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Hefti, Babic, Itten: Der FCSG kämpft sich nach frühem Rückstand zurück und siegt gegen Lugano mit 3:2

Das Heimspiel gegen den FC Lugano hätte für den FC St.Gallen nicht schlechter beginnen können: Nach 10 Minuten lag Grün-Weiss im Rückstand und hatte einen Penalty verschossen. Nach einer gelb-roten Karte gegen Luganos Custodio folgte eine eindrückliche Aufholjagd, die dem FCSG drei wichtige Punkte beschert.
Luca Ghiselli
Captain Silvan Hefti (Mitte) leitete mit seinem Ausgleich zu Beginn der zweiten Hälfte die St.Galler Aufholjagd ein. (Bild: Gian Ehrenzeller/KEY)

Captain Silvan Hefti (Mitte) leitete mit seinem Ausgleich zu Beginn der zweiten Hälfte die St.Galler Aufholjagd ein. (Bild: Gian Ehrenzeller/KEY)

Die Tore

  • 0:1, 10. Minute, Filip Holender: Ein Klärungsversuch von FCSG-Captain Silvan Hefti misslingt, der Ball fällt direkt vor die Füsse von Carlinhos. Der Brasilianer im Dienste der Luganesi passt zum völlig freistehenden Holender, der ohne Probleme zur Tessiner Führung einschieben kann.
  • 1:1, 54. Minute, Silvan Hefti: Görtler bringt einen hohen Ball in den Tessiner Strafraum, wo eine Luganese nur ungenügend per Kopf klären kann. Hefti steht bereit und lässt Noam Baumann mit einem satten Volley keine Chance.
  • 2:1, 63. Minute, Boris Babic: Der Joker sticht! Babic tankt sich nach einer sehenswerten Kombination mit Victor Ruiz durch den Strafraum und schiebt mit dem Aussenrist zur Führung ein.
  • 3:1, 74. Minute, Cedric Itten: Nach einem Missverständnis in der Tessiner Abwehr kommt Guillemenot zum Abschluss, trifft aber nur den Pfosten. Itten steht bereit und netzt zum 3:1 ein.
  • 3:2, 94. Minute, Filip Holender: Ein schneller Gegenstoss führt zum späten Anschlusstreffer für Lugano, Holender macht seinen Doppelpack perfekt, Stojanovic ist ohne Abwehrchance.

Die Spiel-Analyse

Die St.Galler starten aggressiv in die Partie. Bereits nach fünf Minuten reisst Lugano-Verteidiger Fulvio Sulmoni den St.Galler Cedric Itten im Strafraum der Luganesi zu Boden, Schiedsrichter Sandro Schärer zögert keine Sekunde und zeigt auf den Punkt. Itten scheitert mit seinem satten, aber nicht besonders platzierten Schuss vom Penaltypunkt an einem stark parierenden Lugano-Goalie Noam Baumann.

Und so kommt es, wie es das Fussball-Cliché vorsieht: Wer die Tore vorne nicht macht, kassiert sie hinten im Gegenzug. In der 10. Minute erzielt Lugano-Flügelstürmer Filip Holender das 0:1 für die Luganesi.

Nach dieser turbulenten und unglücklichen Startphase haben die Ostschweizer Mühe, den Tritt wieder zu finden. Die St.Galler Offensive um Itten, Guillemenot und Ruiz ist zwar bemüht, viele Angriffsversuche enden aber nicht mit einem Torschuss, sondern mit einem Fehlpass.

Bereits nach einer halben Stunde wechselt FCSG-Trainer Peter Zeidler ein erstes Mal: Der junge Rebsteiner Betim Fazliji muss vom Feld, für ihn kommt Boris Babic. Das Signal ist klar: Jetzt muss etwas nach vorne gehen. Der eingewechselte Babic kommt zwar zweimal zum Abschluss, richtig gefährlich wird es vor dem Tor von Noam Baumann bis zum Halbzeitpfiff dennoch nicht. Dafür sind die St.Galler Angriffe schlicht zu wenig präzise und konsequent.

Die zweite Halbzeit beginnt wie schon die erste mit einem Paukenschlag. 30 Sekunden nach Wiederanpfiff schickt Schiedsrichter Sandro Schärer den Luganese Olivier Custodio mit Gelb-Rot wegen Ballwegschlagens vom Platz. Jetzt igelt sich Lugano ein und lauert auf Konter, während die St.Galler in der gegnerischen Platzhälfte den Ball laufen lassen – und das mit Erfolg. In der 54. Minute macht Captain Silvan Hefti seinen Fehler wieder gut und trifft sehenswert zum 1:1.

