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Interview

«Manchmal war es schon hart»: Ex-Espe van der Werff über die Doppelbelastung von Lehre und Karriere

Der St.Galler Nachwuchsspieler Jasper van der Werff wagte diesen Sommer den Sprung ins Ausland. Bevor er erstmals bei Red Bull Salzburg auflaufen wird, blickt er im Interview nochmals zurück und erzählt kurz nach seinem Lehrabschluss, wie es war, Ausbildung und Profikarriere beim FCSG unter einen Hut zu bringen.
Patrick Baumann
Jasper van der Werff wechselte diesen Sommer vom FCSG zu Red Bull Salzburg. (Bild: Benjamin Manser)

Jasper van der Werff wechselte diesen Sommer vom FCSG zu Red Bull Salzburg. (Bild: Benjamin Manser)

Jasper van der Werff, Sie haben parallel zum Profifussball eine Ausbildung zum Kaufmann bei der United School of Sports absolviert. Ist Ihnen da überhaupt noch Zeit für Freunde und Familie geblieben?

Viel Freizeit ist mir tatsächlich nicht geblieben. Da es mir aber sehr wichtig ist, Sachen mit meinen Freunden oder meiner Familie zu unternehmen, habe ich trotz der vielen Trainings und der Ausbildung in Betrieb und Schule immer wieder Zeit für Aktivitäten mit Familie und Freunden gefunden.

Wie viele Trainings haben Sie pro Woche neben der Ausbildung absolviert?

Das war von Woche zu Woche unterschiedlich. Sechs bis sieben Trainings waren aber normal.

Hatten Sie wegen Ihrer parallel laufenden Ausbildung weniger Trainingseinheiten als Ihre älteren Mitspieler?

Im Gegenteil. Ich habe noch zusätzliche Einheiten für mich selbst absolviert. Als junger Spieler muss man noch härter arbeiten, um den Anschluss zu schaffen.

Wie hat ein typischer Tagesablauf mit Training und Ausbildung ausgesehen?

Am Morgen bin ich zum Kybunpark gefahren. Dort habe ich mit der Mannschaft Frühstück gegessen. Nach dem Frühstück hatte jeder Zeit für individuelles Training. Ich war viel im Kraftraum. Um 10 Uhr ging das Mannschaftstraining los. Nach dem Training habe ich schnell zu Mittag gegessen, damit ich rechtzeitig in der Schule oder im Büro war. Ich habe dann bis 5 Uhr im Büro gearbeitet oder war in der Schule. Es gab aber auch viele Tage mit zwei Trainings. Da fielen Büroarbeit und Schule weg.

Gab es auch Momente, in denen Ihnen alles zu viel wurde?

Manchmal war es schon hart. Mir hat aber geholfen, dass ich das Ziel, Profifussballer zu werden, nie aus den Augen verloren habe. So fiel es mir leichter, mit der Belastung fertig zu werden.

Konnten Sie vom Sport in der Ausbildung profitieren?

Es gab schon einige Sachen, die man übernehmen konnte. Zum Beispiel hat Fussball viel mit Disziplin zu tun, und im Training ist es wichtig, dass man die Übungen von Anfang an richtig macht. Das sind Werte, die sich auch auf meine Arbeit übertragen liessen. Genauigkeit in der Ausführung ist auch dort sehr wichtig.

Was hat Ihnen an der Ausbildung zum Kaufmann gefallen?

Mich haben während der Ausbildung vor allem die Fremdsprachen interessiert. Zudem halte ich es für eine gute Ausbildung, weil man sich später noch in viele verschiedene Richtungen spezialisieren kann. Ich wollte einfach unbedingt ein zweites Standbein neben dem Fussball haben. Ich konnte ja nicht von Anfang wissen, dass es mit dem Profivertrag klappen würde.

Wollten Sie schon von klein auf Profifussballer werden oder gab es noch andere Pläne?

Ich habe schon im Kindergarten Fussball geschaut und wollte immer Profifussballer werden. Für mich gab es nie etwas Anderes, deshalb habe ich diesem Ziel alles untergeordnet.

Was ist das Wichtigste auf dem Weg zum Profifussballer?

Grundvoraussetzung ist sicher Talent. Daneben sind heute aber Disziplin und Wille sicher genauso wichtig. Talent alleine reicht heute nicht mehr.

Sie spielen jetzt für Red Bull Salzburg. Was sind Ihre kurzfristigen und langfristigen Ziele?

Zuerst möchte ich mich in Salzburg einleben und mir möglichst rasch einen Stammplatz in der ersten Mannschaft erkämpfen. Dann will ich Titel holen und in der Champions League spielen. Das deckt sich auch mit den Zielen des Vereins, der endlich in die Königsklasse will. Langfristig wäre es mein Traum, für die Schweizer Nationalmannschaft zu spielen. Dafür gebe ich alles.

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