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KLASSENUNTERSCHIED: FCSG: Mut- und chancenlos in die erwartete Niederlage

Der Auftakt in die zweite Saisonhälfte misslingt dem FC St . Gallen. Die Ostschweizer wehren sich gegen den Leader Young Boys nach Kräften, sind aber – wie oft im Stade de Suisse – beim 0:2 nicht ebenbürtig.
Christian Brägger, Bern
Unter Dauerdruck: St. Gallens Silvan Hefti gegen den Berner Christian Fassnacht (rechts). (Bild: Martin Schneider/KEY)

Unter Dauerdruck: St. Gallens Silvan Hefti gegen den Berner Christian Fassnacht (rechts). (Bild: Martin Schneider/KEY)

Dies ist ein Artikel der «Ostschweiz am Sonntag». Die ganze Ausgabe lesen Sie hier: <strong style="margin: 0px; padding: 0px; vertical-align: baseline; border: none; outline: 0px; background: transparent;"><em style="margin: 0px; padding: 0px; vertical-align: baseline; border: none; outline: 0px; background: transparent;">www.tagblatt.ch/epaper</em></strong>

Am Schluss blieb das gewohnte Bild. Jubelnde Berner und St. Galler, die im Stade de Suisse die Köpfe hängen liessen. 0:2 unterlagen die Ostschweizer den Young Boys, das Skore hätte im ersten Spiel nach der Winterpause noch weitaus negativer ausfallen können. Die Entfernung zwischen dem viertplatzierten Gast und dem Leader waren nicht nur drei Tabellenränge und nunmehr 16 Punkte, sondern auch ein Verhältnis von 3:23 Abschlussversuchen, davon 1:12 aufs Tor. Die Ballbesitzstatistik von 42:58 Prozent passte ebenfalls ins Gesamtbild, sie spiegelte das Geschehen und Gesehene wahrheitsgetreu.

Dejan Stojanovic: Note 3,5. Guter Beginn als St. Gallens neue Nummer eins, dank ihm steht es nur 0:1 zur Pause. Aber das 0:2 muss er auf seine Kappe nehmen. (Bild: pd)
Silvan Hefti: Note 3,5. Hat schon bessere Spiele gezeigt, offensiv wie defensiv. Mit einigen Problemen gegen Sulejmani, der fast nicht zu stoppen ist. (Bild: pd)
Alain Wiss: Note 4,5. In der ersten Halbzeit dirigiert er die Defensive gut. In der zweiten kann er mehrmals retten. (Bild: pd)
Yrondu Musavu-King: Note 3. Verliert beim 0:1 Torschütze Hoarau aus den Augen. Danach wirkt er verunsichert. (Bild: pd)
Marco Aratore: Note 3. Von ihm kommt nichts. Die rechte Seite und das Zusammenspiel mit Hefti scheinen ungewohnt. (Bild: pd)
Nzuzi Toko: Note 4. Antreiber im Mittefeld, grundsätzlich solid. Aber eben: Impulse nach vorne gibt auch er fast keine. (Bild: pd)
Rúnar Sigurjónsson: Note 3. So wird das nichts mit der WM für den Isländer. Ein Fremdkörper im St. Galler Spiel. (Bild: pd)
Silvan Gönitzer: Note 3,5. Gönitzer ist bemüht, aber das sind die anderen auch. Es fehlen Flügelläufe, die für Gefahr sorgen. (Bild: pd)
Tranquillo Barnetta: Note 3,5. Agiert hinter den Spitzen. Doch entscheidende Aktionen gelingen ihm höchstens zu Beginn. (Bild: pd)
Boris Babic: Note 3,5. Ein Abschluss aufs Tor. Kann nicht beweisen, dass er in der Hierarchie vor Buess steht. (Bild: pd)
Cedric Itten: Note 3,5. Ohne grosse Wirkung im Sturm beim Liga-Début für St. Gallen. Von ihm erhofft man sich mehr. (Bild: pd)
Danijel Aleksic: Note 3,5. Kommt in der 69. Minute für Sigurjonsson. Seine Einwechslung bleibt wirkungslos. (Bild: pd)
Roman Buess: Note 3,5. Kommt in der 69. Minute für Babic. Läuft viel, reisst aber nichts mehr, die Niederlage ist besiegelt. (Bild: pd)
Miro Muheim: Note -. Kommt in der 80. Minute für Gönitzer und zu seinem Début für St. Gallen. Zu spät für eine Note. (Bild: pd)
14 Bilder

