Höchstes Traineramt
Nachfolger von Helgi Kolvidsson – der frühere FCSG-Spieler Martin Stocklasa übernimmt das Nationalteam Liechtensteins

Erstmals hat ein Einheimischer das höchste Traineramt im Fürstentum Liechtenstein inne: Der bisherige U21-Nationaltrainer Martin Stocklasa führt die Auswahl Liechtensteins im kommenden Frühling in die Qualifikation zur WM 2022. Erste Erfahrungen als Trainer sammelte Stocklasa in St.Gallen.

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Martin Stocklasa als U21-Nationaltrainer Liechtensteins während eines EM-Qualifikationsspiels gegen Frankreich in Strassburg.

Martin Stocklasa als U21-Nationaltrainer Liechtensteins während eines EM-Qualifikationsspiels gegen Frankreich in Strassburg.

Eurasia Sport Images/ Getty Images Europe

(pd/pl) Der langjährige Profi und 113-fache Nationalspieler Martin Stocklasa wird Nachfolger von Helgi Kolvidsson. Er unterschrieb einen Vertrag für zwei Jahre.

Für Martin Stocklasa ist die Möglichkeit, diese Trainerfunktion beim Liechtensteiner Verband (LFV) ausführen zu dürfen, eine Ehre. In einem Communiqué lässt er sich folgendermassen zitieren:

«Ich bin dankbar, dass ich Nationaltrainer sein darf. Die Herausforderung wird gross sein, aber genau deshalb bin und will ich Trainer sein. Und als Liechtensteiner in Liechtenstein Nationaltrainer zu sein, ist umso schöner.»

Auch LFV-Präsident Hugo Quaderer freut sich und ist überzeugt, dass es der Findungskommission und dem Vorstand gelungen ist, mit dem 41-jährigen Martin Stocklasa den richtigen Mann für die nächsten Jahre gefunden zu haben.

Stocklasa kennt die Gegebenheiten im Land

Für die Ernennung des bisherigen U21-Coaches spreche, so Hugo Quaderer, nicht nur die Trainererfahrung auf internationaler Ebene, sondern unter anderem auch, dass er als Liechtensteiner, die Gegebenheiten im Land bestens kenne: «Martin Stocklasa hat sich unter den Bewerbern klar durchgesetzt. Er hat das notwendige Trainertalent und aus diesem Grund haben wir ihm unser Vertrauen geschenkt.»

Im Herbst 2016 auf dem Weg zum Training in St.Gallen: Co-Trainer Martin Stocklasa (Mitte), Goalietrainer Stefano Razzetti (links) und der damalige Assistenzcoach Daniel Tarone. Wenig später musste Stocklasa gehen.

Im Herbst 2016 auf dem Weg zum Training in St.Gallen: Co-Trainer Martin Stocklasa (Mitte), Goalietrainer Stefano Razzetti (links) und der damalige Assistenzcoach Daniel Tarone. Wenig später musste Stocklasa gehen.

Eddy Risch/Keystone

Assistenztrainer von Joe Zinnbauer

Nach dem Ende seiner Aktivkarriere vor sechseinhalb Jahren war Stocklasa in der Ostschweiz im Junioren-Förderprogramm Future Champs Ostschweiz engagiert. Ab Januar 2016 amtete er neben Daniel Tarone als Assistenztrainer von Joe Zinnbauer, ehe er wenige Monate später in damals unruhigen Zeiten entlassen wurde.

Stocklasa begann seine Karriere bei Eschen-Mauren. Über Vaduz, Kriens, den FC Zürich, und Dynamo Dresden wechselte er zum SV Ried nach Österreich, wo er Cupsieger wurde. Im Sommer 2011 kehrte Stocklasa in die Schweiz zurück und stieg mit dem FC St. Gallen sogleich in die Super League auf. Nach zwei Jahren in der höchsten Schweizer Liga und Spielen in der Europa League beendete er seine Karriere 2014.

Danach wechselte er in seine Heimat. Im LFV war er unter anderem U15-Nationaltrainer und Talentmanager, seit Januar 2019 ist Stocklasa Coach der U21-Auswahl.