Kommentar

Sechs Spiele Sperre für Attacke auf FCSG-Spieler: Daprelà ist im Gegensatz zu Itten glimpflich davon gekommen

Die Disziplinarkommission zieht Fabio Daprelà vom FC Lugano wegen dessen brutalem Einsteigen gegen St.Gallens Cedric Itten für sechs Spiele aus dem Verkehr. Daprelà kann bald weiterarbeiten. Itten weiss nicht, ob er je wieder ganz gesund wird.

Patricia Loher
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Patricia Loher, Leiterin Sportredaktion.

Patricia Loher, Leiterin Sportredaktion.

Luganos Fabio Daprelà bekommt für die brutale Attacke gegen St.Gallens Cedric Itten sechs Spielsperren aufgebrummt. Das ist wenig in Anbetracht von Daprelàs schockierend rüdem Einsteigen und der schweren Knieverletzung, die den 21-jährigen Itten mindestens ein halbes Jahr ausser Gefecht setzt.

Der Disziplinarkommission der Liga fehlte die Grundlage, um Daprelà länger aus dem Verkehr zu ziehen. Im November 2014 hatte Sandro Wieser, damals Spieler des FC Aarau, Gilles Yapi vom FC Zürich eine schwerwiegende Verletzung zugefügt; das Knie von Yapi war komplett zerfetzt. Wieser, der im Gegensatz zu Daprelà die rote Karte sah, wurde für sechs Spiele gesperrt. Das Einsteigen des Lugano-Spielers dürfte mit Wiesers Foul vergleichbar sein.

Daprelà ist – im Gegensatz zu Itten – glimpflich davon gekommen. Er kann bald weiterarbeiten. Itten weiss nicht, ob er je wieder ganz gesund wird.