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Kanton Thurgau erlässt Feuerverbot für Wälder inklusive Umgebung

Aufgrund der aktuellen Trockenheit und des fehlenden Regens im Kanton Thurgau hat der Regierungsrat ein Feuerverbot in Wäldern und in Waldesnähe für das ganze Kantonsgebiet beschlossen. Der Beschluss gilt ab Freitag, 27. Juli. Die Waldbrandgefahr wurde zudem auf Stufe vier «grosse Gefahr» gesetzt.
Tim Naef
Werden mit Informationblättern versehen: Feuerstellen im Kanton TG. (Bild: Susann Basler)

Werden mit Informationblättern versehen: Feuerstellen im Kanton TG. (Bild: Susann Basler)

Die wenigen Regentropfen, die über das Wochenende auf das Kantonsgebiet gefallen sind, konnten nicht zur Beruhigung der aktuellen Trockenheitssituation im Kanton Thurgau beitragen. "Der Oberboden in den Wäldern, aber auch die Wiesen und Äcker sind sehr trocken", schreibt der Kanton in einer Medienmitteilung. Laut Wetterprognosen soll es bis in den August heiss und trocken bleiben.

Nach Ansicht des Regierungsrates verlangen die für diese Jahreszeit aussergewöhnliche Trockenheit und die damit verbundenen Gefahren besondere Massnahmen: "Die im Normalfall allgemein üblichen Sorgfaltspflichten in der derzeitigen Situation genügen nicht mehr." Er spricht deshalb ein vorübergehendes Verbot aus für das Entfachen von Feuern sowie das Wegwerfen von brennenden Streichhölzern und Rauchwaren im Wald und in Waldesnähe – im Umkreis von 200 Metern um die Wälder.

Zuwiderhandlungen gegen diese Bestimmung können mit Bussen bestraft werden. Das Forstamt des Kantons Thurgau weist die Forstorgane an, die offiziellen Feuerstellen im Wald und in Waldesnähe mit einem Informationsplakat zu versehen. Das Departement für Justiz und Sicherheit wird ermächtigt, diesen Beschluss bei entscheidendem Rückgang der Brandgefahr aufzuheben.

Feuerwerk am 1. August nicht generell verboten

Der Regierungsrat des Kantons Thurgau verzichtet aber gleichzeitig auf ein generelles Feuerwerksverbot. "Selbstsprechend verboten ist jedoch das Anzünden von Feuerwerkskörpern im Wald und mit weniger als 200 Metern Abstand zum Wald", so die Regierung. Nicht generell verboten ist auch das Entfachen von Feuern in Siedlungsgebieten in geschützten Feuerstellen. Jedoch wird an die Eigenverantwortung der Bevölkerung appelliert, die Feuer nicht unbeaufsichtigt zu lassen und anschliessend mit Wasser zu löschen. Die Gemeinden werden ausserdem angehalten, bei allfälligem 1. August-Funken den Mindestabstand von 200 Metern zu Wäldern einzuhalten.

Wie der Regierungsrat weiter mitteilt, gelte das Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe mit der Publikation im Amtsblatt ab Freitag, 27. Juli 2018, bis auf Widerruf.

Wasserentnahmeverbot besteht nach wie vor

Gleichzeitig bekräftigt der Regierungsrat das Wasserentnahmeverbot für Oberflächengewässer im Kanton Thurgau. Ausgenommen vom Wasserentnahmeverbot seien weiterhin Rhein, Bodensee sowie das Grund- und Quellwasser. "Die Jagd- und Fischereiverwaltung ist in Zusammenarbeit mit Fischern immer noch bemüht, Fische aus Fliessgewässern zu retten, die zu versiegen drohen." Bislang wurden knapp 30 Kilometer Fliessgewässer im Kanton Thurgau abgefischt.

Trockenheit - Tiefer Pegelstand des Bodensees beeinträchtigt Schiffsverkehr

(sda) Der tiefe Wasserspiegel des Bodensees zeigt erste Folgen: Am deutschen Ufer werden einzelne Landestellen von den Bodensee-Schiffsbetrieben nicht mehr angefahren. An anderen muss mit Verzögerungen beim Ein- und Ausstieg gerechnet werden.

Wegen anhaltend hoher Temperaturen sei der Pegel des Bodensees derzeit auf einem niedrigen Stand, teilten die Bodensee-Schiffsbetriebe (BSB) am Montag mit. Dies habe Auswirkungen auf die Personenschifffahrt. Ab kommenden Mittwoch könne die Landestelle Bad Schachen nicht mehr bedient werden. Das Festspiel-Shuttle verkehre aber weiterhin.

An den Haltestellen der Kursschiffe auf der Insel Mainau müsse mit Verzögerungen beim Ein- und Ausstieg gerechnet werden, da die Schiffe nur noch stirnseitig anlegen könnten. Am Untersee werden an den Stationen Iznang, Reichenau und Mannenbach vorläufig keine Rollstühle mehr an Bord genommen. Die Situation werde weiter beobachtet, heisst es in der Meldung.

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