Jetzt sind die Gäste aus Lugano in Schwierigkeiten. Die St.Galler pressen, von den Heimfans angepeitscht, sehr hoch, erobern viele Bälle zurück und gehen mit Guillemenot fast in Führung. In der 64. Minute werden die Ostschweizer dann für ihren Effort belohnt: Boris Babic bringt die St.Galler in Führung, der Kybunpark tobt! Und es kommt noch besser: In der 74. Minute gelingt Cedric Itten nach einem Pfostenschuss von Jeremy Guillemenot das 3:1. Zwei Minuten später bewahrt Dejan Stojanovic mit einer Glanzparade gegen Vecsei den FCSG vor dem Anschlusstreffer. Der Anschlusstreffer von Filip Holender in der Nachspielzeit bleibt zum Glück für Grün-Weiss ohne Konsequenzen.

Der Beste

Victor Ruiz zeigt abermals eine sehr starke Leistung. Der Spanier glänzt im Kombinationsspiel, erläuft zahlreiche Bälle und bereitet sowohl Babics Führungstreffer zum 2:1 als auch Guillemenots Pfostenschuss, aus dem das 3:1 resultiert, vor.

Auch Boris Babic belohnt das Vertrauen von Trainer Peter Zeidler mit einer starken Leistung. Er kommt nach einer halben Stunde für Fazliji, beweist sich als Aktivposten der St.Galler Offensive und trifft zur Führung.

Dejan Stojanovic: Note 5. Bei den Gegentoren machtlos. Eine Unsicherheit vor der Pause, danach aber stark.Dejan Stojanovic: Note 5. Bei den Gegentoren machtlos. Eine Unsicherheit vor der Pause, danach aber stark.
Silvan Hefti: Note 5. Sein zu kurzer Klärungsversuch hat das 0:1 zur Folge. Der Captain macht seinen Fehler mit einem schönen Tor aber wett.Silvan Hefti: Note 5. Sein zu kurzer Klärungsversuch hat das 0:1 zur Folge. Der Captain macht seinen Fehler mit einem schönen Tor aber wett.
Yannis Letard: Note 4. Nach einer nicht sehr guten ersten Halbzeit steigert sich der Franzose. Doch dann unterläuft er einen Ball, was Lugano mit dem 2:3 bestraft.Yannis Letard: Note 4. Nach einer nicht sehr guten ersten Halbzeit steigert sich der Franzose. Doch dann unterläuft er einen Ball, was Lugano mit dem 2:3 bestraft.
Leonidas Stergiou: Note 4.5. Der 17-Jährige ruft eine solide, eher unauffällige Leistung ab.Leonidas Stergiou: Note 4.5. Der 17-Jährige ruft eine solide, eher unauffällige Leistung ab.
Victor Ruiz: Note 5. Stark nach der Pause. Bereitet das 2:1 und das 3:1 vor.Victor Ruiz: Note 5. Stark nach der Pause. Bereitet das 2:1 und das 3:1 vor.
Lukas Görtler: Note 4.5. Kämpferisch gibt es ihm nichts vorzuwerfen. Lange kommt offensiv von ihm aber zu wenig, ehe er das 1:1 einleitet.Lukas Görtler: Note 4.5. Kämpferisch gibt es ihm nichts vorzuwerfen. Lange kommt offensiv von ihm aber zu wenig, ehe er das 1:1 einleitet.
Jordi Quintillà: Note 4.5. Wie immer sehr ballsicher, offensiv aber mit wenig Einfluss. Geht nach einer Stunde mit einem rüden Foul das Risiko ein, die rote Karte zu kassieren.Jordi Quintillà: Note 4.5. Wie immer sehr ballsicher, offensiv aber mit wenig Einfluss. Geht nach einer Stunde mit einem rüden Foul das Risiko ein, die rote Karte zu kassieren.
Boris Babic: Note 5. Wird nach einer halben Stunde eingewechselt. Erzielt sein erstes Super-League-Tor.Boris Babic: Note 5. Wird nach einer halben Stunde eingewechselt. Erzielt sein erstes Super-League-Tor.
Cedric Itten: Note 5. Nach seinem verschossenen Penalty gerät St. Gallen aus dem Takt. Doch der Stürmer kehrt stark zurück und trifft zum 3:1.Cedric Itten: Note 5. Nach seinem verschossenen Penalty gerät St. Gallen aus dem Takt. Doch der Stürmer kehrt stark zurück und trifft zum 3:1.
Vincent Rüfli: Note 4. Der Routinier ersetzt den gesperrten Miro Muheim. Er macht das mehrheitlich solide.Vincent Rüfli: Note 4. Der Routinier ersetzt den gesperrten Miro Muheim. Er macht das mehrheitlich solide.
Betim Fazliji. Note: 4. An ihm liegt es nicht, dass St. Gallen zwischenzeitlich aus dem Tritt gerät. Wird aus taktischen Gründen schliesslich früh ausgewechselt.Betim Fazliji. Note: 4. An ihm liegt es nicht, dass St. Gallen zwischenzeitlich aus dem Tritt gerät. Wird aus taktischen Gründen schliesslich früh ausgewechselt.
Jérémy Guillemenot. Note: 4. In der ersten Halbzeit kaum zu sehen, kommt dann aber besser ins Spiel.Jérémy Guillemenot. Note: 4. In der ersten Halbzeit kaum zu sehen, kommt dann aber besser ins Spiel.
Fabiano Alves: Keine Bewertung. Kommt in der 81. Minute. Das reicht nicht für eine Note.Fabiano Alves: Keine Bewertung. Kommt in der 81. Minute. Das reicht nicht für eine Note.
Angelo Campos: Keine Bewertung. Wird erst in der 79. Minute für Guillemenot eingewechselt.Angelo Campos: Keine Bewertung. Wird erst in der 79. Minute für Guillemenot eingewechselt.
14 Bilder

