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FUSSBALL: Sorry, liebe YB-Fans, so viel Sticheln muss sein: Als Zamorano Eure Lieblinge innert vier Minuten zerstörte

Ganz Bern liegt sich in den Armen: YB ist Meister, während der FC St.Gallen wieder einmal kriselt. Genau der richtige Moment, um die vielleicht schönste zweite Halbzeit überhaupt im Espenmoos nochmals aufleben zu lassen.
Daniel Walt
Der beste Spieler, der jemals für St.Gallen gespielt hat: Ivan Zamorano. (Bild: STR (KEYSTONE))

Der beste Spieler, der jemals für St.Gallen gespielt hat: Ivan Zamorano. (Bild: STR (KEYSTONE))

Grenzenloser Jubel in Bern, Katzenjammer in St.Gallen: Die Stimmungslage bei den Fans der Young Boys und jener der Ostschweizer könnte unterschiedlicher nicht sein. Während YB nach einem dramatischen 2:1 gegen Luzern und einer gefühlten Ewigkeit endlich wieder Meister ist, verärgerten die Espen ihre Anhänger beim 1:2 in Lugano ein weiteres Mal. Sie zeigten eine uninspirierte, lustlose Leistung und sind drauf und dran, ihre Chancen auf einen europäischen Startplatz im Sommer zu verspielen.

Der chilenische Wirbelsturm

Uninspiriert? Lustlos? Espen-Fans, die den Samstag, 30. September 1989, im Espenmoos erlebt haben, wissen, was Leidenschaft ist, und werden vermutlich bis an ihr Lebensende von diesem unglaublichen Fussballabend schwärmen. Von einem "chilenischen Fussball-Feuerwerk" schrieb denn auch das "St.Galler Tagblatt" nach dem 5:1 des FC St.Gallen gegen die Berner Young Boys.

Was war passiert? Die Ostschweizer spielten in der ersten Halbzeit ohne Fortune und lagen in der Pause 0:1 zurück. Doch dann kamen die vier Minuten des Ivan Zamorano: Zwischen der 54. und der 58. Minute traf der Chilene drei Mal für die St.Galler und verwandelte das Espenmoos in ein Tollhaus. "Keiner sitzt mehr auf der Tribüne, alle jubeln, klatschen, schütteln ungläubig den Kopf. Solch berauschenden, attraktiven Fussball mit so gekonnt herausgespielten Toren bewundert man sonst nur am TV-Gerät", sollte der Berichterstatter später zum Hattrick des jungen Chilenen schreiben, der später zum Weltstar wurde. Der Titel des Matchberichts lautete: "St.Gallens neue Tonleiter: Za-mo-ra-no". Eine Doublette von Hugo Rubio, Zamoranos kongenialem Landsmann, rundete den perfekten St.Galler Fussballabend ab.

Versanktgallern statt veryoungboysen?

Seien wir ehrlich, liebe YB-Fans: Im Vergleich mit dem "chilenischen Wirbelsturm" ("Blick"), der an jenem Abend über Euch hinweggefegt ist, ist Eure berühmt-berüchtigte YB-Viertelstunde maximal ein laues Lüftchen. Deshalb: Euch der Titel, uns die Erinnerung! Und die leise Angst, dass jetzt, wo das Wort "veryoungboysen" passé ist, bald schon eine neue Wortschöpfung in Mode kommen könnte. Sie heisst "versanktgallern". Denn diesbezüglich sind die Espen seit Jahr und Tag ebenfalls ganz stark.

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