Fussball
«Wir sind anders als die anderen»: Ein Gewinn und viel Zuversicht an der Generalversammlung des FC St.Gallen

Über 600 Aktionärinnen und Aktionäre des FC St.Gallen haben sich in der Olma-Halle über die finanzielle und sportliche Entwicklung der Espen gefreut. Matthias Hüppi und seine Verwaltungsratskollegen wollen die Seele des Klubs nicht verkaufen. Dies, auch wenn andere Vereine ausländische Grossinvestoren an Bord holen. Diese Töne stiessen im Publikum auf viel Zustimmung.

Daniel Walt
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Auf Tuchfühlung mit dem Publikum: FCSG-Präsident Matthias Hüppi an der Generalversammlung.

Auf Tuchfühlung mit dem Publikum: FCSG-Präsident Matthias Hüppi an der Generalversammlung.

Bild: Michel Canonica

Turbulente, ja gar dramatische Generalversammlungen gehören zur DNA des FC St.Gallen. Mehrfach stand der Klub in den letzten Jahrzehnten unmittelbar vor dem finanziellen Kollaps, teils kurz vor der Übernahme durch ausländische Investoren. Die aktuelle Generalversammlung der FC St.Gallen AG dürfte als eine der ruhigsten in die Vereinsgeschichte eingehen. Kein Wunder, konnten die Verantwortlichen trotz der Coronakrise doch einen Gewinn von fast 900'000 Franken ausweisen.

Cheftrainer Peter Zeidler (links) und Sportchef Alain Sutter.
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Blick ins Publikum.
Sportchef Alain Sutter, Trainer Peter Zeidler und weitere Angehörige des Staffs.
Präsident Matthias Hüppi mit Spielerinnen der Frauenmannschaft.
Gefragter Gesprächspartner: Sportchef Alain Sutter.
Emotional wie immer: Präsident Matthias Hüppi.
Ein gut gelaunter Captain: Lukas Görtler (vorne Mitte).
Finanzchef Christoph Hammer
Blick auf den Verwaltungsrat ohne Präsident Matthias Hüppi: (v.r.) Christoph Hammer, Patrick Gründler, Beni Würth und Peter Germann. Links Riana Podrecca, Sekretärin des Verwaltungsrates.
Blick auf die erste Mannschaft des FCSG, die ebenfalls anwesend war.

Cheftrainer Peter Zeidler (links) und Sportchef Alain Sutter.

Bild: Michel Canonica

Sonst hätte ein Loch von zehn Millionen gedroht

Finanzchef Christoph Hammer betonte vor den über 600 Aktionärinnen und Aktionären, diverse Faktoren hätten zum äusserst positiven Ergebnis beigetragen. Unter anderem die grosse Solidarität der Fans, aber auch die Transfererlöse durch die Abgänge von Cedric Itten und Silvan Hefti. Dies sowie à-fonds-perdu-Coronabeiträge des Bundes sowie eine hohe Ausgabendisziplin führten dazu, dass der FCSG ein Loch von rund zehn Millionen Franken verhindern konnte.

«Wir verkaufen unsere Seele nicht»

Präsident Matthias Hüppi schaute auf die vergangene Saison zurück, die in vielerlei Hinsicht eine Achterbahnfahrt gewesen sei. Aber darauf müsse man im Fussball einfach gefasst sein.

«Es sind diese Phasen, in denen sich zeigt, ob ein Fundament hält.»

Hüppi und seine Verwaltungsratskollegen zeigten sich entschlossen, die Entwicklung des Vereins weiter voranzutreiben. Dies, obwohl die Schere zwischen den Klubs in der Schweiz immer weiter aufgeht, auch durch den Einstieg hochpotenter Investoren bei Vereinen wie Lausanne, GC oder Lugano. Man werde niemals seine Seele verkaufen, betonte Hüppi. Die bereits genehmigte Aktienkapitalerhöhung soll derweil im kommenden Jahr durchgezogen werden.

Ganz zum Schluss ergriff ein sichtlich bewegter langjähriger Anhänger der Espen das Wort. Er dankte dem Verwaltungsrat für dessen Engagement. Er sei stolz, ein kleiner Teil des FC St.Gallen zu sein.

«Das ist unsere Region. Wir sind anders als die anderen!»

Der Liveticker zum Nachlesen:

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