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Zu Beginn lustlos, danach mit deutlich mehr Feuer: Trotzdem kommt St.Gallen nicht über ein 0:0-Unentschieden gegen GC hinaus

St.Gallen gegen GC – oder: Not gegen Elend. Anders konnte man die Partie zu Beginn nicht beschreiben. Das Spiel des FC St.Gallen nahm nach der Pause schliesslich Fahrt auf, wurde aggressiver, doch es reichte dennoch nicht für einen Sieg. St.Gallen und GC trennen sich 0:0-Unentschieden.
Alexandra Pavlovic
GCs Verteidiger Caiuby im Zweikampf mit St.Gallens Nicolas Lüchinger. (Bild: Marc Schumacher/freshfocus)

GCs Verteidiger Caiuby im Zweikampf mit St.Gallens Nicolas Lüchinger. (Bild: Marc Schumacher/freshfocus)

Die Spiel-Analyse

Das Spiel gegen die Grasshoppers war für den FC St.Gallen wegweisend: Mit einem Sieg wären die Ostschweizer dem Abstiegskampf entkommen, mit einer Niederlage wären sie mittendrin. Die St.Galler wollten in den Anfangsminuten den Gegner unter Druck setzen, was mässig gelang. Die Zürcher waren deutlich stärker in die Partie gestartet und in der 8. Spielminute durch einen Weitschuss von Kamber sogar zu einer ersten Torchance gekommen. In der Folge plätscherte das Spiel dahin. Die Anspannung bei beiden Teams war spürbar, keines wollte einen fatalen Fehler machen.

In der 20. Minute dann endlich ein Zeichen der St.Galler. Captain Silvan Hefti kam gefährlich nahe vors gegnerische Tor, doch ein GC-Verteidiger konnte klären. In der 23. Minute dann ein Foul an Simone Rapp. Barnetta trat den Freistoss aus gut 30 Metern ideal in den gegnerischen Strafraum, doch der Ball fand keinen St.Galler Abnehmer und landete schliesslich im Aus. Bis zur Halbzeitpause waren kaum nennenswerte Aktionen zu sehen. GC hatte in der 40. Minute eine weitere Torchance und kurz vor der Pause kam Barnettas Schuss noch gefährlich nahe ans gegnerische Tor. Danach aber kam nichts mehr. Einzig die St.Galler Fans machten Stimmung – leider kam ihre Energie nicht auf dem Platz an.

Nach der Halbzeitpause war dann doch ein Sinneswandel festzustellen. Beide Teams waren lustvoller und aggressiver in die Partie gestartet. Und so kam GC bereits in der 47. Minute zu einer weiteren Torchance. Doch St.Gallen konnte auf seinen Torhüter Dejan Stojanovic zählen, der mit einer Glanzparade den Schuss abwehrte. Die Parade ihres Hintermannes hatte die Ostschweizer offenbar beflügelt. Sie fanden immer besser ins Spiel, kamen in der 55. Minute durch einen Weitschuss von Ashimeru zu einer Torchance. Dabei blieb es nicht: Stürmer Simone Rapp gelang durch einen Kopfball nur zehn Minuten später ebenfalls ein Schuss auf Zürcher Tor – doch Heinz Lindner hielt seinen Kasten sauber und sein Team weiter in der Partie. In der 72. Minute dann erneut ein Schuss von Majed Ashimeru, doch auch diesmal fand der Ball den Weg nicht ins Netz. Das Goal für die Ostschweizer wollte einfach nicht fallen.

In der Schlussphase dann erneut ein starker Auftritt von St.Gallens Barnetta. In der 81. Minute flog sein Freistoss nur knapp übers Zürcher Tor. Das wäre die Führung gewesen. Trotz mehr Feuer vermochte Zeidlers Team den Ball einfach nicht ins gegnerische Tor zu schiessen. In der Nachspielzeit wurde die Partie hitziger, Ravet kassierte eine gelbe Karte wegen Motzens und St.Gallen versuchte das Zürcher Spiel mit Fouls zu unterbrechen. Ein letzter Gegenstoss der Ostschweizer reichte ebenfalls nicht zu einer Torchance. Nach 95. Minuten war die Partie schliesslich zu Ende. Trotz Leistungssteigerung trennten sich St.Gallen und GC 0:0-Uentschieden.

Die Besten

Tranquillo Barnetta: War wieder einmal von Beginn weg in der Startelf. Hatte einige gute Aktionen und kam sogar zu einer Torchance.

Milan Vilotic: Der Verteidiger spielte wie schon gegen YB eine hervorragende Partie. Hatte in der 77. Minute gar die Möglichkeit zum 1:0 für St.Gallen. Mit seiner Spielerfahrung und Ballsicherheit glänzte er auch diesmal.

Der Schlechteste

Simone Rapp: Der Stürmer lief zwar viel im Spiel, doch wirklich gefährlich war er nur einmal. Kaum ein Ball seiner Hintermänner fand den Weg zu ihm.

