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Harakiri-Abwehr: Der FC St.Gallen verliert 2:4 gegen Sion

Im ersten Heimspiel der neuen Saison traf der FC St.Gallen auf den FC Sion. Wer nach dem starken Auftritt in Basel auf einen Heimsieg gehofft hatte, wurde enttäuscht. Der FCSG zeigte in der Defensive eklatante Mängel.
Martin Oswald
Raphael (Sion) erzielt gegen Milan Vilotic, Andreas Wittwer und Torhüter Dejan Stojanovic (St.Gallen) das Tor zum 0:1 . (Foto: Marc Schumacher/freshfocus)

Raphael (Sion) erzielt gegen Milan Vilotic, Andreas Wittwer und Torhüter Dejan Stojanovic (St.Gallen) das Tor zum 0:1 . (Foto: Marc Schumacher/freshfocus)

Die Tore

  • 17. Minute, 0:1 für Sion: Ein Freistoss aus dem Halbfeld verwertet Raphael mit dem Kopf aus drei Metern - Goalie Stojanovic wird auf dem falschen Fuss erwischt.
  • 36. Minute, das 0:2: Wieder ein Freistoss, wieder ein Kopftor. Pajtim Kasami auf Moussa Djitté, der Ball landet via Pfosten in der weiten Torecke. Die Verteidigung der Espen steht erneut zu weit weg vom Gegenspieler.
  • 72. Minute, 1:2. Nach einem Freistoss von Yannis Tafer gelingt Captain Silvan Hefti per Kopf der Anschlusstreffer. Erst am Donnerstag gelang ihm gegen Sarpsborg sein erster Treffer in der Europa League.
  • 75. Minute, 1:3. Quasi im Gegenzug erhöht Sion wieder um ein Tor. Zum vierten Mal nach einer Standardsituation. Anto Grgic trifft aus 25 Metern perfekt unter die Latte. Goalie Stojanovic bleibt ohne Chance.
  • 83. Minute, 1:4. Jetzt kommt es Knüppeldick für Grün-Weiss. Ein Pass in die Tiefe und schon trifft Philippe Costa allein vor dem Tor zum 4:1 für Sion.
  • 90. Minute, 2:4: Cedric Itten, in der zweiten Halbzeit kaum gesehen, trifft mit einem strammen Weitschuss in die rechte Torecke.

Die Spiel-Analyse

Die Mannschaft von Peter Zeidler strahlte nach zuletzt zwei Siegen Selbstvertrauen aus, kassierte aber in der ersten Halbzeit zwei ärgerliche Kopftore nach Freistössen. Die Verteidigung mit Lüchinger, Hefti, Vilotic und Wittwer hinterliess keinen guten Eindruck. Sie standen nicht nur bei den Toren zu wenig nah beim Gegner. Klare Chancen auf St.Galler Seite blieben in der ersten Halbzeit Mangelware. Die Beste hatte Cedric Itten - sein Kopfball klatschte an den Innenpfosten. In der zweiten Halbzeit bemühten sich die St.Galler um den Anschlusstreffer, der ihnen durch Hefti auch gelang. Doch schon Minuten später hatten die Walliser den alten Tor-Abstand wieder hergestellt. Erneut zeigten Vilotic und Co. eklatante Mängel im Defensivverhalten. Trainer Peter Zeidler hatte schon vor dem Spiel davon gesprochen, die Harakiri-Aktionen in der Abwehr vermeiden zu wollen. Kämpferisch kann man der Mannschaft nichts vorwerfen, aber wer so schwach verteidigt, hat keine Punkte verdient.

Der Beste

Yannis Tafer und Nassim Ben Khalifa fallen mit einer kämpferisch starken Leistung auf. Doch den beiden Offensivkräften gelingt an diesem Nachmittag kein Treffer.

