rapp: Note 4. Seine Gefährlichkeit bei Kopfbällen und seine Durchschlagskraft zeigt er – jedoch ohne Erfolg.
Yannis Tafer: Note 3,5. Kommt in der 64. Minute, kann sich aber nicht empfehlen.
Andreas Wittwer: Note 4,5. Stemmt sich gegen die Niederlage, meist gutes Defensivverhalten. Nur: Vor dem 0:3 vergisst er Sorgic in seinem Rücken.
Silvan Hefti: Note 4. Unauffällig. Was für seine defensive Arbeit spricht, aber nicht für seinen offensiven Einfluss.
Dereck Kutesa: Note 3. Ihm fehlt an diesem Abend das Gefühl für die Spielsituation. Steht oft am Anfang von Ballverlusten.
Axel Bakayoko: Note 4. Offensiv bringt er neuen Schwung und trifft zum 1:3. Er verpasst es aber wegen eines einfachen Stolperers, Tosetti vor dem 0:3 am Flanken zu hindern.
Majeed Ashimeru: Note 3,5. Am Anfang aktiv, verliert er im Verlauf des Spiels immer mehr an Einfluss.
Jordi Quintillà: Note 4. Weniger souverän, als man es von ihm gewohnt ist. Im Spielaufbau dennoch ein wichtiger Wert.
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Nuhu der Beste, Kutesa der Schlechteste: Die Noten der FCSG-Spieler gegen Thun

Der Verschreiber

Den Ostschweizern dürfte so manches Gesicht beim FC Thun bekannt vorkommen. Nicht nur Trainer Marc Schneider spielte einst für die St.Galler, sondern auch Roy Gelmi und Moreno Costanzo. Bei Letzterem ging bei der Startaufstellung leider der Buchstabe R verloren und so kehrt der ehemalige Espen-Junior nun als Moeno Costanzo in den Kybunpark zurück.

Der Schiedsrichter

Schiedsrichter Lukas Fähndrich wurde immer wieder wegen einiger Fehlentscheide von den Zuschauerrängen ausgepfiffen. In der 73. Minute kommt es knüppeldick. Nach einer Flanke von rechts wurde St.Gallens Guillemenot im Strafraum der Thuner zu Fall gebracht. Der Schiedsrichter unterbricht die Partie jedoch nicht. Ein klarer Fehlentscheid, wie sich auch in der Wiederholung der TV-Bilder zeigte.

Die Reaktionen

Peter Zeidler, FCSG-Trainer: Wir sind sehr gut ins Spiel gestartet, hatten super Chancen. Leider hat uns das 0:1 ein wenig aus dem Konzept gebracht. Nuhu hätte das 1:1 machen müssen. Die Thuner waren leider konsequenter als wir. Das 0:2 war dann sehr unglücklich für uns. Thun war einfach effizienter als wir. Und: Wir dachten, dass wir heute reif genug sind, um einen solchen Gegner wie Thun zu schlagen.

Marc Schneider, Trainer FC Thun: Wir sind froh mit drei Punkten nach Hause fahren zu können. Denn wir wussten, dass es ein schwieriges Spiel sein würde. Wir sind nicht so gut in die Partie gestartet und mussten uns erst noch ein wenig finden. Sicher half bei den Toren auch ein wenig das Glück mit.

«Diese Niederlage ist schwierig zu erklären», sagt FCSG-Stürmer Simone Rapp nach Spielschluss.

Das Spiel im Liveticker nachlesen:

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