Ruiz der Assistgeber, Babic mit Trefferpremiere: Die Noten der FCSG-Spieler zum Heimsieg gegen den FC Lugano

Der Schlechteste

Während in der ersten Halbzeit gleich mehrere FCSG-Akteure unter ihrem Niveau agieren, wachsen in Halbzeit zwei fast alle über sich hinaus. Einen Schlechtesten auszumachen ist da kaum möglich.

Aufgefallen

Nach 30 Minuten nimmt Peter Zeidler bereits einen taktischen Wechsel vor: Betim Fazliji verlässt das Feld für Stürmer Boris Babic. Für den jungen Rebsteiner Mittelfeldakteur keine einfache Situation: Zeidler erklärt ihm den Wechsel noch an der Seitenlinie.

Der Schiedsrichter

Die Spieler des FC Lugano (mit Ex-Expe Marco Aratore ganz recht) beschweren sich bei Schiedsrichter Sandro Schärer, nachdem er Olivier Custodio vom Platz gestellt hat. (Bild: Marc Schumacher/freshfocus)

Die Spieler des FC Lugano (mit Ex-Expe Marco Aratore ganz recht) beschweren sich bei Schiedsrichter Sandro Schärer, nachdem er Olivier Custodio vom Platz gestellt hat. (Bild: Marc Schumacher/freshfocus)

Fifa-Schiedsrichter Sandro Schärer macht seine Sache sehr gut. Der Penalty gegen Lugano ist berechtigt, die gelb-rote Karte gegen Olivier Custodio ebenso.

Die Fans...

...haben Fabio Daprelàs Horrorfoul an Cedric Itten vom September 2018 nicht vergessen. Bereits bei der Verkündung der Aufstellungen wird der Lugano-Verteidiger gnadenlos ausgepfiffen – und später bei jeder Ballberührung. Auch Ex-Espe Marco Aratore wird bei jeder Ballberührung ausgebuht.

Cedric Itten selbst geht die Sache entspannter an. Vor dem Anpfiff kommt es zum Handshake zwischen ihm und Daprelà.

(Bild: KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

(Bild: KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Die Reaktionen

Fabio Celestini: Der gehaltene Penalty hat uns Mut gemacht, wir kamen gut ins Spiel. Nach der roten Karte hat uns aber die Hitze zu schaffen gemacht, es gab mehr Räume für die Gegner. St.Gallen wollte nicht verlieren, das haben sie eindrücklich gezeigt. Sie haben uns für unsere Fehler bestraft, und sie haben den Sieg verdient.

Peter Zeidler: Es freut mich, dass Fabio Celestini von einem verdienten Sieg spricht. Der verschossene Elfmeter hat uns nicht geholfen, danach war's ein ausgeglichenes Spiel. Wir hatten eine Phase, in der wir uns wieder fangen mussten. Wenn das 2:0 gefallen wäre, wäre es sehr schwierig geworden. Die rote Karte war eine Zäsur. Es hat uns geholfen, auf unsere Fans zu spielen. Jetzt kommt eine lange Pause, da war es wichtig, für die Tabelle und die Zuschauer mit einem guten Gefühl in diese Pause zu gehen.

Das Spiel im Liveticker nachlesen:

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