Interesse aus der Bundesliga und Frankreich – die Zeit von FCSG-Sturmjuwel Ermedin Demirovic in St.Gallen geht zu Ende

Diverse Clubs aus Deutschland und der Ligue-1-Verein St-Etienne haben FCSG-Stürmer Ermedin Demirovic auf dem Zettel. FCSG-Trainer Peter Zeidler sagt: «Leider wird er uns verlassen.»

Patricia Loher
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Ermedin Demirovic hat massgeblich zum St.Galler Höhenflug beigetragen.

Ermedin Demirovic hat massgeblich zum St.Galler Höhenflug beigetragen.

Michel Canonica

Der FC St. Gallen wird seinen Stürmer Ermedin Demirovic nicht halten können. Trainer Peter Zeidler sagte gegenüber der französischen Zeitung «L’Est Republicain»: «Leider wird er uns verlassen, weil er immer noch im Besitz von Alaves ist und von einer Reihe von Bundesliga-Vereinen und auch von St-Etienne in Frankreich, umworben wird.» Offenbar soll vor allem Freiburg heftig um Demirovic buhlen.

Treffsicherer Stürmer

Der 22-jährige Bosnier Demirovic ist in Hamburg aufgewachsen und spielt seit September 2019 auf Leihbasis für St.Gallen. Seine Stärken wurden schnell offensichtlich: In 16 Partien traf der bosnische U21-Internationale neunmal und lieferte vier Vorlagen.

Damit war der Stürmer massgeblich am Höhenflug St.Gallens beteiligt. Hinter Jean-Pierre Nsame von den Young Boys – er war in 21 Partien 18mal erfolgreich – ist Demirovic der zweitbeste Torschütze der Super League. Zeidler sagte über die Entwicklung des Spielers:

«Was bei Demirovic abgeht, ist unglaublich.»

Wechselt Demirovic den Club und sollte die Super League Mitte Juni fortgesetzt werden, sieht sich St. Gallen mit dem Problem konfrontiert, dass der Leihvertrag des Stürmers grundsätzlich Ende Juni ausläuft.

Kommt ein Spieler aus Monaco?

Wie «L’Est Republicain» weiter schreibt, soll sich St. Gallen für den 19-jährigen Sofiane Diop von Monaco interessieren. Der offensive Mittelfeldspieler wurde von den Monegassen für diese Meisterschaft an Zeidlers früheren Club Sochaux ausgeliehen und soll in der nächsten Saison nochmals bei einem anderen Verein Spielpraxis sammeln.

Über seine eigene Zukunft sagt der Trainer des Super-League-Leaders: «Ich will es nicht an Ehrgeiz vermissen lassen, aber ich bin jetzt 58. Ich will nicht immer zu bescheiden sein. Ich weiss, dass ich in der Ligue 1 oder Deutschland trainieren könnte, aber es gibt in St. Gallen mit Alain Sutter noch viel zu tun.»

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