Fussball trotz Corona: Der FC St.Gallen gewinnt gegen Vaduz im Test 5:2

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit gewinnen die Ostschweizer gegen den Tabellenzweiten der Challenge League. Fünf verschiedene St.Galler zeigen sich für die fünf Tore in der Testpartie über drei Halbzeiten verantwortlich. 

Christian Brägger
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Victor Ruiz (links) im Zweikampf gegen Cedric Gasser.

Victor Ruiz (links) im Zweikampf gegen Cedric Gasser.

Bild: Manuel Nagel

Endlich wieder Fussball. Für einmal konnten die St.Galler wieder dem nachgehen, was ihnen seit den Spielverschiebungen wegen des Corona-Virus an den zwei vergangenen Wochenenden verwehrt geblieben war. Wenn auch nur in einem Testspiel, das seinen Charakter nie ganz ablegen konnte und letztlich keine grosse Aussagekraft besass. Und dies alles unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Peter Zeidler will für seine Spieler den Rhythmus der Meisterschaft bewahren, auch deshalb liess St.Gallens Trainer die aktuell stärkste Formation beginnen. Dennoch tat sich der Leader der Super League eine Stunde lang einigermassen schwer in Liechtenstein beim Zweiten der Challenge League, der zuletzt fünf Pflichtspiele nicht mehr verloren hatte.

Doch spätestens nach Cedric Ittens Kopfballtor zum 2:1 in der 61. Minute wurden der Klassenunterschied deutlich und die Ostschweizer ihrer Favoritenrolle mehr als gerecht. In der Folge sorgten Silvan Hefti und der nach 67 Minuten eingewechselte Axel Bakayoko mit einem sehenswerten Distanzschuss für eine komfortable Führung. Und in der 101. Minute brachte Fabiano mit einem Kopfball nach einem Ribeiro-Corner ein standesgemässes Resultat, das Tunahan Cicek in der 125. Minute nochmals um ein Tor korrigierte. 

Früh in Rückstand geraten

Dabei waren die Ostschweizer nach zwölf Minuten gar in Rückstand geraten: Der frühere Espe Manuel Sutter war mit einem herrlichen Lob über 30 Meter erfolgreich, auch weil Goalie Lawrence Ati Zigi ein wenig zu weit vorne stand. Daraufhin fanden die St.Galler aber besser ins Spiel, doch es brauchte einen an Jérémy Guillemenot verursachten und von Jordi Quintillà verwandelten Foulpenalty, um den Gleichstand zu erzielen. Noch vor dem 2:1 durch Itten hätte Sutter die Vaduzer abermals in Front schiessen können. Der Stürmer war alleine vor Zigi aufgetaucht, verlor dieses Mal aber das Duell gegen den St.Galler Goalie. 

Zeidler war ganz zufrieden mit dem Test, auch wenn die dritte Halbzeit nicht mehr so sehr seinen Vorstellungen entsprach. Er sagte: «Es geht auch in einem Test um etwas, wir müssen darin den Ernstfall simulieren. Auch wenn es für die Spieler, die in der dritten Halbzeit zum Einsatz kamen, wahrlich keine einfache Aufgabe mehr war. Nach zuvor teilweise 90 Minuten auf der Bank.»

Vaduz – St.Gallen 2:5 (1:1, 0:3, 1:1)
Rheinpark Stadion – Sr. San.
Tore: 12. Sutter 1:0. 27. Quintillà (Foulpenalty) 1:1. 61. Itten (Quintillà) 1:2. 69. Hefti 1:3. 74. Bakayoko 1:4. 101. Fabiano (Ribeiro) 1:5. 125. Cicek 2:5.
St.Gallen 1. Halbzeit: Zigi; Hefti, Stergiou, Fazliji, Muheim; Görtler, Quintillà, Ruiz; Guillemenot; Demirovic, Itten.
St.Gallen 2. Halbzeit: Zigi (67. Klinsmann); Hefti, Stergiou, Fazliji, Muheim; Görtler, Quintillà, Ruiz (67. Bakayoko); Guillemenot (67. Ribeiro); Demirovic, Itten (75. Campos).
St.Gallen 3. Halbzeit: Klinsmann; Kräuchi, Vilotic, Fabiano, Rüfli; Staubli, Costanzo, Solimando; Ribeiro; Campos (107. Gonzalez), Bakayoko.
Bemerkungen: Das Spiel fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit und über drei Halbzeiten à 45 Minuten statt. St.Gallen ohne Strübi, Ajeti, Nuhu, Babic und Lüchinger (alle verletzt) sowie ohne Letard (angeschlagen). 130. Bakayoko trifft den Pfosten.

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