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Nach haarsträubender Leistung: Ein lustloser FC St.Gallen verliert gegen Lugano verdient mit 0:2

Der FCSG muss die zweite Niederlage in Serie hinnehmen. Die ganze Mannschaft der Espen zieht einen gebrauchten Tag ein und verliert gegen Lugano mit 0:2.
Tim Naef
Die Tessiner bejubeln den Führungstreffer. St.Gallen hat das Nachsehen, hier Leonidas Stergiou. (Bild: Keystone)

Die Tessiner bejubeln den Führungstreffer. St.Gallen hat das Nachsehen, hier Leonidas Stergiou. (Bild: Keystone)

Die Tore

  • 0:1, 15. Minute, Torschütze: Alexander Gerndt. Langer Ball auf Carlinhos, der bedient Gerndt sehenswert mit der Hacke. Dieser lässt sich nicht zweimal bitten und bezwingt Dejan Stojanovic mit einem strammen Schuss in die rechte Torecke. Die Zuschauer monieren Abseits – zu unrecht, Hefti hebt es auf.
  • 0:2, 49. Minute, Torschütze: Jonathan Sabbatini. Die zweite Hälfte startet denkbar schlecht aus Sicht der Hausherren. Die Luganesi fahren einen Konter. Lavanchy flankt aus halbrechter Position, Gerndt legt per Kopf zurück, wo Sabbatini ungestört zum 0:2 einschieben kann.

Die Spiel-Analyse

Die erste Halbzeit lässt sich in einem Wort zusammenfassen: schlecht. Der FC St.Gallen spielt da weiter, wo er in Luzern aufgehört hat. Das beste am Spiel aus St.Galler Sicht ist noch das Resultat. Die Espen spielen lustlos – sowohl defensiv wie auch offensiv. Die Verteidigung um Hefti und Stergiou steht mehrmals falsch. Das Mittelfeld fällt höchstens durch haarsträubende Ballverluste auf. Und der Angriff war auf dem Feld, mehr auch nicht. Folgerichtig führen die Gäste aus dem Tessin mit 1:0.

Das scheint FCSG-Coach Peter Zeidler auch so gesehen zu haben. Er wechselt bereits zur zweiten Halbzeit das erste Mal. Für Jérémy Guillemenot kommt Simone Rapp ins Sturmzentrum. Wer jetzt aber denkt, St.Gallen kommt besser aus den Katakomben, irrt. Es dauert nur vier Minuten bis die Luganesi auf 2:0 erhöhen können. Bis dato: verdient. Gleich darauf zieht Zeidler seinen zweiten Joker: Barnetta kommt für Stergiou. St.Gallens Nummer 10 bringt ein wenig Schwung in die Mannschaft. Wirklich gefährlich wird es vor dem Tessiner Tor aber nur selten.

In den letzten 20 Minuten merkt man den Espen an, dass sie sich nochmals gegen die Niederlage stemmen, leider erfolglos. Nach 95 Minuten hat Schiedsrichter Lukas Fähndrich genug gesehen. Der FC St.Gallen verliert gegen Lugano verdient mit 0:2.

Der Beste

Keiner von St.Gallen. Auf Seiten der Tessiner gefällt Lavanchy, der auf seiner Seite immer wieder für Gefahr sorgt.

Der Schlechteste

Aus einer durchwegs schlechten St.Galler Mannschaft sticht Jérémy Guillemenot noch raus – im negativen Sinn. Der Stürmer sieht 45 Minuten keinen Ball. Zeidler erlöst ihn zur Pause.

