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FCSG UND DAS GELD: Sie brachten dem FCSG Millionen ein

Wechselt Albian Ajeti zu St.Gallens heutigem Gegner Basel, könnte dies den Ostschweizern möglicherweise bis zu drei Millionen Franken einbringen. St.Gallens Rekordmann bleibt Charles Amoah.
Patricia Loher
Die bislang teuersten FCSG-Spieler: Moreno Costanzo, Charles Amoah, Ivan Zamorano und Oscar Scarione (v.l.n.r) (Bild: Michel Canonica/Meinrad Schade/Keystone/Urs Jaudas)

Die bislang teuersten FCSG-Spieler: Moreno Costanzo, Charles Amoah, Ivan Zamorano und Oscar Scarione (v.l.n.r) (Bild: Michel Canonica/Meinrad Schade/Keystone/Urs Jaudas)

Patricia Loher

Im Fussball sind Verträge nur so viel wert wie das Papier, auf dem sie geschrieben sind. Aus sportlicher Sicht trifft diese Binsenwahrheit nun auch auf den FC St. Gallen und Albian Ajeti zu. Der talentierte Stürmer dürfte für die Ostschweizer heute sein letztes Spiel bestreiten. Gegen seinen künftigen Arbeitgeber. Und trotz eines Vertrages bis 2021. Dass einer wie er kaum vier Jahre lang zu halten sein wird, war man sich in St. Gallen bewusst. Doch ein bisschen länger hätte es doch sein dürfen, finden die Anhänger.

Aus finanzieller Sicht hingegen ist Ajetis langfristiger Kontrakt für den FC St. Gallen ein Segen. Im Januar 2016 überwies der FC Augsburg für Ajeti rund eine halbe Million Euro nach Basel. Vor zwei Monaten gelang es St. Gallens Sportchef Christian Stübi, den Stürmer für weniger als eine Million Franken definitiv zu verpflichten. Dem Vernehmen nach wird sich der Doublegewinner eine Rückkehr Ajetis eine einstellige mittlere Millionensumme kosten lassen. Auch wenn der FC Augsburg daran partizipieren wird, steigt der erst 20-jährige Ajeti in der Liste von St. Gallens Toptransfers in einen illustren Kreis auf.

Marco Zwyssig (rechts) verliess den FC St.Gallen im Sommer 2001 in Richtung FC Tirol Innsbruck (heute FC Wacker Innsbruck) . Die Österreicher liessen sich den Innenverteidiger 220'000 Franken kosten. (Bild: Archiv STG)
David Marazzi wechselte nach dem Abstieg im Sommer 2008 zum FC Aarau. Der linke Mittelfeldspieler verbrachte zuvor 5 Saisons in der Ostschweiz. Kostenpunkt: 220'000 Franken. (Bild: Michel Canonica)
Seifedin Chabbi wurde im Sommer 2016 vom FC St.Gallen aus Lustenau geholt und bereits im Winter 2017 wieder verkauft. Seither spielt er wieder in Österreich. Sein aktueller Arbeitgeber Sturm Graz überwies 220'000 Franken in die Ostschweiz. (Bild: Benjamin Manser)
Mario Frick wechselte im Sommer 1996 vom FC St.Gallen zum FC Basel. Der damals 21-jährige Liechtensteiner kostete die Bebbis damals 220'000 Franken. 15 Jahre später kehrte Frick zurück in die Ostschweiz - mit überschaubarem Erfolg. (Bild: Ralph Ribi)
Der 19-jährige Tranquillo Barnetta verliess den FC St.Gallen im Sommer 2004 in Richtung Leverkusen. Dem Club bescherte er eine Ablösesumme von 270'000 Franken. Seit der aktuellen Rückrunde trägt das St.Galler Eigengewächs wieder grünweiss. (Bild: Archiv STG)
Michael Lang, aktueller Verteidiger des FC Basel und der Schweizer Nationalmannschaft, trug während vier Saisons das Trikot des FC St.Gallen. Nach dem Abstieg 2011 wechselte er zu den Grasshoppers. Die Ostschweizer kassierten eine Ablösesumme von 330'000 Franken. (Bild: LAURENT GILLIERON (KEYSTONE))
Éverton Luiz Guimarães Bilher, kurz Everton, spielte bis im Winter 2016 für den FC St.Gallen. Danach zog es ihn zu Partizan Belgrad. Der serbische Traditionsklub liess sich die Dienste des brasilianischen Mittelfeldmotors eine Ablösesumme von 380'000 Franken kosten. (Bild: Ralph Ribi)
Davide Callà sorgte im Sommer 2008 mit seinem Transfer zu GC für Unmut bei den Fans des FC St.Gallen. Als Kapitän verliess er die Espen, nachdem der Abstieg in die Challenge League feststand. Sein Wechsel spülte 440'000 Franken in die Kassen der Ostschweizer. (Bild: Sam Thomas)
Marcos Gelabert verliess den FC St.Gallen ebenfalls nach der Abstiegssaison 2007/2008. Es zog ihn zum FC Basel, der für den zentralen Mittelfeldakteur 440'000 Franken in die Ostschweiz überwies. (Bild: Ennio Leanza)
Stéphane Nater kam im Sommer 2012 von Servette Genf zum FC St.Gallen. Zwei Spielzeiten später mussten ihn die Espen wieder ziehen lassen. Er wechselte zum Club Africain Tunis in Tunesien. Ablösesumme: 440'000 Franken. (Bild: Urs Bucher)
Jörg Stiel, der Kapitän der Meistermannschaft 2000, verliess den FC St.Gallen im Sommer 2001 in Richtung Bundesliga. Borussia Mönchengladbach holte sich den damaligen Natispieler für eine Ablöse von ebenfalls 440'000 Franken. (Bild: Archiv STG)
Daniel Imhof verliess den FC St.Gallen ebenfalls in Richtung Deutschland und heuerte beim VfL Bochum unter dem St.Galler-Meistertrainer Marcel Koller an. Die Ostschweizer kassierten für den defensiven Mittelfeldspieler eine Ablösesumme von 550'000 Franken. 2010 kehrte Imhof zum FC St.Gallen zurück und beendete 2012 in grünweiss seine Karriere. (Bild: Archiv STG)
Der Argentinier Jesús Méndez trug nur während einer Saison das Trikot des FC St.Gallen und kehrte im Sommer 2008 in seine Heimat zu CA Rosario zurück. Ablösesumme: 600'000 Franken. (Bild: Michel Canonica)
Marc "Fussballgott" Zellweger verliess den FC St.Gallen im Winter 2002 für eine Ablösesumme von 655'000 Franken in Richtung Köln. Dort wurde er jedoch nie richtig glücklich und so fand er nach einem halbjährigen Intermezzo beim FC Wil wieder den Weg in die Gallusstadt, wo er bis 2010 das grünweisse Trikot des FC St.Gallen trug. (Bild: Archiv STG)
Ermir Lenjani kickte von Januar 2013 bis 2015 für den FC St.Gallen. Den Linksverteidiger zog es danach nach Frankreich zu Stade Rennes. Der aktuelle Nationalspieler Albaniens spülte 820'000 Franken in die Kassen der Ostschweizer. Weiter geht es mit den Top 5. (Bild: Urs Jaudas)
Die Top 5 werden von Eric Hassli eingeläutet. Der französische Stürmer verabschiedete sich nach seinem Engagement beim FC St.Gallen im Sommer 2006 in Richtung Frankreich zum FC Valenciennes. Kostenpunkt: 875'000 Franken. (Bild: foto-net / Markus Ulmer)
Moreno Costanzo eröffnet den Reigen der Millionentransfers. Der Offensivspieler, der derzeit beim FC Vaduz unter Vertrag steht, verliess die St.Galler nach der Saison 2009/2010 und heuerte bei YB an. Für den Transfer überwiesen die Berner 1,1 Millionen Franken in die Ostschweiz. (Bild: Urs Bucher)
Der dritte Platz in der Liste der teuersten Espen aller Zeiten geht an Óscar Ezequiel Scarione. Der Torschützenkönig der Saison 2012/2013 (21 Tore) war für den FC St.Gallen schlichtweg nicht zu halten. Sein Wechsel in die Türkei zu Kasimpasa Istanbul brachte den Espen 3 Millionen Franken ein. (Bild: Urs Jaudas)
Ivan "der Schreckliche" Zamorano zog es im Sommer 1990 nach zwei Saisons in der Ostschweiz nach Spanien zum FC Sevilla. Gemäss Tagblattartikel vom 16. August 1990 liessen ihn die Espen für 2,5 Millionen US-Dollar (damals 3,3 Millionen Franken) in Richtung Andalusien ziehen. (Bild: Archiv STG)
Charles Amoah, schoss den FCSG im Jahr 2000 zum zweiten Schweizer Meistertitel der Espen-Historie. Im Winter der Folgesaison verliess er die Espen und wechselte zu Sturm Graz. Bis heute wurde für keinen St.Gallen-Spieler mehr bezahlt als die 6 Millionen Franken, die von den Österreichern in den Stürmer investiert wurden. (Bild: Archiv STG)
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Die teuersten Espen aller Zeiten

