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FUSSBALL: Lucas Cueto denkt weiter

Der junge Deutsche Lucas Cueto wurde in der Winterpause als Perspektivspieler zum FC St. Gallen geholt, nun hat der 20-Jährige bereits drei Einsätze hinter sich. Heute ab 20 Uhr trifft der Kölner mit St. Gallen auswärts auf den FC Zürich.
Patricia Loher
Im Spiel gegen die Young Boys macht Lucas Cueto (Mitte) vor allem dank seiner Schnelligkeit auf sich aufmerksam. (Bild: Ralph Ribi)

Im Spiel gegen die Young Boys macht Lucas Cueto (Mitte) vor allem dank seiner Schnelligkeit auf sich aufmerksam. (Bild: Ralph Ribi)

FUSSBALL. Es war wohl eine Premiere: Vergangene Woche liefen für das deutsche U20-Nationalteam gleich zwei Spieler des FC St. Gallen auf. In der ersten Begegnung mit der Schweiz gehörte Gianluca Gaudino der Startformation an, in der zweiten Partie war es Lucas Cueto. Beide Spiele endeten 1:1, seit Sonntag sind die jungen Deutschen zurück in der Ostschweiz.

Wenige Stunden vor dem Abschlusstraining vor dem Spiel gegen den FC Zürich sitzt der 20jährige Cueto an einem Tisch im Medienraum der AFG Arena. Der feingliedrige Kölner wählt seine Worte überlegt. Der Deutsche trägt eine Brille mit dunklem Rahmen. Der erste Eindruck ist: Cueto ist kein gewöhnlicher Fussballer. In der Tat: Der Deutsche ging bis anhin einen aussergewöhnlichen Weg. Vor vier Jahren lehnte er ein Angebot des Premier-League-Vereins West Ham ab, weil ihm das Abitur wichtiger war. «Man kann nicht das ganze Leben Fussballspieler sein. Ich muss auch an die Zeit nach dem Sport denken.» Nun absolviert Cueto an einer Hochschule in Hamburg ein Fernstudium in BWL und Wirtschaftspsychologie. «Ich will mich neben dem Fussball auch noch mit etwas anderem beschäftigen.»

Kein Schulabbruch

Mit 15 Jahren hatte Cueto sein internationales Abitur begonnen und war nach London gezogen. An einem Spiel mit einer Schülermannschaft machte er Scouts von West Ham auf sich aufmerksam. Der Deutsche wurde verpflichtet. Mit 16 Jahren spielte Cueto für das U18-Team des englischen Vereins. Weil er überzeugte, wurde ihm ein neuer Vertrag unterbreitet. Doch Cueto mochte dafür die Schule nicht abbrechen. Er ging zurück nach Deutschland, wo er für den Bonner SC spielte und auch das Abitur bestand. 2014 wechselte er in den Nachwuchs von Köln, Anfang Februar schliesslich unterzeichnete Cueto in St. Gallen einen Vertrag bis 2018. Den Sprung in die Bundesliga hatte er nicht geschafft, in Köln spielte er für das Regionalligateam. Trotz Angeboten aus der 2. Bundesliga gab Cueto St. Gallen den Vorzug. Das Gesamtpaket habe gestimmt, sagt er. Obwohl er der Bundesliga schon nahe war, sei St. Gallen für ihn kein Schritt zurück. Im Gegenteil. «Hier habe ich die Möglichkeit, in einer guten, ersten Liga zu spielen», sagt Cueto, der in der Offensive jede Position einnehmen kann. Und natürlich, hinzu kam, dass kurz zuvor schon die leihweise Übernahme Gaudinos von Bayern München bekanntgeworden war. Die beiden kennen sich aus den Nachwuchsnationalteams. Cueto sagt: «Gianni ist einer meiner besten Freunde. Wir unternehmen viel zusammen.»

Im Gegensatz zu Gaudino wurde Cueto als Perspektivspieler verpflichtet, als ein Akteur also, der behutsam aufgebaut werden sollte. Nun aber hat Cueto doch schon drei Einsätze hinter sich. Das Début feierte er beim 2:0-Heimsieg gegen die Grasshoppers, schon zwei Spiele später, beim 2:3 gegen die Young Boys, gehörte er der Startformation an. Dabei machte er mit seiner Schnelligkeit auf sich aufmerksam. Der Deutsche sagt, die Mannschaft verfüge über grosse Qualitäten. «Wenn wir uns gut weiterentwickeln, ist für dieses Team einiges möglich.»

«Der See, die Berge»

Cueto ist als Sohn eines Spaniers und einer Deutschen in Köln aufgewachsen, hat schon in London gelebt und wohnt nun in Herisau. Es scheint nicht, als sei es ihm schwergefallen, sich an ein Leben auf dem Land zu gewöhnen. «Der See, die Berge – das alles hatte ich zuvor nicht.» Und wenn die Grossstadt einmal fehlt, ist Zürich nicht weit. Aber Cueto sagt: «Ich schätze die Ruhe und die familiäre Atmosphäre. Hier habe ich die Chance, mich weiterzuentwickeln.»

Verfolgen Sie das Spiel in unserem Liveticker auf www.tagblatt.ch

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