Dejan Stojanovic: Note 3,5. Ein-, zweimal zur Stelle. Kommt bei Carlinhos’ Grosschance (41.) zu spät heraus. Bei den Gegentoren machtlos.Dejan Stojanovic: Note 3,5. Ein-, zweimal zur Stelle. Kommt bei Carlinhos’ Grosschance (41.) zu spät heraus. Bei den Gegentoren machtlos.
Leonidas Stergiou: Note 3,5. Vergisst Carlinhos im Rücken beim 0:1. Der Liga-Alltag, in dem sich der 17-Jährige in jedem Spiel beweisen muss, hat ihn eingeholt.Leonidas Stergiou: Note 3,5. Vergisst Carlinhos im Rücken beim 0:1. Der Liga-Alltag, in dem sich der 17-Jährige in jedem Spiel beweisen muss, hat ihn eingeholt.
Jérémy Guillemenot: Note 3. Keine Aktion. Auf dieser Leistung kann der Mittelstürmer nicht aufbauen. Muss körperlich zulegen.Jérémy Guillemenot: Note 3. Keine Aktion. Auf dieser Leistung kann der Mittelstürmer nicht aufbauen. Muss körperlich zulegen.
Simone Rapp: Note 3,5. Kommt nach der Pause für Guillemenot – und sorgt für ein wenig mehr Torgefahr.Simone Rapp: Note 3,5. Kommt nach der Pause für Guillemenot – und sorgt für ein wenig mehr Torgefahr.
Vincent Sierro: Note 3,5. Am Einsatz liegt es nicht, sucht oft den Abschluss. Für die Bundesliga muss er sich aber steigern.Vincent Sierro: Note 3,5. Am Einsatz liegt es nicht, sucht oft den Abschluss. Für die Bundesliga muss er sich aber steigern.
Andreas Wittwer: Note 4. Einige gute Vorstösse, ein schöner Abschluss. Defensiv nicht ganz fehlerfrei.Andreas Wittwer: Note 4. Einige gute Vorstösse, ein schöner Abschluss. Defensiv nicht ganz fehlerfrei.
Silvan Hefti: Note 3,5. Hebt beim 0:1 das Abseits auf. Auch sonst nicht immer souverän.Silvan Hefti: Note 3,5. Hebt beim 0:1 das Abseits auf. Auch sonst nicht immer souverän.
Dereck Kutesa: Note 3,5. Keine gute Partie von Kutesa. Er ist bemüht, spielt aber glücklos und zu kompliziert.Dereck Kutesa: Note 3,5. Keine gute Partie von Kutesa. Er ist bemüht, spielt aber glücklos und zu kompliziert.
Nicolas Lüchinger: Note 3,5. Seine Flanken bleiben ein Rätsel. Immerhin hält er körperlich und mit seiner Härte dagegen.Nicolas Lüchinger: Note 3,5. Seine Flanken bleiben ein Rätsel. Immerhin hält er körperlich und mit seiner Härte dagegen.
Axel Bakayoko: Note 3,5. Versucht in der ersten Halbzeit noch am meisten in der Offensive. Baut zusehends und stark ab.Axel Bakayoko: Note 3,5. Versucht in der ersten Halbzeit noch am meisten in der Offensive. Baut zusehends und stark ab.
Majeed Ashimeru: Note 3. Körperlich bleibt er ein Leichtgewicht. Verliert den Ball beim 0:2. Es ist nicht sein Abend, zudem behindert ihn eine Risswunde.Majeed Ashimeru: Note 3. Körperlich bleibt er ein Leichtgewicht. Verliert den Ball beim 0:2. Es ist nicht sein Abend, zudem behindert ihn eine Risswunde.
Jordi Quintillà: Note 3,5. Ungewohnt fahrig. Quintillà kann das Spiel nie an sich reissen.Jordi Quintillà: Note 3,5. Ungewohnt fahrig. Quintillà kann das Spiel nie an sich reissen.
Tranquillo Barnetta: Note 4. Kommt früh in der zweiten Halbzeit für Stergiou. Mit ihm treten die St. Galler gefährlicher und leidenschaftlicher auf.Tranquillo Barnetta: Note 4. Kommt früh in der zweiten Halbzeit für Stergiou. Mit ihm treten die St. Galler gefährlicher und leidenschaftlicher auf.
13 Bilder

Mehr schlecht als recht: Die Noten der FCSG-Spieler zur Heimniederlage gegen Lugano

Der erste Aufreger

Es war eine der übelsten Szenen auf Schweizer Fussballplätzen seit langem. Ohne Rücksicht auf Verluste streckte Lugano-Verteidiger Fabio Daprelà vor etwas mehr als einer Woche den St.Galler Cedric Itten im Kybunpark nieder. Espen-Angreifer Itten zog sich bei der Attacke einen Kreuzbandriss zu – er kämpft bis heute um seine Rückkehr.

Nicht überraschend ist es also, dass das St.Galler Publikum bereits bei der Verkündung der Aufstellung der Luganesi nicht jugendfreie Parolen skandierten.

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Der zweite Aufreger

Kurz vor der Pause hätten die Luganesi mit 2:0 in Führungen gehen müssen. Die Betonung liegt hier auf müssen. Nachdem Stojanovic nach schlechtem Stellungsspiel (wie ein Goalie aus den 1970ern) unmotiviert aus dem Tor sprintet und den Ball nicht erwischt, hat Carlinhos das leere Tor vor sich. Zum erstaunen aller verschiesst er.

Der Schiedsrichter

Obwohl die Zuschauer im Kybunpark - besonders in der zweiten Hälfte - die Entscheidungen des Schiedsrichters (Lukas Fähndrich) immer wieder mit Pfiffen quittieren, liegt er bei den entscheidenden Szenen richtig. Gute Leistung des Unparteiischen.

Die Fans

Man hätte meinen können, die gut drei Stunden Autofahrt von Lugano wären zu weit gewesen. So sah der Fan-Sektor der Luganesi vor dem Spiel aus:

(Bild: Manuel Nagel)

(Bild: Manuel Nagel)

Nach dem Anpfiff waren es zwar immer noch nicht viel mehr. Aber immerhin:

(Bild: Manuel Nagel)

(Bild: Manuel Nagel)

Die Reaktionen

Stimmen an der beiden Trainer nach dem Spiel:

FCSG-Coach Peter Zeidler:

«Gratulation an den FC Lugano. Verdienter Sieg. Wir: schlecht.»

«Die Niederlage geht auch auf meine Kappe. Ich hätte Barnetta bereits in der Pause bringen sollen.»

Lugano-Trainer Fabio Celestini:

«Wir haben heute gegen eine starke Mannschaft gespielt. Unser Plan war von Anfang an auf Konter zu spielen - das hat gut funktioniert heute.»

Das Spiel im Liveticker nachlesen:

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