«Ich dachte: Kann das gut gehen?»

Stefano Razzetti war überrascht, als St. Gallens Trainer Jeff Saibene im Sommer die Idee mit zwei Stammtorhütern präsentierte. Dass das Modell mit Marcel Herzog und Daniel Lopar funktioniert, ist für den Torhütertrainer aber kein Zufall.

Ralf Streule
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Bis 2008 stand Stefano Razzetti im Tor der St. Galler. Heute ist er bei den Ostschweizern Torhütertrainer. (Bild: ky/Peter Klaunzer)

Bis 2008 stand Stefano Razzetti im Tor der St. Galler. Heute ist er bei den Ostschweizern Torhütertrainer. (Bild: ky/Peter Klaunzer)

FUSSBALL. Zwei Stammtorhüter, die sich alle zwei Spiele abwechseln? Die Idee, die St. Gallens Trainer Jeff Saibene im Sommer präsentierte, überraschte die Anhänger des Clubs. Auch die Begründung, dass Marcel Herzog und Daniel Lopar schlicht gleich stark seien, konnte kaum jemanden überzeugen. Die Bilanz nach der Hinrunde ist aber positiv, beide Torhüter haben kaum Fehler begangen. Im Tagblatt-Interview verrät Torhütertrainer Stefano Razzetti, dass auch er zunächst skeptisch war. «Ich dachte: Kann das gut gehen?», sagt der Italiener, der von 2003 bis 2008 im Tor der St. Galler gestanden hatte. Denn eigentlich sei es für die Arbeit eines Torhütertrainers stets das Einfachste, wenn er eine klare Nummer eins habe und eine Nummer zwei, die vom Stammtorhüter profitiere.

Da aber die Situation beim FC St. Gallen mit gleichwertigen Goalies anders sei, habe er sich schnell vom Modell überzeugen lassen. Dass es nun funktioniere, sei kein Zufall. Beide Goalies seien genügend reif, um am neuen System zu wachsen. Einerseits hätten sich Differenzen zwischen den beiden gelegt, zweitens seien beide im Training sehr präsent. Dennoch strebten beide weiterhin die alleinige Nummer eins an, sagt Razzetti. Weiter spricht er im Interview von den Unterschieden und Stärken der beiden Torhüter. «Herzog ist der erfahrene und ruhige Torhüter, Lopar der instinktive, reaktionsschnelle.»

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