Dejan Stojanovic: Note 4,5: Hält gleich nach der Pause mit einem bemerkenswerten Reflex die Null fest. Sonst fast ohne Arbeit.Dejan Stojanovic: Note 4,5: Hält gleich nach der Pause mit einem bemerkenswerten Reflex die Null fest. Sonst fast ohne Arbeit.
Silvan Hefti: Note 4: Der Captain kommt als rechter Verteidiger zum Einsatz und wagt sich oft nach vorne. Er fehlt dann und wann in der Abwehr. Scheitert in der Schlussphase am Goalie.Silvan Hefti: Note 4: Der Captain kommt als rechter Verteidiger zum Einsatz und wagt sich oft nach vorne. Er fehlt dann und wann in der Abwehr. Scheitert in der Schlussphase am Goalie.
Milan Vilotic: Note 5: Starke Partie des Routiniers. Strahlt in einem von Nervösität geprägten Spiel viel Ruhe aus. Vergibt in der 78. Minute eine Topchance.Milan Vilotic: Note 5: Starke Partie des Routiniers. Strahlt in einem von Nervösität geprägten Spiel viel Ruhe aus. Vergibt in der 78. Minute eine Topchance.
Leonel Mosevich: Note 4,5: Der Argentinier agiert im Zweikampf kompromisslos. Vilotic und Mosevich harmonieren, werden aber auch nur wenig geprüft von den harmlosen Zürchern.Leonel Mosevich: Note 4,5: Der Argentinier agiert im Zweikampf kompromisslos. Vilotic und Mosevich harmonieren, werden aber auch nur wenig geprüft von den harmlosen Zürchern.
Nicolas Lüchinger: Note 4: Der Rheintaler läuft und läuft. Doch die Flanken sind weiterhin zu wenig präzis. Hoch anzurechnen ist ihm, dass er seine eigenen Fehler ausbügeln kann.Nicolas Lüchinger: Note 4: Der Rheintaler läuft und läuft. Doch die Flanken sind weiterhin zu wenig präzis. Hoch anzurechnen ist ihm, dass er seine eigenen Fehler ausbügeln kann.
Jordi Quintillà: Note 3,5: Spielt einige feine Pässe, findet gegen die kompakten, defensiven Grasshoppers aber auch keine entscheidenden Lösungen.Jordi Quintillà: Note 3,5: Spielt einige feine Pässe, findet gegen die kompakten, defensiven Grasshoppers aber auch keine entscheidenden Lösungen.
Vincent Sierro: Note 3,5: Er ist noch nicht wieder in der Form der Vorrunde. St. Gallen vermisst seine Ideen sichtlich. Verpasst den Matchball.Vincent Sierro: Note 3,5: Er ist noch nicht wieder in der Form der Vorrunde. St. Gallen vermisst seine Ideen sichtlich. Verpasst den Matchball.
Majeed Ashimeru: Note 3,5: Seine Aktionen sind oft schön anzusehen, aber der letzte, entscheidende Pass gelingt dem Ghanaer nicht.Majeed Ashimeru: Note 3,5: Seine Aktionen sind oft schön anzusehen, aber der letzte, entscheidende Pass gelingt dem Ghanaer nicht.
Tranquillo Barnetta: Note 5: Einer der besten St. Galler. Strahlt als einer der wenigen Torgefahr aus. Verpasst kurz vor der Pause eine gute Chance.Tranquillo Barnetta: Note 5: Einer der besten St. Galler. Strahlt als einer der wenigen Torgefahr aus. Verpasst kurz vor der Pause eine gute Chance.
Dereck Kutesa: Note 3,5: Reibt sich lange an den eng verteidigenden Zürchern auf, steigert sich nach der Pause. Trifft aber zu oft die falschen Entscheide.Dereck Kutesa: Note 3,5: Reibt sich lange an den eng verteidigenden Zürchern auf, steigert sich nach der Pause. Trifft aber zu oft die falschen Entscheide.
Simone Rapp: Note 3,5: Es ist ein schwieriges Spiel für den Tessiner. Die Zürcher verteidigen teilweise mit zehn Mann, Rapp sieht kaum einen Ball.Simone Rapp: Note 3,5: Es ist ein schwieriges Spiel für den Tessiner. Die Zürcher verteidigen teilweise mit zehn Mann, Rapp sieht kaum einen Ball.
Axel Bakayoko: Note 4: Kommt in der 68. Minute für Kutesa. Bringt Schwung und hilft auch in der Abwehr aus.Axel Bakayoko: Note 4: Kommt in der 68. Minute für Kutesa. Bringt Schwung und hilft auch in der Abwehr aus.
12 Bilder

Die Verteidigung überzeugt, das Mittelfeld nicht: Die Noten der FCSG-Spieler gegen GC

Der Aufreger

Wohl weniger ein Aufreger, sondern mehr ein Hingucker war wieder einmal Majeed Ashimerus Frisur. Seine Rastas hat er erneut zu einer schicken Palme zusammengebunden.

Die Fans

Die St.Galler Fans waren im Stadion der Motor ihrer Mannschaft. Immer wieder feuerten sie ihr Team mit Sprechgesängen an und animierten sogar die Stadionbesucher zum Aufstehen.

Die Reaktionen

FCSG-Trainer Peter Zeidler: «GC hat sich vorgenommen, aggressiv zu spielen und sind – wie Tomislav Stipic schon sagte – sehr gut in die Partie gestartet. Wir waren leider zu verkrampft, mussten auf die Konter aufpassen. Dennoch konnten wir in der Folge mehr Druck aufbauen, ein Treffer lag in der Luft, ich dachte das Tor kommt. Leider war das nicht so. Wir müssen uns nun schnell erholen, mit der richtigen Einstellung nach Xamax fahren. Eine Serie mit drei Niederlagen ist schwierig zu durchbrechen, dennoch glaube ich ans Team.»

GC-Trainer Tomislav Stipic: «Wir sind gut ins Spiel gekommen, waren mutig, leichtfüssig und hatten gar einige gute Torchancen. Wären wir hier in Führung gegangen, hätten wir für die kommenden Spiele noch mehr Mut getankt. Schliesslich war es für uns wichtig, die Null zu halten.»

Das Spiel im Liveticker nachlesen:

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