Jetzt ist es definitiv: Boris Babic bleibt beim FC St.Gallen und erhält einen neuen Vertrag bis 2023 

Ein starker Vertrauensbeweis trotz Kreuzbandriss: Die Ostschweizer verlängern den im Sommer auslaufenden Kontrakt mit ihrem verletzten Stürmer um drei Jahre. 

Christian Brägger
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Sieben Tore hat Boris Babic in der Vorrunde für den FC St.Gallen erzielt.

Sieben Tore hat Boris Babic in der Vorrunde für den FC St.Gallen erzielt.

Bild: Gian Ehrenzeller / KEYSTONE

Die Spatzen pfiffen es schon länger von den Dächern, nun ist die Vollzugsmeldung da: Der FC St.Gallen bindet seinen Stürmer Boris Babic weitere drei Jahre an sich. Ein starkes Signal des Vertrauens, zumal sich der 22-Jährige gerade von einem Kreuzbandriss im rechten Knie erholt, den er vor knapp drei Monaten in der ersten Halbzeit gegen Luzern erlitten hat – und dennoch 90 Minuten lang auf dem Platz stand. Notabene war jenes 0:1 die einzige St.Galler Niederlage der Rückrunde bis zur Corona-Zwangspause. 

Babic ist damit der zweite Spieler nach Jordi Quintillà, dessen auslaufender Kontrakt verlängert wird. Im Gegensatz zum Spanier griff beim Schweizer mit serbischen Wurzeln die im Vertragswerk eingebaute Option aber nicht, vielmehr musste die Weiterbeschäftigung neu besiegelt werden. Sportchef Alain Sutter sagt: «Boris hat einen enormen Sprung gemacht in dieser Saison und für uns stand es ausser Frage, ihn auch trotz seiner Knieverletzung weiter verpflichten zu wollen.»

Mit Babic wird die mittelbare Zukunft geplant

Würde Babic tatsächlich bis zum Ende der neuen Laufzeit bei den Ostschweizern bleiben, wäre er fast zehn Jahre im Verein. Seit 2014 und damit bereits als Junior pendelte der Walenstadter zwischen den Welten, vom beschaulichen Sarganserland her auf die Fussballplätze des FC St.Gallen und zurück. Nach leihweisen, aber unglücklichen Abstechern zum FC Biel und FC Vaduz hatte es jedoch eine Zeit lang nicht mehr gut ausgesehen für die Karriere – bis Trainer Peter Zeidler ins Spiel kam und den gereiften Babic im vergangenen Sommer ins Spiel nahm.   

Unter Trainer Peter Zeidler ist Babic förmlich aufgeblüht.

Unter Trainer Peter Zeidler ist Babic förmlich aufgeblüht. 

Ralph Ribi

Seit jenem Sommer geht es für alle Beteiligten aufwärts, den verletzungsbedingten Rückschlag und die Coronakrise davon einmal ausgenommen. Der FC St.Gallen ist mit seiner jungen, offensiv ausgerichteten Equipe Leader der Super League und damit vor den vermeintlichen Zugpferden der Liga. Und Babic hat mit sieben Treffern sowie zwei Assists massgeblichen Anteil am Höhenflug des Vereins, in dem er sich wohler fühlt denn je. 

Nicht die erste Verlängerung mit einem verletzten Spieler

Der FC St.Gallen hat schon einmal einen Vertrag mit einem am Kreuzband verletzten Spieler verlängert – ohne dabei zu wissen, in welchem Zustand jener nach der Reha sein wird.

War es bei Alain Wiss im Frühjahr 2019 aber eher dem sozialen Gewissen geschuldet, damit sich der Mittelfeldspieler trotz auslaufendem Kontrakt zumindest temporär keine Sorgen um die unmittelbare Zukunft machen musste, ist bei Babic die Lage anders: Mit ihm planen die Ostschweizer auch die mittelbare Zukunft. 

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