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FCSG-RETTUNG: 10 Millionen, aber nicht schuldenfrei

ST.GALLEN. Nicht fünf, sondern zehn Millionen Franken schiessen private Geldgeber in die Stadiongesellschaften ein. Damit ist der FC St.Gallen zwar gerettet, die Gesellschaften aber sind nicht schuldenfrei.
Sarah Gerteis
Dölf Früh, Vertreter der Investoren und designierter VR-Präsident, verkündet die frohe Botschaft. (Bild: Ralph Riibi)

Dölf Früh, Vertreter der Investoren und designierter VR-Präsident, verkündet die frohe Botschaft. (Bild: Ralph Riibi)

Punkt 13.30 Uhr verkündete Dölf Früh als Vertreter der Geldgeber an einer Medienkonferenz die frohe Botschaft: Die Zukunft des FC St.Gallen ist gesichert. Und das vorerst auch ohne Gelder der öffentlichen Hand. Statt der ursprünglich vorgesehenen fünf Millionen Franken stellen private Investoren nun zehn Millionen zur Verfügung, um den Klub vor der Zwangsrelegation und die Betriebs AG vor dem Konkurs zu bewahren. Zudem verzichten die Banken auf einen Teil ihres Geldes. Das Bankenkonsortium, bestehend aus St.Galler Kantonalbank, Credit Suisse, Raiffeisen und Bank CA, schreibt 3,73 Millionen Franken in den Wind. Die Bank Clariden Leu verzichtet auf 0,95 Millionen Franken. Damit ist zwar die Betriebs AG bei den Banken schuldenfrei (bisher 5 Millionen Franken Schulden). Die Stadion AG jedoch hat gegenüber dem Bankenkonsortium noch immer Schulden in Höhe von 5 Millionen Franken (bisher 7,7 Millionen). Nicht in dieser Rechnung enthalten sind die Schulden gegenüber der Stadt. Für Einsätze der Stadtpolizei an den Fussballspielen ist noch immer rund eine Million Franken ausstehend. Unklar ist, ob dieses Geld zurückbezahlt werden muss. «Die Verhandlungen laufen», sagte Dölf Früh.

Betriebs AG wird zur Event AG
Um den Betrieb im Stadion auf Kurs zu halten, verpassen sich die Stadiongesellschaften eine neue Organisationsstruktur. Die Betriebs AG wird zur FC St.Gallen Event AG. Sie soll den sechs Investoren (Dölf Früh, 2,7 Mio.; Rainer Sigrist, 2,7 Mio.; Ralf Klingler, 1,2 Mio.; Edgar Oehler, 1,2 Mio.; Norbert Jann, 1,2 Mio.; Hans Sulser, 1 Mio.) sowie der Brauerei Schützengarten AG gehören. CEO bleibt Bill B. Mistura, der in den letzten Wochen in der Kritik stand.

Die Event AG wiederum ist mit 28,67 Prozent an der FC St.Gallen AG beteiligt. 22,84 Prozent der AG gehören Privaten, 48,49 Prozent sind Publikumsaktionäre. Der Posten des Sportchefs ist noch vakant.

Beide Aktiengesellschaften werden vom selben Verwaltungsrat geführt. Präsidiert wird dieser von Dölf Früh, Vizepräsident wird der derzeitige FCSG-Präsident Michael Hüppi. Ebenfalls im Verwaltungsrat sitzen Rainer Sigrist, Urs Lenz und Martin Schönenberger.

«Alles Idealisten»
Laut Dölf Früh ist vertraglich geregelt, dass die Investoren aus ihrem Beitrag kein Kapital schlagen können. «Es gibt keine Dividende. Das sind alles Idealisten.» Allerdings sollen die Geldgeber Zinsen auf ihre Darlehen erhalten.

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