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Lieber FC St.Gallen, bitte mach es am Sonntag besser: Als sich elf Espen gegen acht Neuenburger bis auf die Knochen blamierten

Arbeitsverweigerung am Tag der Arbeit: Am 1. Mai 2011 verlor der akut abstiegsbedrohte FC St.Gallen bei Neuchâtel Xamax 1:2. Den entscheidenden Treffer kassierten die Ostschweizer gegen acht Neuenburger in der Nachspielzeit. Am Sonntag treffen die beiden Teams zum ersten Mal seit damals wieder aufeinander.
Daniel Walt

«Es ist eine Schande, so zu verlieren. Ich entschuldige mich bei den Anhängern.» Das sagte Jeff Saibene, seit wenigen Monaten Trainer des FC St.Gallen, am Sonntag, 1. Mai 2011. Sein Team hatte auf der Neuenburger Maladière soeben mit 1:2 verloren. Weniger das Resultat als vielmehr die Art und Weise, wie es zustande gekommen war, trieben Saibene und allen St.Galler Anhängern die Zornesröte ins Gesicht: Das entscheidende Tor durch Geoffrey Tréand in der Nachspielzeit erzielten die Neuenburger zu acht gegen elf St.Galler.

Und so verlief diese vom Anpfiff an völlig verrückte Partie:

1. Spielminute: 1:0 für Xamax

Die Partie beginnt mit einem Paukenschlag: Nach exakt 19 Sekunden düpiert Niasse die völlig desorientierte St.Galler Verteidigung. Espen-Goalie Daniel Lopar ist chancenlos - 1:0 für Xamax gegen die Ostschweizer.

21. Spielminute: Xamax verschiesst einen Penalty

St.Gallen könnte nach rund 20 Minuten schon mit zwei Längen im Rückstand liegen - der Foulpenalty von Binya geht aber an die Lattenunterkante.

37. Spielminute: Platzverweis für Almerares

Trotz des 0:1-Rückstands schöpfen die St.Galler Fans Hoffnung: Xamax steht nach knapp 40 Minuten nur noch zu zehnt auf dem Platz. Almerares sieht die gelbrote Karte.

69. Spielminute: Platzverweis für Gelabert
Ex-Espe Gelabert dreht nach dem Platzverweis im roten Bereich. (Bild: Keystone)

Ex-Espe Gelabert dreht nach dem Platzverweis im roten Bereich. (Bild: Keystone)

Der Spielverlauf deutet immer mehr auf einen baldigen St.Galler Ausgleich hin: Mit dem Ex-Espen Marcos Gelabert sieht ein zweiter Xamax-Akteur die gelbrote Karte. Nur noch neun Neuenburger müssen den knappen Vorsprung nun verteidigen.

89. Spielminute: Der FC St.Gallen gleicht aus

20 Minuten rennen die Gäste aus der Ostschweiz verzweifelt gegen neun Neuenburger an. Dann trifft Alberto Regazzoni endlich zum vielumjubelten Ausgleich - ein goldener Punkt für den FCSG im Abstiegskampf scheint gesichert.

Der St.Galler Punktgewinn scheint im Trockenen: Alberto Regazzoni nach dem Ausgleich zum 1:1 kurz vor Abpfiff. (Bild: Keystone)

Der St.Galler Punktgewinn scheint im Trockenen: Alberto Regazzoni nach dem Ausgleich zum 1:1 kurz vor Abpfiff. (Bild: Keystone)

90. Spielminute: Platzverweis für Nuzzolo

Der FC St.Gallen will nun mehr als diesen einen Punkt. Der Xamaxien Raphael Nuzzolo unterbindet einen St.Galler Angriff mit einem knallharten Foul und sieht dafür direkt Rot. Nun stehen noch acht Neuenburger auf dem Platz.

94. Spielminute: Tréand trifft zum 2:1
Siegtorschütze Geoffrey Tréand (Mitte) dreht jubelnd ab. (Bild: Keystone)

Siegtorschütze Geoffrey Tréand (Mitte) dreht jubelnd ab. (Bild: Keystone)

Der Wahnsinn setzt sich ungebremst fort: Nach einem Ballverlust der St.Galler enteilt Geoffrey Tréand und bezwingt Daniel Lopar in der 94. Minute zum 2:1. Was für ein Spiel, was für eine Dramatik, was für ein bitteres Ende für die St.Galler! Im Espen-Block kommt es zu üblen Szenen. Stühle werden herausgerissen und auf den Platz geworfen, nachdem sich die FCSG-Anhänger vom Jubel des Xamax-Goalies direkt vor ihnen provoziert gefühlt haben. Die St.Galler Mannschaft ihrerseits wird sich von diesem Tiefschlag nicht mehr erholen und steigt Ende Saison ab.

Stühle liegen auf dem Platz - FCSG-Fans haben sie aus ihrer Verankerung gerissen. (Bild: Keystone)

Stühle liegen auf dem Platz - FCSG-Fans haben sie aus ihrer Verankerung gerissen. (Bild: Keystone)

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