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Nach erneutem Patzer bei FCSG-Match: Wir raten Schiedsrichter Sandro Schärer zu einer FCB-Pause

Am Mittwoch übersieht Sandro Schärer ein penaltywürdiges Foul des FCB-Verteidigers Petretta am St. Galler Besio. Die Basler profitieren nicht das erste Mal in dieser Saison von einem Fehler Schärers.

François Schmid-Bechtel Jetzt kommentieren
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Auch der Platzverweis gegen St.Gallens Verteidiger Fazliji im Spiel gegen Basel ist diskussionswürdig.

Auch der Platzverweis gegen St.Gallens Verteidiger Fazliji im Spiel gegen Basel ist diskussionswürdig.

Christian Merz / KEYSTONE

Sandro Schärer gilt als bester Fussball-Schiedsrichter des Landes. Aber einen Lauf hat er nicht. Das sehen die Fans des FC Basel vielleicht etwas anders. Aber objektiv betrachtet muss man konstatieren: Schärer hat in zwei von sieben Super-League-Spielen den FCB bevorzugt. Gewiss nicht mit Absicht. Nein, Schärer ist ein hochprofessioneller Schiedsrichter. Ein selbstkritischer Mensch. Und ein Perfektionist. Aber all diese Attribute schützen ihn nicht vor Fehlern. Der Videoschiedsrichter offenbar auch nicht.

Beim Gipfeltreffen zwischen Basel und YB Ende August zeigt Schärer innerhalb von nur zwei Minuten dem Berner Verteidiger Maceiras zweimal Gelb. In beiden Situationen ist eine Verwarnung schwer nachvollziehbar. Schärers Entscheid hat grossen Einfluss. Basel, bis zum Platzverweis kurz vor der Pause desolat, findet zurück ins Spiel und gleicht zum 1:1 aus. Ein eher unwahrscheinliches Szenario bei Elf gegen Elf.

Am Mittwoch beeinflusst Schärer erneut unfreiwillig den Ausgang einer Partie. Und wieder steht der FC Basel auf der Sonnenseite. Beim Stand von 1:0 für die Basler übersieht Schärer ein Foul im Strafraum von Petretta am St. Galler Stürmer Besio. Kann passieren. Unverständlich ist, dass der Videoschiedsrichter nicht interveniert und darauf besteht, dass Schärer die Szene sich zumindest nochmals anschaut. Wahrscheinlich hätte er danach auf Penalty entschieden. So aber sieht Schärer ziemlich schlecht aus, weil er allein gelassen wird.

Wenn einem Sportler ein Fauxpas oder ein Unfall passiert, rät man ihm, möglichst rasch danach die gleiche Situation zu simulieren. Schiedsrichter Schärer aber raten wir genau das Gegenteil: Eine FCB-Pause. Denn die Gefahr besteht, dass Schärer sich vornimmt, möglichst nicht Pro-FCB zu pfeifen, so lange die jüngsten Ereignisse noch präsent sind.

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