Leistungstests zum Trainingsstart

FUSSBALL. Neues Jahr, neues Glück: Für die Espen heisst es ab heute wieder Fussballschuhe schnüren und ab auf den Rasen. Nach den Ferien hat der FC St.Gallen nun fünf Wochen Zeit um sich auf die Rückrunde vorzubereiten. Start ist am 7. Februar gegen den FC Thun und den ehemaligen Trainer Jeff Saibene.

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Kein Erbarmen am ersten Trainingstag: FCSG-Cheftrainer Joe Zinnbauer startet gleich mit Leistungstest nach der Winterpause bei seinen Akteuren. (Bild: GIAN EHRENZELLER (KEYSTONE))

Kein Erbarmen am ersten Trainingstag: FCSG-Cheftrainer Joe Zinnbauer startet gleich mit Leistungstest nach der Winterpause bei seinen Akteuren. (Bild: GIAN EHRENZELLER (KEYSTONE))

Pünktlich um acht Uhr hat Trainer Joe Zinnbauer seine Mannschaft heute Montag auf dem Rasen versammelt. Bevor es allerdings zu Trainingseinheiten mit dem Ball kam, mussten die Spieler einige Leistungstest über sich ergehen lassen. Gemäss FC St.Gallen Mediensprecher Daniel Last waren alle Akteure anwesend: "Alle sind gesund und munter aus den Ferien zurückgekehrt."

Es gilt, sich nun intensive auf die bevorstehende Rückrunde vorzubereiten. Denn vieles ist bei Grün-Weiss möglich - vom Europacup-Platz bis zum Abstiegskampf. Der Vorsprung auf das letztklassierte Vaduz beträgt lediglich acht Punkte. Dieses Polster kann aber schnell schmelzen. Der Rückstand auf einen Europacup-Platz ist da wesentlich kleiner. Gerade mal drei Zähler trennen die Espen vom viertklassierten FC Luzern. Das Pendel kann also in die eine oder andere Richtung schlagen.

Bis es wieder ernst gilt in der Super League will sich der FC St.Gallen noch in einigen Testspielen beweisen. Geplant sind sechs Trainingsspiele (siehe Kasten), wobei die Mannschaft unter anderem auf Fortuna Düsseldorf, RB Leipzig oder Austria Lustenau trifft. Ab dem 17. Januar heisst es dann Abflug Richtung Türkei. Der Club fährt für ein zwölftägiges Trainingslager nach Belek.

Neuer Linksverteidiger für Grün-Weiss
Ob der FCSG dann auch schon einige neue Spieler mit im Gepäck hat, ist derzeit noch ungewiss. Sicher ist, dass die Ostschweizer auf der Suche nach einem Linksverteidiger fündig geworden sind. "Diesbezüglich stehen wir kurz vor dem Abschluss", sagt Last. Wen die Espen verpflichten konnten, werde der Verein im Verlauf dieser Woche bekannt geben.

Diverse Gerüchte kursieren derzeit um eine weitere Personalie, nämlich um den 19-jährigen Mittelfeldspieler Gianluca Gaudino. Nach seinem Bundesliga-Début in München und Einsätzen in der Champions League wurde er vom damaligen Bayern-Trainer Pep Guardiola in die zweite Mannschaft degradiert, die in der Regionalliga spielt. Der Nachwuchs-Internationale und sein Vater Maurizio konnten sich bereits im vergangenen Sommer einen Wechsel nach St.Gallen vorstellen, doch ein Engagement scheiterte. Der FC St.Gallen bekundet nach wie vor Interesse an einer leihweisen Übernahme des Deutschen. Da der FC Bayern in der kommenden Saison erneut nicht auf den 19-Jährigen baut, strebt der junge Spieler doch einen Transfer an. St.Gallen wäre ein neuer möglicher Arbeitgeber, allerdings sollen auch Clubs aus Spanien, Italien und England Interesse an Gaudino haben.

Auf dem Transfermarkt ist derzeit ein weiterer Name im Umlauf: der Bulgare Todor Nedelev. Die grösste Tageszeitung Bulgariens spricht davon, dass man den Mittelfeld- und Rechtsaussenspieler ausleihen möchte. Der 22-Jährige spielt beim Bundesligaverein Mainz 05. Mögliche Clubs sollen der FC St.Gallen und die österreichischen Verein Sturm Graz oder Admira Wacker sein. Mediensprecher Last dementiert dies: "Diese Personalie ist bei uns nicht präsent."

Kader soll verkleinert werden
Ansonsten ist die Winterpause ruhig verlaufen. Keiner der Spieler wurde vorstellig mit dem Anliegen, St.Gallen verlassen zu wollen. Es trafen auch keine Anfragen anderer Clubs für St.Galler Akteure ein. Ungewiss ist aber die Zukunft von acht Spielern, da ihre Verträge im Sommer auslaufen und bis anhin nicht verlängert wurden. Mit dem Trainerwechsel sind die Karten von Marco Mathys, Dejan Janjatovic, Geoffrey Tréand und Pascal Thrier nicht besser geworden.

Sportchef Christian Stübi sagte jüngst gegenüber dem Tagblatt: "Zu laufenden Gesprächen sage ich nichts. Es kann zu Trennungen kommen. Wir haben mit einzelnen Spielern geredet, sie kennen ihre Situation und Stellung in der Mannschaft. Aber wir halten die Verträge ein." Nun könnten sich diese Spieler selber dazu entschliessen, nicht in St.Gallen zu bleiben. Oder sie könnten im Sommer dem angekündigten Strategiewechsel zum Opfer fallen: St.Gallen will sein Kader verkleinern.

Der Club will mehr Qualität statt Quantität, neben unbestrittenen Leistungsträgern sollen junge Akteure aufgebaut werden. So wird möglicherweise der 21jährige Nicolas Lüchinger aus Chiasso zurückgeholt. Lüchinger, ein Rechtsverteidiger wie Thrier und ins Tessin ausgeliehen, hat in der Challenge League überzeugt. Möglich ist, dass Lüchinger hinter dem ebenfalls jungen Silvan Hefti die Nummer zwei wird. Die Vorbereitung mit der ersten Mannschaft mitmachen wird U21-Spieler Simon Kühne.

Möglich ist, dass der 23-jährige Edgar Salli St.Gallen zumindest bis zur nächsten Winterpause erhalten bleibt. Bestrebungen sind im Gang, den bis im Sommer laufenden Leihvertrag zu verlängern. Der kamerunische Nationalspieler gehört der AS Monaco. (pl/lex)

Testspiele

07.01.2016: FC St.Gallen - FC Biel-Bienne; 13 Uhr im Gründenmoos
12.01.2016: FC St.Gallen - FC Wohlen; 15 Uhr im Gründenmoos
15.01.2016: FC St.Gallen - Austria Lustenau; 15 Uhr im Gründenmoos
20.01.2016: FC St.Gallen - RB Leipzig; im Trainingslager in Belek
23.01.2016: FC St.Gallen - Fortuna Düsseldorf; im Trainingslager in Belek
31.01.2016: FC Winterthur - FC St.Gallen; 14 Uhr in Winterthur