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«Nur auf Barnetta zu hoffen, wäre falsch»

Die Ostschweizer stehen vor schwierigen Wochen. Das Selbstvertrauen der Spieler ist völlig am Boden. Als Mahnmal dient der nächste Gegner, der FC Zürich.
Christian Brägger
Christian Stübi Sportchef (Bild: Benjamin Manser)

Christian Stübi Sportchef (Bild: Benjamin Manser)

Viele reiten in der St.Galler Krise auf Joe Zinnbauer herum. Das hat sehr wohl seine Richtigkeit, weil der Deutsche als Trainer der Kopf der Mannschaft ist und somit die ganze Chose zu verantworten hat. Vermutlich ist es aber ebenso wenig falsch, den Sportchef, der im Mai 2015 auf Heinz Peischl folgte, gleichwertig mit in die Kritik einzubinden: Christian Stübi hat diese Ausgabe des FC St.Gallen zusammengestellt, die aktuell Tabellenletzter ist und im Kalenderjahr 2016 im Schnitt 0,83 Punkte pro Spiel totalisiert.

Neun Profis stiessen vor und während der aktuellen Saison zum Kader, acht verliessen den Club; die Jungen um Michael Scherrer, Daniel Lässer und Michael Eisenring, die nicht mehr der ersten Mannschaft angehören, nicht mitgezählt. Und im Jahr davor waren Stübis Aktivitäten auf dem Transfermarkt noch grösser. Allein die vielen personellen Wechsel implizieren den (Struktur-)Wandel, der von der Führung bisher erfolglos angestrebt wurde. Sie zeugen von einer Verunsicherung, die sich nach den ungenügenden Resultaten inzwischen manifestiert.

Es geht Schlag auf Schlag

Und nun wartet am Donnerstag im Cup-Achtelfinal mit Zürich der Leader der Challenge League, danach geht es in der Super League gegen Thun und Lugano weiter, der Existenzkampf hat begonnen. Alleine darauf spekulieren, sich in die Winterpause zu retten und danach auf den Rückkehrer Tranquillo Barnetta zu hoffen, wäre falsch; es könnte bereits jetzt schon zu viel Terrain eingebüsst werden.

Noch am Sonntag sagte Goalie Daniel Lopar nach dem 0:3: «Wir müssen einfacher Fussball spielen, solidarischer auftreten. Und wieder ein besseres Gesicht zeigen.» Mit einem einfachen Fussball erreichten die St.Galler vor drei Jahren auch schon die Europa League. Ist es also ausgerechnet dieser Fussball, den die St.Galler verlernt haben? Sich auf die elementarsten Dinge dieses Sports zu fokussieren? Toko, der als einziger Feldspieler vor zwei Tagen Stellung zur Misere nahm, sagte: «Wir analysieren während der ganzen Woche, was wir besser machen müssen, schaffen es dann aber nicht, das umzusetzen. Und liefern am Ende eine solche Leistung ab. Wir brauchen das Erfolgserlebnis, damit das Selbstvertrauen wiederkommt, ohne das du dich nicht selber sein kannst.» Der Captain fügte an, jedes Spiel sei brutal, man wolle jede Partie gewinnen, egal ob der Gegner nun Zürich, Thun oder Lugano heisse. «Wir dürfen nur auf uns schauen.»

Der FC Zürich ist im Vorjahr in ein ähnliches Fahrwasser geraten, mit Schwierigkeiten in der Führungsetage. Das Resultat seiner Saison ist bekannt.

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