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INTERVIEW: «Es fehlte auch etwas das Glück»

FC-St.Gallen-Trainer Joe Zinnbauer spricht nach der Niederlage in Luzern von leichtsinnigen Fehlern, vom fehlenden Glück und der Entscheidung, Mohamed Gouaida neben Toko im defensiven Mittelfeld spielen zu lassen.
St. Gallen Trainer Joe Zinnbauer. (Bild: Keystone)

St. Gallen Trainer Joe Zinnbauer. (Bild: Keystone)

Joe Zinnbauer, Sie hatten gegenüber dem Spiel gegen die Grasshoppers eine Reaktion gefordert. Haben Sie eine solche gesehen?

Ja, wir haben ein ganz anderes Spiel hingelegt. Mir hat das weitgehend gut gefallen heute. Allerdings fehlte auch etwas das Glück in gewissen Situationen. Und wenn man leichtsinnige Fehler macht wie beim 0:1, zeigt sich halt die Qualität eines Teams wie Luzern.

St.Gallen hat dreimal in Folge verloren. Wird’s noch einmal ungemütlich?

Wenn du verlierst, ist’s immer ungemütlich. Auch Luzern hatte seine Durststrecke, so geht es allen mit Ausnahme von Basel. Wir hatten schon schlechtere Phasen. Die Niederlage gegen GC tut weh, gegen Basel und Luzern darfst du auch mal verlieren, auch wenn wir heute gerne Punkte mitgenommen hätten.

Es fällt auf, dass trotz Roy Gelmis Sperre ein valabler Ersatz wie Alain Wiss nicht im Aufgebot war. Weshalb?

Ich wollte neben Toko einen Sechser, der den Ball nach vorne bringt und Barnetta und Salihovic bedient. Diese offensive Qualität hat Gouaida eher als Wiss. Meiner Meinung nach hat es Gouaida so schlecht nicht gemacht. Das 0:1 kann nicht nur ihm angekreidet werden. (rst)

