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FUSSBALL: Der vierte Sieg in Folge: Félicitations, Saint-Gall!

St.Gallen ist das Team der Stunde. In Lausanne gewinnen die Ostschweizer dank eines starken Auftritts verdient 4:1. Mit dem vierten Sieg in Folge festigen sie den dritten Tabellenplatz – und nähern sich Basel.
Christian Brägger
Nassim Ben Khalifa und Cedric Itten feiern den Treffer zum 1:0. (Bild: VALENTIN FLAURAUD (KEYSTONE))

Nassim Ben Khalifa und Cedric Itten feiern den Treffer zum 1:0. (Bild: VALENTIN FLAURAUD (KEYSTONE))

Was tun, wenns läuft? Einfach laufen lassen. So in etwa könnte das St.Galler Motto in Lausanne vor dem Spiel gelautet haben mit zuletzt drei Siegen in Serie. So in etwa agierte die Mannschaft von Trainer Giorgio Contini am Abend auf der Pontaise. Insbesondere in der ersten Halbzeit, aber auch in der zweiten, als es galt, das Resultat zu halten und den Sieg allenfalls mit einem Konter zu sichern. 2:0 lagen die Ostschweizer bis zur Pause in Führung, vieles auf ihrer Seite wirkte aus einem Guss. Und als sich Lausanne nach dem 3:0 der Gäste doch noch aufraffte, wenigstens im Ansatz wie ein Heimteam auszusehen, kauften die St.Galler dem Gegner mit dem 4:1 durch Stjepan Kukuruzovic nach einem mustergültigen Konter rasch den Schneid ab.

Cedric Itten im Zweikampf mit Noah Loosli. (Bild: Keystone)
Nassim Ben Khalifa freut sich mit Cedric Itten über den ersten Treffer. (Bild: Keystone)
Im St.Galler Sektor werden Pyros gezündet. (Bild: Keystone)
Stjepan Kukuruzovic kämpft gegen Enzo Zidane um den Ball. (Bild: Keystone)
Cedric Itten weicht Yeltsin Tejeda aus. (Bild: Keystone)
Alain Wiss jubelt nach dem 3:0 für die St.Galler. (Bild: Keystone)
Die St.Galler freuen sich mit Alain Wiss. (Bild: Keystone)
Nassim Ben Khalifa versucht den Ball gegen Alexandre Pasche zu behaupten. (Bild: Keystone)
Stjepan Kukuruzovic war für das 4:1 zuständig. (Bild: Keystone)
Benjamin Kololli isteht nach der Niederlage enttäuscht auf dem Platz. (Bild: Keystone)
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Der FC St.Gallen gewinnt in Lausanne

St.Gallen mit viel Selbstvertrauen

Es ist nicht so, dass man sich als Ostschweizer stets auf diese Reisen ins Waadtland gefreut hat. Gestern aber, mit der Serie im Rücken und offensichtlich grossem Selbstvertrauen, begannen die St.Galler für einmal als Favorit in Lausanne. Jederzeit wurden sie dieser Rolle gerecht bei einem Team, das auf der Stelle tritt und wie gelähmt scheint, seit es der milliardenschwere Chemiekonzern Ineos besitzt. Man will hier nun Champagner-Fussball sehen, investiert in Spieler und in ein neues Stadion, und irgendwann möchte man auf Augenhöhe mit den Young Boys und Basel sein. Aber davon sind sie in Lausanne derzeit meilenweit entfernt, der Weg in die Challenge League ist da bedeutend kürzer. Vielmehr ist es der FC St.Gallen, der sich als Dritter in der Spitzengruppe etabliert und gar dem Serienmeister Basel nähert. Contini sagte: «Das Resultat macht mich sehr glücklich. Geniessen wir den Abend.» Auf der anderen Seite haderte Lausannes Coach Fabio Celestini besonders mit dem frühen Rückstand nach sechs Minuten; Cedric Itten hatte diesen nach einer massvollen Flanke seines Sturmpartners Nassim Ben Khalifa mittels Kopfball erzielt. «Wir haben kein Selbstvertrauen und ich weiss nicht, woran es liegt. Dabei dürfte uns der Vorsprung auf den Abstiegsplatz nicht lähmen», sagte Celestini.

Als wollte das St.Galler Sturmduo beweisen, wie perfekt es harmoniert, legte es in der 34. Minute nach. Diesmal bediente Itten Ben Khalifa, der herrlich mit der Hacke traf. Das 2:0 verdeutlichte die neue Spiellust der Ostschweizer, die besonders in den ersten 45 Minuten gefällig kombinierten. Und die Partie im Griff hatten. Gefahr in Verzug war selten, falls doch, schien sie nach dem 3:0 von Alain Wiss in der 59. Minute vollends gebannt. Celestini wechselte danach ein drittes Mal, St.Gallen zog sich zurück, Alexandre Pasche erzielte ein Tor, das eigentlich zu keiner Zeit mehr werden konnte, als es letztlich war: eine Lausanner Ehrenmeldung. Und so blieb auch dem Stadionsprecher auf der Pontaise nichts anderes übrig, als dem Gast eine angenehme Heimfahrt zu wünschen und «Félicitations Saint-Gall» zu rufen.