Dereck Kutesa: Note 3.5. Physisch präsent, aber mit weniger Power als in den Spielen zuvor. Ungewohnt viele Ballverluste.
Nicolas Lüchinger: Note 3. Durch seinen Offensivdrang fehlt er hinten zu oft. Sion kommt immer wieder über seine Seite.
Jordi Quintilla: Note 3.5. Blasser Auftritt des Argentiniers. Fein am Ball, aber gegen robuste Sittener zu wenig präsent.
Vincent Sierro: Note 3.5. Zuerst im halblinken Mittelfeld. Nach der Pause vor der Abwehr, wo er besser zur Geltung kam.
Yannis Tafer: Note 4. Läuft und kämpft mehr als auch schon. Bereitet das 1:2 per Freistoss vor.
Milan Vilotic: Note 3. Müsste die Lufthoheit im eigenen Strafraum haben. Verliert aber die entscheidenden Zweikämpfe.
Andreas Wittwer: Note 3.5. Über seine linke Seite kommt Sion seltener durch. Dennoch keiner, der dem Gegner Angst macht.
Dejan Stojanovic: Note 3. Vier Gegentreffer, sonst selten geprüft. Könnte er bei den Freistössen vor den Gegentoren rauslaufen und klären?
Marco Aratore: Note 3. Kommt nach 64 Minuten für Kutesa. Ein Abschluss, bringt aber nicht den erhofften Schwung.
Majeed Ashimeru: Note 4. Deutlich agiler und robuster als Quintillà, den er nach der Pause ersetzt.
Nassim Ben Khalifa: Note 4. Sehr auffällig in der ersten Halbzeit, hilft auch defensiv aus. Im zweiten Umgang abgetaucht.
Roman Buess: Kommt acht Minuten vor dem Ende. Zu kurz für eine Benotung.
Silvan Hefti: Note 3.5. Bügelt öfters Fehler aus und erzielt das erste St. Galler Tor. Aber vier Gegentore sprechen nicht für den Abwehrchef.
Cedric Itten: Note 4. Ein Pfostenkopfball (28.) und ein Tor in der Schlussminute. Kriegt zu wenig brauchbare Bälle.
14 Bilder

Kein Spieler kommt über eine vier hinaus: Die Noten der FCSG-Spieler gegen Sion

Der Schlechteste

Nicolas Lüchinger gefällt mit seinen offensiven Flügelläufen und Flanken, fehlt dafür im Gegenzug Mal für Mal in der Verteidigung und gewährt Sion so über seine Seite viel Raum für Konter. Auch Milan Vilotic zieht einen schwachen Nachmittag ein. Er steht bei zwei Gegentreffern im Schilf.

Der Aufreger

Nicolas Lüchinger stürmte in der 56. Minute Richtung Tor und wurde an der Strafraumgrenze gefoult. Schiedsrichter Jaccottet entschied zuerst auf Penalty, korrigierte nach Rücksprache mit dem Linienrichter aber auf Freistoss. An der Fussball-WM wäre dies ein Fall für den Videobeweis gewesen.

Die Reaktionen

Captain Silvan Hefti im Videointerview zur Niederlage: "Wir haben die Gegentore zu einfach bekommen."

FCSG-Trainer Peter Zeidler: "Wir haben bis zum ersten Gegentreffer zu wenig Torchancen kreiert. Die Gegentore fielen dann viel zu einfach, da verteidigen wir nicht gut genug. Das nehme ich auf mich, das müssen wir noch besser trainieren. In der zweiten Halbzeit wurde uns ein klarer Elfmeter verweigert, das hätte dem Spiel eine Wende geben können. Die Frische war heute nicht so da. Wir spielen gerne in Europa, aber das hat uns Kraft gekostet."

Die Hitze

Dejan Stojanovic kühlt sich mit Wasser. (Bild: Marc Schumacher/freshfocus)

Dejan Stojanovic kühlt sich mit Wasser. (Bild: Marc Schumacher/freshfocus)

Ein heisser Sommernachmittag lockte viele Ostschweizer in die Badis und an den See. Für die 22 Spieler auf dem Platz gab es Mitte der beiden Halbzeiten durch Schiedsrichter Jaccottet Trinkpausen verordnet.

Die Fans

Trotz Hitze und Sommerferien fanden 11'262 Zuschauer den Weg in den Kybunpark. Für die Spieler gab es trotz Niederlage wohlwollenden Applaus.

Jubiläum

Stadionspeaker Richard Fischbacher feiert sein 25-jähriges Jubiläum. Die Stimme des ehemaligen Radiomoderators hallte 15 Jahre durch das Espenmoos und seit 10 Jahren durch den Kybunpark.

Stadionspeaker Richard Fischbacher. (Bild: Ralph Ribi)

Stadionspeaker Richard Fischbacher. (Bild: Ralph Ribi)

Das Spiel im Liveticker nachlesen:

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