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FUSSBALL: Tréand: "Hatte Zinnbauers Vertrauen nicht"

Geoffrey Tréand verlässt den FC St.Gallen. Für ihn stand seit längerem fest, dass er keine Zukunft bei den Ostschweizern mehr haben würde. Er spricht über schwierige Monate, die Anhänger des FC St.Gallen und seine Pläne.
Daniel Walt
"Ich hoffte, dass es in der Rückrunde doch noch gut kommen würde. Das Gegenteil war der Fall": Geoffrey Tréand. (Bild: Urs Bucher)

"Ich hoffte, dass es in der Rückrunde doch noch gut kommen würde. Das Gegenteil war der Fall": Geoffrey Tréand. (Bild: Urs Bucher)

Geoffrey Tréand, nach zwei Jahren verlassen Sie den FC St.Gallen. Mit welchen Emotionen?
Geoffrey Tréand: Natürlich bin ich traurig, dass es so gekommen ist. Aber das ist nun mal Fussball – Wechsel gehören dazu.

Wann war klar, dass Sie in St.Gallen keine Zukunft mehr haben würden?
Tréand: Für mich stand schon länger fest, dass ich den Verein nach Ablauf meines Vertrages verlassen würde.

Sie wollten gar nicht beim FC St.Gallen bleiben?
Tréand: Nein. Meine Frau und ich haben uns hier zwar sehr wohl gefühlt. Aber vor allem in der Rückrunde wurde die Situation für mich sehr schwierig. Ich bin Fussballer, ich will am Wochenende auf dem Platz stehen. Weil ich das nicht mehr konnte, war es für mich klar, dass ich mich nach Alternativen umsehen musste.

Welchen Einfluss hatte der Trainerwechsel von Jeff Saibene zu Joe Zinnbauer im vergangenen Herbst auf Ihre Rolle im Team?
Tréand: Als Zinnbauer zum FC St.Gallen kam, sass ich während mehrerer Spiele nur noch auf der Bank. Schon damals begann ich, mir Gedanken um meine Zukunft zu machen. Dann machte ich bis im Winter fünf Spiele, in denen wir zehn Punkte holten. So hoffte ich, dass es in der Rückrunde doch noch gut kommen würde. Das Gegenteil war der Fall.

Gab es einen entscheidenden Moment, in dem Sie spürten, dass Ihre Zeit in St.Gallen Ende Saison zu Ende gehen würde?
Tréand: Ja. Schon im Januar in der Vorbereitung merkte ich, dass ich das Vertrauen des Trainers nicht genoss.

Zinnbauer lobte Sie aber noch im vergangenen März öffentlich. Er sagte, Sie würden im Training alles geben und seien bei ihm nicht abgeschrieben.
Tréand: Ich gebe immer alles, wenn ich auf dem Platz stehe, sei es im Training oder im Match. Und es kommt auch nicht darauf an, ob ich um einen neuen Vertrag kämpfe. Schön, dass Zinnbauer das öffentlich gesagt hat. An meiner schwierigen Situation hat sich dadurch aber nichts geändert.

Welche Schwierigkeiten gab es zwischen dem Trainer und Ihnen denn?
Tréand: Darauf möchte ich nicht näher eingehen, denn ich schätze Präsident Dölf Früh, Sportchef Christian Stübi und den ganzen FC St.Gallen viel zu sehr, um jetzt für negative Schlagzeilen zu sorgen. Zudem möchte ich, dass man mich in St.Gallen in guter Erinnerung behält.

Wohin führt Sie Ihr Weg Ende Saison – möglicherweise in die Challenge League zu Xamax oder Servette, beides Vereine, für die Sie bereits gespielt haben?
Tréand: Ich kann es mir gut vorstellen, in der Challenge League zu spielen. Ich kenne diese Liga, und ich muss jetzt einfach spielen können. Zu Xamax oder Servette werde ich aber nicht zurückkehren.

Welche Erinnerungen an die Zeit beim FC St.Gallen werden Sie mitnehmen?
Tréand: Meine Frau und ich sind im vergangenen Sommer Eltern geworden – etwas, was unser Leben komplett verändert hat. Das werde ich immer mit meiner Zeit hier verbinden – genauso wie das Freistosstor, das ich unmittelbar nach der Geburt meines Sohnes in Luzern erzielt habe. In bester Erinnerung werden mir auch die Heimspiele bleiben. Es macht einfach nur glücklich, in einem solchen Stadion vor solchen Fans spielen zu dürfen. Unsere Anhänger hätten viel mehr verdient, als wir ihnen in dieser Saison bieten konnten.

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