Daniel Lopar: Note 4: Muss schon nach fünf Minuten retten, als Marco Schneuwly alleine auf ihn zuläuft. Hat danach lange wenig zu tun. Ist schliesslich aber bei beiden Gegentoren chancenlos. Pariert in der Schlussphase einen Weitschuss von Nicolas Haas und verhindert damit das 0:3. (Bild: pd)Daniel Lopar: Note 4: Muss schon nach fünf Minuten retten, als Marco Schneuwly alleine auf ihn zuläuft. Hat danach lange wenig zu tun. Ist schliesslich aber bei beiden Gegentoren chancenlos. Pariert in der Schlussphase einen Weitschuss von Nicolas Haas und verhindert damit das 0:3. (Bild: pd)
Silvan Hefti: Note 3: Der junge St.Galler zeigt in der Defensive zunächst eine solide Leistung. Steht dann aber beim 0:2 zu wenig nahe bei Cedric Itten, der ihm enteilt und alleine vor Lopar trifft. Nach vorne zeigt Hefti zu Beginn zwei, drei verheissungsvolle Vorstösse, die aber letztlich nichts einbringen. (Bild: pd)Silvan Hefti: Note 3: Der junge St.Galler zeigt in der Defensive zunächst eine solide Leistung. Steht dann aber beim 0:2 zu wenig nahe bei Cedric Itten, der ihm enteilt und alleine vor Lopar trifft. Nach vorne zeigt Hefti zu Beginn zwei, drei verheissungsvolle Vorstösse, die aber letztlich nichts einbringen. (Bild: pd)
Karim Haggui: Note 4: Organisiert die Abwehr mit Übersicht. Im Kopfballspiel und eins-zu-eins-Situationen meist souverän. Bei Steilzuspielen wird er aber zu Beginn zweimal düpiert. Gegen Ende hin und wieder mit technischen Unsicherheiten. (Bild: pd)Karim Haggui: Note 4: Organisiert die Abwehr mit Übersicht. Im Kopfballspiel und eins-zu-eins-Situationen meist souverän. Bei Steilzuspielen wird er aber zu Beginn zweimal düpiert. Gegen Ende hin und wieder mit technischen Unsicherheiten. (Bild: pd)
Kofi Schulz: Note 2: Seine Aktionen nach vorne haben fast nie etwas Zwingendes. Auch in der Defensive in vielen Momenten ein Unsicherheitsfaktor, wird von Gegenspielern oft düpiert. Vor dem 0:1 verpasst er es, zu klären – und spielt einen gefährlichen Ball auf Gouaida. (Bild: pd)Kofi Schulz: Note 2: Seine Aktionen nach vorne haben fast nie etwas Zwingendes. Auch in der Defensive in vielen Momenten ein Unsicherheitsfaktor, wird von Gegenspielern oft düpiert. Vor dem 0:1 verpasst er es, zu klären – und spielt einen gefährlichen Ball auf Gouaida. (Bild: pd)
Andreas Wittwer: Note 3: Willig und am Ball solide, findet den Zugang zum Spiel aber nur selten. Verpasst es in einer Situation vor der Pause, entschiedener in den Abschluss zu gehen. (Bild: pd)Andreas Wittwer: Note 3: Willig und am Ball solide, findet den Zugang zum Spiel aber nur selten. Verpasst es in einer Situation vor der Pause, entschiedener in den Abschluss zu gehen. (Bild: pd)
Nzuzi Toko: Note 4: Kämpferisch zeigt Toko eine starke Leistung, ist vor der Abwehr physisch sehr präsent und entschärft viele Luzerner Angriffe schon in der Auslösung. Nach vorne ist von ihm aber weniger zu sehen als noch vor einigen Wochen. (Bild: pd)Nzuzi Toko: Note 4: Kämpferisch zeigt Toko eine starke Leistung, ist vor der Abwehr physisch sehr präsent und entschärft viele Luzerner Angriffe schon in der Auslösung. Nach vorne ist von ihm aber weniger zu sehen als noch vor einigen Wochen. (Bild: pd)
Mohamed Gouaida: Note 2: Ist vor der Abwehr ein Unsicherheitsfaktor. Vertändelt in der Vorwärtsbewegung zu oft den Ball und strahlt wenig Ruhe aus. Zum Beispiel vor dem 0:1 nach gut 70 Minuten, als ihm der Ball vom Fuss springt. (Bild: pd)Mohamed Gouaida: Note 2: Ist vor der Abwehr ein Unsicherheitsfaktor. Vertändelt in der Vorwärtsbewegung zu oft den Ball und strahlt wenig Ruhe aus. Zum Beispiel vor dem 0:1 nach gut 70 Minuten, als ihm der Ball vom Fuss springt. (Bild: pd)
Marco Aratore: Note 4: Laufbereit, fällt in der zweiten Halbzeit auf mit einer kämpferischen Leistung und mit seinen Vorstössen über rechts, die aber zu oft im Nichts versanden. (Bild: pd)Marco Aratore: Note 4: Laufbereit, fällt in der zweiten Halbzeit auf mit einer kämpferischen Leistung und mit seinen Vorstössen über rechts, die aber zu oft im Nichts versanden. (Bild: pd)
Sejad Salihovic: Note 3: Steht zum ersten Mal in der St.Galler Startformation. Hat zunächst Mühe, ins Spiel zu kommen und ist in der ersten Halbzeit kaum zu sehen. Nach der Pause deutet er seine Übersicht und seine technischen Fähigkeiten an – und hat mit einem starken Freistoss eine der grössten St.Galler Chancen. (Bild: pd)Sejad Salihovic: Note 3: Steht zum ersten Mal in der St.Galler Startformation. Hat zunächst Mühe, ins Spiel zu kommen und ist in der ersten Halbzeit kaum zu sehen. Nach der Pause deutet er seine Übersicht und seine technischen Fähigkeiten an – und hat mit einem starken Freistoss eine der grössten St.Galler Chancen. (Bild: pd)
Tranquillo Barnetta: Note 4: Nach einem schwächeren Spiel gegen Basel und der Sperre gegen die Grasshoppers gehört er wieder zu den besten St.Gallern. Macht kaum Fehler und ist sicher am Ball. Was fehlt, ist die Genauigkeit bei Abschlüssen und die entscheidende Aktion, die zu Gefahr führt. (Bild: pd)Tranquillo Barnetta: Note 4: Nach einem schwächeren Spiel gegen Basel und der Sperre gegen die Grasshoppers gehört er wieder zu den besten St.Gallern. Macht kaum Fehler und ist sicher am Ball. Was fehlt, ist die Genauigkeit bei Abschlüssen und die entscheidende Aktion, die zu Gefahr führt. (Bild: pd)
Albian Ajeti: Note 3: Ist sehr bemüht, als einzige Sturmspitze aber sehr gut abgeschirmt von der Luzerner Verteidigung. Hat eine einzige Abschlusschance in der ersten Halbzeit, dabei rutscht ihm der Ball aber über den Rist. (Bild: pd)Albian Ajeti: Note 3: Ist sehr bemüht, als einzige Sturmspitze aber sehr gut abgeschirmt von der Luzerner Verteidigung. Hat eine einzige Abschlusschance in der ersten Halbzeit, dabei rutscht ihm der Ball aber über den Rist. (Bild: pd)
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Die Noten der FCSG-Spieler gegen Luzern

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