Dejan Stojanovic: Note 4,5. Hält in der 47. Minute den Abschluss des jungen Zidane bravourös. Wenig geprüft, beim Gegentor machtlos. (Bild: pd)
Silvan Hefti: Note 4,5. Hefti spielt, wie Hefti immer spielt: Zweikampfstark, defensiv gefällig, offensiv ginge aber noch was. (Bild: pd)
Alain Wiss: Note 5,5. Wiss ist der einzige Wechsel gegenüber dem Thun-Sieg. Knüpft nahtlos an seine vergangenen Spiele an und macht das 3:0. (Bild: pd)
Jasper van der Werff: Note 5. Weiter so! Beginnt zum vierten Mal, zum vierten Mal siegt der FC St. Gallen. Am 4:1 mit einem Sololauf beteiligt. (Bild: pd)
Runar Sigurjonsson: Note 5. Hat als Sechser seine Position im Team gefunden. Macht der Isländer so weiter, wird’s vielleicht noch was mit der WM. (Bild: pd)
Marco Aratore: Note 4. Zu Beginn gefällig, sein Einfluss schwindet aber zusehends. Nicht in der Form des Herbstes. (Bild: pd)
Stjepan Kukuruzovic: Note 5. «Kuki» macht den Sack mit dem Tor zum 4:1 zu. Beim 3:0 findet sein Freistoss den Kopf von Wiss. (Bild: pd)
Nzuzi Toko: Note 4,5. Schlenzt den Ball vor dem 2:0 an die Latte. Der Captain ist wie immer kämpferischer Vorreiter. (Bild: pd)
Andreas Wittwer: Note 4. Hilft in der Defensive dem jungen van der Werff. Offensiv ist er eher wenig zu sehen. (Bild: pd)
Nassim Ben Khalifa: Note 5. Sein 2:0 mit der Hacke ist eine Augenweide. Die Flanke zum 1:0 auf Itten passt da perfekt ins Bild. (Bild: pd)
Cedric Itten: Note 6. Köpft das 1:0 in der 6. Minute, legt das 2:0 und das 4:1 vor. Das muss man nicht weiter kommentieren. (Bild: pd)
Philippe Koch: Note 4. Kommt für Ben Khalifa (73.), fällt danach weder auf noch ab und hilft so bei der Siegsicherung. (Bild: pd)
Danijel Aleksic: Note -. Kommt für Kukuruzovic (79.). Zu kurz für eine Bewertung. (Bild: pd)
Roman Buess: Note -. Kommt für Aratore (88.). Zu kurz für eine Bewertung. (Bild: pd)
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Die Noten der FCSG-Spieler gegen Lausanne Sport

Physiotherapeut Simon Storm kommt zurück

Alles im Lot beim FC St.Gallen, mochte man meinen. Contini hat seine Stammformation gefunden, sein Team tritt überzeugend und überdies effizient auf. Wenn da nicht noch die Personalie Simon Storm wäre, der auf den 1. Mai als Leiter Physiotherapie und Athletik des Gesamtvereins zurückkehrt. Storm war im vergangenen Sommer ein Opfer der Machtkämpfe beim FC St.Gallen geworden. Es ist ein offenes Geheimnis, dass Contini nicht gut mit Storm kann. Es gab also doch noch eine Wolke am Lausanner Nachthimmel.

Telegramm:

Lausanne - St.Gallen 1:4 (0:2)

3379 Zuschauer. - SR Schnyder. - Tore: 6. Itten (Ben Khalifa) 0:1. 34. Ben Khalifa (Itten) 0:2. 59. Wiss (Kukuruzovic) 0:3. 69. Pasche 1:3. 77. Kukuruzovic (Itten) 1:4.

Lausanne: Castella; Marin (62. Rapp), Loosli, Rochat, Gétaz; Fransson (54. Zeqiri), Tejeda (55. Schmid), Pasche, Kololli; Margiotta, Zidane.

St.Gallen: Stojanovic; Hefti, Wiss, van der Werff; Sigurjonsson; Aratore (88. Buess), Toko, Kukuruzovic (79. Aleksic), Wittwer; Itten, Ben Khalifa (73. Koch).

Bemerkungen: Lausanne ohne Manière, Zarate und Dominguez, St.Gallen ohne Tschernegg, Gönitzer, Ajeti, Babic und Vanin (alle verletzt). 33. Lattenschuss Toko. Verwarnungen: 25. Gétaz (Foul), 49. Itten (Foul), 80. Toko (Foul), 89. Kololli (Foul).

2. Spiel vom Samstag: Zürich - Lugano 3:0 (3:0).

Rangliste: 1. Young Boys 24/55. 2. Basel 22/41. 3. St.Gallen 25/39. 4. Zürich 24/35. 5. Grasshoppers 24/31. 6. Luzern 24/31. 7. Lugano 25/31. 8. Lausanne-Sport 24/26. 9. Thun 24/24. 10. Sion 24/21. (sda)

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