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Kommentar

Im Schatten des FCSG: Die Ostschweiz ist vor allem in Randsportarten stark – oder mischt sogar an der Weltspitze mit

Die Ostschweizer Sportwelt ist vielfältig. Es gibt nicht nur den FC St.Gallen. Und die Kleinen sind auch erfolgreich. Das Badmintonteam aus Uzwil ist beispielsweise gerade zum dritten Mal Schweizer Meister geworden.
Daniel Good
Daniel Good. (Bild: Urs Bucher)

Daniel Good. (Bild: Urs Bucher)

Der BC Uzwil ist mit seinem Meistertitel in guter Gesellschaft. Im Squash feierte Grabs im dritten Playoff-Final den ersten Titelgewinn in der NLA. Die Volleyballer aus Amriswil gehören schon lange zur nationalen Spitze, gewannen den Cupfinal und bestreiten den Playoff-Final gegen Titelverteidiger Lausanne.

Es gibt weitere gute Beispiele für erfolgreiches heimisches Schaffen in Teamsportarten. Die Ringer aus Kriessern holten den bereits zwölften Mannschaftsmeistertitel. Die Toggenburger Volleyballerinnen stiegen in die NLA auf. Im Handball der Frauen ist der LC Brühl für den Playoff-Final qualifiziert. Das Wiler Tischtennisteam wurde dreimal in Folge Schweizer Meister. Und die Lütisburger Voltigiererinnen gehören im Reitsport sogar seit Jahren zur Weltspitze.

Auch kleinere Vereine wie der BC Uzwil vermögen grosse Begeisterung auszulösen. (Bild: Benjamin Manser)

Auch kleinere Vereine wie der BC Uzwil vermögen grosse Begeisterung auszulösen. (Bild: Benjamin Manser)

Die Bemühungen dieser Vereine sind wichtig für das soziale Gefüge in unserer Gesellschaft. Die Erfolge beruhen in vielen Fällen auf herausragender Arbeit im Nachwuchs. Auf den Anstrengungen von Funktionären, die reichlich Herzblut und Freizeit in den Sportclub stecken. Überlebenswichtig für das Gedeihen der Randsportarten ist freilich auch der Support der Politischen Gemeinden und von Korporationen wie Ortsgemeinden. Ohne intakte und grosszügige Infrastruktur wären die meisten der erwähnten und nichterwähnten Siege unmöglich gewesen. Die Region ist gut bedient mit tauglichen Sportanlagen. Besser geht immer.

Viele Politiker wissen um den Wert der lokalen Sportclubs. Sportvereine dienen auch der Integration der Bevölkerung in einer Welt, die für viele etwas aus den Fugen geraten ist. Im Clubheim kommt die Gemütlichkeit nicht zu kurz.

Bedeutend ist die Rolle der Sponsoren, die nicht auf Effekthascherei aus sind. Randsportarten sind in ländlichen Gebieten besser aufgehoben. Nur mit Leidenschaft geht es aber auch im Dorf und in der Kleinstadt nicht. Der Schreiner, der Fahrlehrer und die lokale Bank sind als Geldgeber unentbehrlich. Denn auch in Randsportarten sind Erfolge nicht gratis. Teilweise kommen ausländische Profis zum Einsatz, die extra für ihre Spiele eingeflogen werden.

Die öffentliche Hand darf sich die Randsportarten etwas kosten lassen. Das sind sinnvolle Investitionen. Dass die Sportler im Schatten der grossen Publikumssportarten ihre Berechtigung haben, ist unbestritten. Sie sind ein Bestandteil des öffentlichen Lebens. Wie Musikvereine, Fasnächtler und Tambourengesellschaften.

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