Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Niederlage gegen Sion: Erste Abkühlung für den FC St.Gallen

Im dritten Ernstkampf unter Trainer Peter Zeidler verliert der FC St. Gallen erstmals. Bei der 2:4-Heimniederlage gegen Sion machen die St. Galler bei hohen Bällen keine gute Figur.
Sergio Dudli
Dereck Kutesa: Note 3.5. Physisch präsent, aber mit weniger Power als in den Spielen zuvor. Ungewohnt viele Ballverluste.
Nicolas Lüchinger: Note 3. Durch seinen Offensivdrang fehlt er hinten zu oft. Sion kommt immer wieder über seine Seite.
Jordi Quintilla: Note 3.5. Blasser Auftritt des Argentiniers. Fein am Ball, aber gegen robuste Sittener zu wenig präsent.
Vincent Sierro: Note 3.5. Zuerst im halblinken Mittelfeld. Nach der Pause vor der Abwehr, wo er besser zur Geltung kam.
Yannis Tafer: Note 4. Läuft und kämpft mehr als auch schon. Bereitet das 1:2 per Freistoss vor.
Milan Vilotic: Note 3. Müsste die Lufthoheit im eigenen Strafraum haben. Verliert aber die entscheidenden Zweikämpfe.
Andreas Wittwer: Note 3.5. Über seine linke Seite kommt Sion seltener durch. Dennoch keiner, der dem Gegner Angst macht.
Dejan Stojanovic: Note 3. Vier Gegentreffer, sonst selten geprüft. Könnte er bei den Freistössen vor den Gegentoren rauslaufen und klären?
Marco Aratore: Note 3. Kommt nach 64 Minuten für Kutesa. Ein Abschluss, bringt aber nicht den erhofften Schwung.
Majeed Ashimeru: Note 4. Deutlich agiler und robuster als Quintillà, den er nach der Pause ersetzt.
Nassim Ben Khalifa: Note 4. Sehr auffällig in der ersten Halbzeit, hilft auch defensiv aus. Im zweiten Umgang abgetaucht.
Roman Buess: Kommt acht Minuten vor dem Ende. Zu kurz für eine Benotung.
Silvan Hefti: Note 3.5. Bügelt öfters Fehler aus und erzielt das erste St. Galler Tor. Aber vier Gegentore sprechen nicht für den Abwehrchef.
Cedric Itten: Note 4. Ein Pfostenkopfball (28.) und ein Tor in der Schlussminute. Kriegt zu wenig brauchbare Bälle.
14 Bilder

Kein Spieler kommt über eine vier hinaus: Die Noten der FCSG-Spieler gegen Sion

Er wolle die «Harakiri-Situationen in der Abwehr abstellen», hatte St.Gallens Trainer Peter Zeidler vor der Partie gesagt. Um es gleich vorwegzunehmen: Es gelang ihm nicht. Zwei Freistösse aus dem Halbfeld, zwei Kopfbälle – schon rannten die St.Galler gegen Sion nach 37. Minuten einem 0:2-Rückstand hinterher. Besonders ärgerlich: Es waren die beiden einzigen Chancen der Gäste in der ersten Halbzeit.

Am Ende hiess das Verdikt 2:4. Nach dem Anschlusstreffer von Captain Silvan Hefti in der 72. Minute – ebenfalls im Anschluss an einen Freistoss – dämpfte Sion die aufkeimenden Hoffnungen auf einen Punktgewinn bei den St.Gallern nur wenige Minuten später. Anto Grgic traf per sehenswertem Freistoss.

Harakiri bei Standards und Kontern

In den Schlussminuten trafen Sions Brasilianer Philippe und Cedric Itten zum Endstand. «Heute hatten wir nur noch Harakiri bei Standardsituationen und Kontern», sagte Zeidler nach der Partie. Er werde mit dem Team nochmals am Abwehrverhalten bei stehenden Bällen arbeiten. «Aber aus dem Spiel heraus hat sich Sion nicht viele Torchancen erarbeitet», so Zeidler. Ein schwacher Trost bei einer 2:4-Niederlage vor heimischen Publikum.

Nach einem beherzten Auftritt in Basel und dem starken Comeback im Europacup gegen Sarpsborg in Unterzahl hinterliess der FC St. Gallen erstmals in dieser Saison ein paar Fragezeichen. Das Spielsystem mit zwei hochstehenden Aussenverteidigern setzt eine hohe Passgenauigkeit und eine tiefe Fehlerquote voraus. Gegen Sion gelang dies nicht. Das Resultat: gefährliche Kontersituationen, taktische Fouls und daraus resultierende Freistösse aus dem Halbfeld, die zu Gegentoren führten. Zudem war die Müdigkeit bei den Spielern nach der 85-minütigen Unterzahl am Donnerstag gegen Sarpsborg spürbar. «Die Frische war nicht da, wir hatten Probleme, in die Partie reinzukommen», sagte Zeidler.

Als Ausrede wolle er die Europa League und die Aussicht auf die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb nicht gelten lassen – wie auch ein nichtgegebener Elfmeter zu Beginn der zweiten Halbzeit. «Es ist kein Beinbruch, dass wir verloren haben. Und dank der Europa League haben wir nicht zu viel Zeit, um nachzudenken», so Zeidler im Hinblick auf das Rückspiel in Sarpsborg, das am Donnerstag ansteht.

Den Fokus schnell auf Sarpsborg legen

Doch es gab gegen Sion auch vereinzelt Lichtblicke. Es schien, als würden die Zuschauer und die Mannschaft unter Zeidler auch in Rückstand liegend daran glauben, die Partie noch gewinnen zu können. Die St.Galler waren spielerisch überlegen, vor allem nach dem ersten Gegentor zeigten sie während rund einer Viertelstunde, welchen Fussball sie spielen können: Eine ansehnliche Kombination über die Aussenbahn endete mit einem Pfostenkopfball von Itten. Danach vergaben innert Minuten mit Nassim Ben Khalifa und Yannis Tafer auch die anderen Offensivkräfte gut herausgespielte Chancen.

Captain Hefti sagte im Anschluss an die Partie: «Wir haben uns über das ganze Spiel gesehen Chancen erspielt und zweimal getroffen. Wir müssen jetzt daran arbeiten, unsere Möglichkeiten besser zu verwerten und die Schwäche bei stehenden Bällen in den Griff zu bekommen.» Diese Gegentore nach Freistössen werden laut Hefti «vielleicht heute Abend noch im Kopf sein», aber danach wolle man sich voll auf das Spiel in Norwegen konzentrieren und dort eine bestmögliche Leistung abrufen.

Das Video-Interview mit Silvan Hefti

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.