Charles Amoahs teurer Wechsel nach Graz

Die Summe, welche die Ostschweizer für ihn erhalten, dürfte sich gegen drei Millionen Franken bewegen – ähnlich viel Geld haben die St. Galler vor vier Jahren für Oscar Scarione kassiert, der die Schweiz als bester Torschütze der Super League in Richtung Türkei zu Kasimpasa verliess. Der Argentinier, der nun für Maccabi Tel Aviv spielt, ist laut dem Onlineportal Transfermarkt.ch bis heute der drittteuerste Abgang in St. Gallens Vereinsgeschichte. Sein Marktwert wird im Moment auf 4,5 Millionen Franken geschätzt.

St. Gallens Rekordmann ist aber noch immer Charles Amoah. Der Ghanaer, der die Ostschweizer 1999/2000 mit seiner Treffsicherheit zum Meistertitel führte, verliess den Club wenige Monate später in Richtung Graz. Sturm Graz warf damals gegen sechs Millionen Franken für den Stürmer auf – so viel wie noch nie zuvor für einen Spieler. Der heute 42-Jährige setzte sich in Österreich aber nicht durch.

Platz zwei in der ewigen St. Galler Clubrangliste belegt Ivan Zamorano. Der Chilene, der im Espenmoos einst eine Weltkarriere startete, brachte dem FC St. Gallen 3,3 Millionen Franken ein. Zamorano wechselte im Jahr 1990 zum FC Sevilla, ehe Real Madrid für den Südamerikaner fünf Millionen Dollar zahlte.

Der letzte und bislang einzige einheimische Junior, der dem Club über eine Million Franken in die Kasse spülte, war Moreno Costanzo. Dank der 1,1 Millionen Franken, welche die Young Boys vor sieben Jahren nach St. Gallen überwiesen, belegt der gebürtige Toggenburger hinter Amoah, Zamorano und Scarione Rang vier. Costanzo schaffte bei den Bernern den Sprung in die Nationalmannschaft, ehe er über Aarau beim FC Vaduz landete. Zuletzt stieg der Mittelfeldspieler mit den Liechtensteinern in die Challenge League ab. Das Gerücht hält sich, dass der 29-Jährige mit einer Rückkehr nach St. Gallen liebäugelt. Sein aktueller Marktwert beträgt 800000 Franken.

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