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FCSG: Was das Startspiel über die Saison aussagt

Kein Sieg, keine Niederlage. Kein brillanter Auftritt, aber auch kein Abschiffer. Aus dem 3:3 in Lausanne lassen sich beim FC St.Gallen noch wenig Schlüsse ziehen – einige Erkenntnisse gibt es dennoch.
Ralf Streule
Hin- und hergerissen: Trainer Giorgio Contini beim Saisonstart in Lausanne. (Bild: Marc Schumacher/Freshfocus)

Hin- und hergerissen: Trainer Giorgio Contini beim Saisonstart in Lausanne. (Bild: Marc Schumacher/Freshfocus)

Ralf Streule

Eines von 36 Saisonspielen ist absolviert. Und der FC St.Gallen, der erstmals seit 2010 mit einem Auswärtsspiel in die Super-League-Saison gestartet ist, hat den ersten Punkt auf dem Konto. Das 3:3 in Lausanne ist ein erster Richtwert – einer, der die Ostschweizer nicht jubeln, aber auch nicht Trübsal blasen lässt. Trainer Giorgio Contini sagte am Ende: «Es wäre ja verrückt, wenn schon alles geklappt hätte.» Eine Startbilanz in sechs Punkten:

Die Saisonstart-Statistik

Mit einem Punkt zum Saisonstart liegt St.Gallen im Schnitt der vergangenen zehn Jahre. In dieser Zeit gewann es das Startspiel zweimal (2:0 gegen Lugano 2016 und 2:0 gegen Basel 2009), verlor dreimal und rang zweimal den Young Boys ein Unentschieden ab. Mit einem Augenzwinkern lässt sich aus Ostschweizer Sicht jubeln: Erstmals seit knapp fünf Jahren steht St.Gallen in der Tabelle wieder vor dem FC Basel.

Die mentale Verfassung

Eine frühe Druckphase von Lausanne und ein Gegentor in der siebten Minute hat Continis Team nicht aus der Ruhe gebracht. Damit zeigte es eine Qualität, die sich schon Ende vergangener Saison angedeutet hatte. Es wartete geduldig auf Chancen, die Roman Buess und Marco Aratore in der ersten Hälfte effizient abschlossen. Die Gegentore aber fielen nach Unkonzentriertheiten. «Anfang Saison ist es oft so, dass man die Konzentration nicht hoch halten kann», so Contini.

Nach insgesamt sechs Treffern teilen sich die beiden Teams die Punkte: St.Galler Nassim Ben Khalifa und Andreas Wittwer sowie Waadtländer Valeri Bozhinov sind enttäuscht. (Bild: Freshfocus)
Weder die Espen noch die Waadtländer sind nach je drei Treffern mit dem Unentschieden zufrieden: Enttäuschung bei den St.Gallern Nassim Ben Khalifa und Andreas Wittwer sowie beim Waadtländer Valeri Bozhinov nach dem Spiel. (Bild: Freshfocus)
Jubel beim Torschützen zum 1:1: Nach dem Ausgleichstreffer von Roman Buess in der 28. Minute haben die Espen eine 3:1-Führung aufgebaut. Danach haben die Waadtländer bereits bis zur 62. Minute wieder ausgeglichen. (Bild: Freshfocus)
Der St.Galler Spieler Stjepan Kukuruzovic dribbelt gegen Andrea Maccoppi. (Bild: Freshfocus)
St.Galler Roman Buess im Zweikampf gegen den Waadtländer Alain Rochat. (Bild: Freshfocus)
Die beiden Teams haben sich nichts geschenkt: St.Galler Roman Buess und Waadtländer Alain Rochat im Kopfballduell. Nach nervenaufreibenden 93 Minuten haben die beiden Mannschaften mit einem 3:3-Unentschieden das Spielfeld verlassen. (Bild: Keystone)
Jubel bei Yannis Tafer und dem Torschützen zum 1:1: Roman Buess (rechts) feiert nach seinem Ausgleichstreffer. (Bild: Freshfocus)
Der St.Galler Alain Wiss versucht Valeri Bozhinov den Ball zu entreissen. (Bild: Freshfocus)
St.Galler Goalie Daniel Lopar instruiert seine Teamkollegen. (Bild: Keystone)
Roman Buess trifft in der 28. Minute zum 1:1 und gleicht für die Espen aus. (Bild: Keystone)
Drei gegen eins: Leandro Marin, Jeremy Maniere und Andrea Maccoppi von Lausanne-Sport gegen den St.Galler Stjepan Kukuruzovic. (Bild: Freshfocus)
Der Zweikampf vom Waadtländer Elton Monteiro gegen Marco Aratore widerspiegelt die Dynamik der Partie. (Bild: Freshfocus)
Der St.Galler Alain Wiss im Zweikampf gegen Valeri Bozhinov. (Bild: Freshfocus)
Nach ihrer tollen Leistung haben sich die St.Galler im Saisonauftakt den Sieg gewünscht: Enttäuschung bei Andreas Wittwer und Nassim Ben Khalifa nach der verspielten 3:1-Führung. (Bild: Freshfocus)
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FCSG und Lausanne teilen sich die Punkte