Die Noten der FCSG-Spieler gegen die Young Boys

Der Fehler von Stojanovic

Es war ein einseitiges Spiel, das die 16647 Zuschauer an diesem bitterkalten Abend geboten bekamen. Und trotz Unterlegenheit und eines 0:1-Rückstandes nach dem Kopfballtreffer Guillaume Hoaraus in der 28. Minute blieb den St. Gallern bis kurz nach der Pause die Hoffnung, etwas Zählbares aus Bern mitzunehmen. Doch dann, in der 47. Minute, zerschlug sich diese Hoffnung. Dejan Stojanovic, die neue Nummer eins im St. Galler Tor, liess einen haltbaren Flatterball aus der Distanz von 30 Metern nach vorne abprallen, Miralem Sulejmani, der beste Mann des Spiels, reagierte blitzschnell. Später nahm Stojanovic das Gegentor wie ein Grosser seines Fachs auf seine Kappe. Nur, das 0:2 zum denkbar ungünstigen Zeitpunkt brach vollends den Widerstand der Mannschaft von Trainer Giorgio Contini. Es folgte ein Schaulaufen der Berner, eine Art Katz-und-Maus-Spiel. Und dennoch verpasste es Adi Hütters Team, trotz zahlreicher Chancen die definitive Entscheidung herbeizuführen. Doch war das gar nicht nötig, zumal die St. Galler nichts parat hatten, um dem Gegner weh zu tun.

Dabei waren die Ostschweizer am Freitagabend guter Dinge nach Bern gereist, in der Hoffnung, mit einem solidarischen Auftritt in der schier uneinnehmbaren Festung Stade de Suisse etwas zu reissen nach 22 sieglosen Spielen in Serie. Die Formation, die Contini zu Beginn aufs Feld beorderte, zeugte von Mut und Überzeugung. Es war dieselbe Startcrew wie beim Testspielsieg vor einer Woche gegen Austria Lustenau. Was dann aber folgte, war mutlose St. Galler Kost, wie Captain Toko sagte. Was wohl auch daran lag, dass die Berner loslegten wie die Feuerwehr, die St. Galler zurückdrängten und zu Fehlern zwangen. Mit der Zeit, nach der ersten Berner Sturm-und-Drang-Periode, fanden sich die Ostschweizer jedoch immer besser zurecht. Bis das erste Gegentor fiel.

Young Boys in allen Belangen besser

Nach der Niederlage sagte Contini: «Wir haben dem Gegner mit unseren Fehlern Mut gemacht, uns noch mehr unter Druck zu setzen. Unter dem Strich boten wir heute zu wenig.» In der Tat war der Auftritt der St. Galler nicht berauschend, im Aufbau gab es wenig Konstruktives. Auch die Neuzugänge Cedric Itten und Runar Sigurjonsson fanden wenig Bindung zum Spiel. Überdies funktionierte vor allem beim ersten Gegentreffer die Zuordnung nicht, und in der Offensive blieb vieles Stückwerk, weil der Gegner letztlich auf allen Positionen besser besetzt war. Diesen Eindruck veränderten auch die Einwechslungen von Roman Buess, Danijel Aleksic und das Début von Miro Muheim kurz vor Schluss nicht. Doch darf die Niederlage vor den Augen des St. Galler Verwaltungsrats nicht zu sehr beunruhigen – die Young Boys sind ein Meisterkandidat.

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