FUSSBALL: Luzern fertigt St.Gallen ab

Nach dem 0:3 nach knapp einer Stunde ist es so gut wie klar: Der in prächtiger Form befindliche FC Luzern wird erstmals in dieser Saison gegen St.Gallen Punkte holen. Zuletzt steht es 4:1.

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Vor dem St.Galler am Ball: Luzerns Tomislav Puljic im Zweikampf gegen Espen-Spieler Edgar Salli. (Bild: Urs Bucher)

Vor dem St.Galler am Ball: Luzerns Tomislav Puljic im Zweikampf gegen Espen-Spieler Edgar Salli. (Bild: Urs Bucher)

FUSSBALL. Die Luzerner zeigten ihren ganzen Willen, die Teilnahme an der Europa-League-Qualifikation mit einem Sieg sicherzustellen. Vom Anpfiff weg zeigten sie ein Furioso, das einen Pfostenschuss von Jakob Jantscher und das 1:0 durch einen Kopfball von Captain Tomislav Puljic auf eine präzise Flanke von Jahmir Hyka hervorbrachte. Damit stand bereits fest, dass der FCL im vierten Meisterschaftsduell der Saison mit St.Gallen nicht zum vierten Mal 0:1 verlieren würde. Schon eher glich es jetzt dem Cup-Achtelfinal, den Luzern Ende Oktober in der Ostschweiz 3:2 gewonnen hatte.


Im Niemandsland der Tabelle
Die St.Galler, mit 38 Punkten im Niemandsland der Tabelle angekommen, waren ihrerseits sichtlich bemüht, den treuen Fans nach der missratenen Saison noch etwas zu bieten. Sie fingen sich denn auch rasch vom Rückstand auf und kreierten schon bald gute Möglichkeiten von Stürmer Edgar Salli und Mittelfeldspieler Marco Aratore. Es war indes ein Strohfeuer.

Nein, das ist kein Karatekampf, sondern Fussball: Espe Danijel Aleksic gegen Jerome Thiesson. (Bild: Urs Bucher)
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Mit vollem Körpereinsatz: St.Gallens Martin Angha gegen Luzern Michael Frey. (Bild: Urs Bucher)
Enthusiasmus pur: Die Espen-Fans mit ihrer fulminanten Choreo. (Bild: Urs Bucher)
Zeigt seine Beweglichkeit: St.Gallens Gianluca Gaudino. (Bild: Urs Bucher)
Vor dem Espen am Ball: Luzerns Tomislav Puljic im Zweikampf mit St.Gallens Edgar Salli. (Bild: Urs Bucher)
Für einmal stand nicht Daniel Lopar zwischen den Pfosten des FCSG, sondern Marcel Herzog. Doch auch der Ersatztorhüter ist chancenlos beim 0:1 durch den FC Luzern. (Bild: Urs Bucher)
Können auch Jubeln: St.Gallens Danijel Aleksic und Torschütze Edgar Salli nach dem Anschlusstreffer zum 1:3. (Bild: Urs Bucher)
Hoch die Beine: St.Gallens Albert Bunjaku gegen Luzerns Christian Schneuwly. (Bild: Urs Bucher)
Luzerns Jakob Jantscher will den Ball nicht hergeben. (Bild: Urs Bucher)
Zahlreich erschienen: Die Fans des FC Luzern. (Bild: Urs Bucher)
Enttäuschung nach dem Spiel bei Gianluca Gaudino. (Bild: Urs Bucher)
Die Enttäuschung ist den St.Galler Spielern deutlich anzusehen. (Bild: Urs Bucher)
Bereits in jungen Jahren ein ganz grosser FCSG-Fan. (Bild: Urs Bucher)
St.Gallens Trainer Joe Zinnbauer begrüsst seine Spieler. (Bild: Urs Bucher)
In blau-weissen Rauch gehüllt: Die Fans des FC Luzern. (Bild: Urs Bucher)

Nein, das ist kein Karatekampf, sondern Fussball: Espe Danijel Aleksic gegen Jerome Thiesson. (Bild: Urs Bucher)


Einsatzchance für Herzog
Trainer Joe Zinnbauer setzte seine Ankündigung um und gab dem Ersatztorhüter Marcel Herzog eine Einsatzchance anstelle der an sich unbestrittenen Nummer 1 Daniel Lopar. Trotz der Gegentore hätte Herzog seine Sache nicht viel besser machen können. Beim 0:2 kurz nach der Pause liess er einen Schuss des allein vor ihm auftauchenden Michael Frey nach vorne abprallen. Nur schon die Tatsache, dass er den Schuss aus kürzester Distanz zunächst abwehren konnte, war bemerkenswert. Den Abpraller versenkte der junge Frey, der für den Luzern in der nächsten Saison ein Trumpf werden könnte, ohne jede Mühe.

Acht Minuten später machte Marco Schneuwly mit seinem 15. Saisontor zum 3:0 alles klar. daran änderte auch das 1:3 nicht, das Edgar Salli nach einer Einzelleistung erzielte, ebenso wenig Jantschers prächtiger Weitschuss zum 4:1.

Teilnahme am Europacup gesichert
Der Mannschaft und ihrem Trainer Markus Babbel ist es hoch anzurechnen, dass es der FCL nach dem desaströsen Start in die Rückrunde mit fünf Niederlagen in fünf Spielen so weit gebracht hat, dass die Teilnahme am Europacup schon eine Runde vor Schluss der Meisterschaft feststeht.


St.Gallen - Luzern 1:4 (0:1)
14'149 Zuschauer. - SR Bieri. - Tore: 6. Puljic (Hyka) 0:1. 48. Frey (Marco Schneuwly) 0:2. 56. Marco Schneuwly (Kryeziu) 0:3. 65. Salli (Karadeniz) 1:3. 70. Jantscher (Weitschuss) 1:4.

St.Gallen: Herzog; Hefti (73. Leitgeb), Wiss, Gelmi, Angha; Bunjaku (59. Karadeniz), Mutsch, Gaudino, Aratore (68. Lang); Aleksic, Salli.

Luzern: Zibung; Christian Schneuwly, Affolter, Puljic, Thiesson; Haas (77. Fandrich), Kryeziu; Hyka, Frey (88. Schmid), Jantscher (83. Oliveira); Marco Schneuwly.

Bemerkungen: St.Gallen ohne Hanin (gesperrt), Tafer und Thrier (beide rekonvaleszent). Luzern ohne Sarr (verletzt). Lattenschuss: 4. Jantscher. Verwarnungen: 50. Puljic (Foul), 53. Wiss (Foul), 53. Frey (Foul), 61. Affolter (Foul), 71. Karadeniz (Foul), 79. Gelmi (Foul), 86. Christian Schneuwly (Foul). (sda)