Die Offensive

Es überraschte, dass Contini nicht den ehemaligen Lausanner Nassim Ben Khalifa von Beginn weg stürmen liess. Für ihn spielte Buess – er dankte es mit einer starken Leistung. Auffallend, wie gut er sich mit Aratore und Yannis Tafer verstand. Contini: «Wir wollten Läufe in die Tiefe, Schüsse aufs Tor, Präsenz im Strafraum. Das gelang.»

Die Defensive

Sie war am Samstag die Schwachstelle der St.Galler. Lausanne war mit steilen Zuspielen zu oft erfolgreich, die Zuteilung und Staffelung der Viererkette schien nicht immer zu stimmen. Contini nahm die hinterste Reihe in Schutz: «Zwei Toren gingen ärgerliche Ballverluste voran, da machten wir im Aufbau Fehler.»

Die Neuen

Von den Neuzugängen stach der Österreicher Peter Tschernegg im defensiven Mittelfeld heraus – mit physischer Präsenz und viel Ruhe am Ball. Neben ihm zeigte Stjepan Kukuruzovic einen engagierten Auftritt, konnte das Spiel aber kaum prägen. Dass Philippe Koch mehr kann, zeigte er beim FC Zürich. Sein Einstand für St.Gallen war durchzogen – er wurde vom Lausanner Pressing mehrmals überrascht. Ben Khalifa und Gjelbrim Taipi wirkten bei ihnen Kurzeinsätzen agil und engagiert, aber noch ohne grossen Einfluss aufs Spiel.

Die Jungen

Da Silvan Hefti verletzt ausfiel, war kein St.Galler Nachwuchsspieler auf dem Platz. Auf der Bank warteten Boris Babic, Silvan Gönitzer und Tim Staubli. Contini erklärte nach dem Spiel: «Ich hätte die Jungen ohne Bedenken einsetzen können. Von der Organisation her waren heute aber nur zwei Wechsel sinnvoll – die Mannschaft stand zum Schluss wieder stabil.»

Daniel Lopar: Note 4. Der Captain hat bei den Gegentoren wenig auszurichten – und steht sonst selten im Fokus. (Bild: pd)
Philippe Koch: Note 3. Deutet Stärken an, ist unter Druck aber fehlerhaft – und noch ohne Einfluss nach vorne. (Bild: pd)
Karim Haggui: Note 3,5. Dirigierte die Abwehr auch schon souveräner – im Kopfballspiel aber meist solid. (Bild: pd)
Alain Wiss: Note 3,5. Solid aber unauffällig – die Abstimmung mit Haggui muss er erst noch finden. (Bild: pd)
Andreas Wittwer: Note 4,5. Vor allem zu Beginn mit einigen überzeugenden Aktionen nach vorne, wagt sich in den Abschluss. Defensiv solid. (Bild: pd)
Peter Tschernegg: Note 5. Bei seinem Début für St. Gallen wirkt der Österreicher sehr robust, ballsicher und mit dem Blick für den Mitspieler. (Bild: JEAN-CHRISTOPHE BOTT (KEYSTONE))
Danijel Aleksic: Note 3,5. Der Serbe rettet einen sehr durchschnittlichen Auftritt mit seinem Traum-Freistoss zum 3:1. (Bild: pd)
Marco Aratore: Note 5. Viel Kampf, viel Einsatz und viel Tempo, er belohnt seine Leistung mit dem 2:1 – gegen Ende der Partie schwinden seine Kräfte. (Bild: pd)
Nassim Ben Khalifa: Note 4. Der Joker wirkt sicher in der Ballannahme. Eine Kopfballchance ist aber die einzige Ausbeute des Neuzugangs. (Bild: pd)
Roman Buess: Note 5. Nicht nur bei seinem Tor überzeugt der Basler. Zeigt eine konzentrierte und beherzte Leistung. (Bild: pd)
Stjepan Kukuruzovic: Note 4. Steht defensiv seinen Mann, versucht sich mit Abschlüssen aus der Distanz. Der überraschende Pass nach vorne fehlt jedoch. (Bild: pd)
Yannis Tafer: Note 4,5. Bringt auf der rechten Seite sehr viel Tempo und Gefahr, nach der Pause baut er jedoch ab. (Bild: pd)
Gjelbrim Taipi: Note 4. Macht beim Super-League-Début einen agilen Eindruck, kann aber beim 30-Minuten-Einsatz keine wichtigen Akzente setzen. (Bild: pd)
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Die Noten der FCSG-Spieler beim Auftakt gegen Lausanne

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