Flexibel gegen die Zürcher Serie

FUSSBALL. St.Gallens Nico Abegglen ist der letzte Spieler, der gegen die Grasshoppers ein Tor erzielt hat. Dennoch wird der Stürmer am Montag im Spitzenspiel nicht von Beginn weg dabei sein. Denn jener Treffer spielt für Trainer Jeff Saibene «keine Rolle».

Markus Zahnd
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Am 4. August traf St. Gallens Nico Abegglen in der AFG Arena gegen die Grasshoppers zum 1:1 – seither kassierten die Zürcher kein Gegentor mehr. (Bild: Urs Jaudas)

Am 4. August traf St. Gallens Nico Abegglen in der AFG Arena gegen die Grasshoppers zum 1:1 – seither kassierten die Zürcher kein Gegentor mehr. (Bild: Urs Jaudas)

1:0, 2:0, 1:0, 2:0, 1:0, 2:0. Die Serie der Grasshoppers vor dem Spitzenspiel am Montag gegen Leader St.Gallen ist beeindruckend. Sechsmal in Folge gewannen die Zürcher und mussten am 4. August, also am Montag vor 58 Tagen oder 540 Meisterschaftsminuten, zum bislang letzten Mal ein Gegentor hinnehmen. Dennoch freut sich St.Gallens Trainer Jeff Saibene auf die Partie. Mit gutem Grund, schliesslich war es St.Gallens Nico Abegglen, der zuletzt gegen die Zürcher traf. «Das war eine packende, emotionale Partie», erinnert sich Saibene. Die Zuschauer in der AFG Arena hätten getobt, als Abegglen in der Schlussminute das 1:1 gelang.

Saibenes Zuversicht gründet allerdings nicht nur in der Vergangenheit, sondern auch in der Gegenwart. Denn auch der Leader hat eine starke Serie hinter sich, gewann die vergangenen fünf Spiele in der Super League. Zudem betont der Luxemburger, dass seine Mannschaft bisher in jedem Spiel mindestens einen Treffer erzielt habe. Daher seien sie bereit für das Aufeinandertreffen der aktuell stärksten Defensive gegen die beste Offensive der Liga. «Fragen wird es also auch auf der Gegenseite geben.»

«Nicht 15 Möglichkeiten»

Die Frage, wie St.Gallen die Zürcher Defensive überwinden soll, ist für Saibene indes schwierig zu beantworten. Die Grasshoppers präsentierten sich in den vergangenen Partien stabil und liessen kaum Chancen zu. «Sicher ist, dass wir gegen diese Mannschaft nicht 15 Möglichkeiten haben werden. Aber wir haben viele Spieler, die Tore erzielen können», sagt Saibene. Diese Flexibilität sei ein Trumpf. Da Oscar Scarione wohl spielen kann, dürfte es im Vergleich zur Partie am Mittwoch gegen Zürich im Angriff keine personellen Änderungen geben. Das heisst, dass Abegglen auf der Bank Platz nehmen muss. «Für mich spielt es keine Rolle, dass Nico als Letzter gegen die Grasshoppers getroffen hat», so Saibene. Wobei der Staader auch am 4. August eingewechselt wurde.

«Luxusproblem» in der Abwehr

Noch nicht entschieden hat sich Saibene hingegen in der Verteidigung. So wird er wohl erst kurz vor dem Spiel bestimmen, welche zwei aus dem Trio Philippe Montandon, Martin Stocklasa und Stéphane Besle die Innenverteidigung bilden werden. «Ein Luxusproblem», nennt der Trainer diese Situation. Sicher ist sich der 43-Jährige aber, dass es am Montag – die Partie wurde wegen des Brustkrebs-Solidaritätslaufs «Pink Ribbon Charity Walk» verschoben – ein spannendes Spitzenspiel geben wird. «Es treffen zwei ähnliche Teams aufeinander. Da gibt es keinen Favoriten.»