FCSG: Punkteteilung im Berner Oberland

Der FC St.Gallen und der FC Thun trennen sich 2:2-Unentschieden. Die Tore für die Espen erzielten Albian Ajeti und Marco Aratore. Nach der Partie gab Thun-Trainer Jeff Saibene seinen sofortigen Abgang bei den Berner Oberländern bekannt.

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Thun-Trainer Jeff Saibene und FCSG-Coach Joe Zinnbauer dürfen sich über jeweils einen Punkt freuen. (Bild: Keystone)

Thun-Trainer Jeff Saibene und FCSG-Coach Joe Zinnbauer dürfen sich über jeweils einen Punkt freuen. (Bild: Keystone)

Die St.Galler fragten sich in Thun am Ende der Partie, ob sie nun einen Punkt gewonnen oder zwei verloren hatten. Zwei Punkte verloren hatten sie deshalb, weil die Thuner erst zwei Minuten vor dem Ende zum 2:2 kamen; Captain Denis Hediger traf nach einem Freistoss und einer ersten Parade von St.Gallens Torhüter Daniel Lopar im Nachschuss.

Daniel Lopar: Note 5: Lässt beim 0:1 den Ball nach vorne abprallen, ansonsten eine tadellose Leistung. Mehrere Paraden in der zweiten Halbzeit verhindern Schlimmeres. (Bild: pd)
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Silvan Hefti: Note 4: Defensiv wie gewohnt solid, zudem in der ersten Halbzeit mit zwei gelungenen Aktionen nach vorne. Tauchte in der zweiten Halbzeit ab. (Bild: pd)
Karim Haggui: Note 4: Rettet in der 16. Minute vor der Linie nach einem Corner. Macht beim 2:2-Ausgleich eine unglückliche Figur, indem er den Ball abfälscht. (Bild: pd)
Kofi Schulz: Note 3: Der schwächste St.Galler. Einige Unsicherheiten, zudem hat er Glück, dass der Schiedsrichter vor der Pause sein Foul an Dennis Hediger nicht in den Strafraum verlegt. (Bild: pd)
Roy Gelmi: Note 4: Unauffällige Partie, rackert viel im defensiven Mittelfeld. Einige Abspielfehler, nicht mehr so auffällig wie gegen Luzern. (Bild: pd)
Nzuzi Toko: Note 4: Arbeitet viel, als Kämpfer ein Vorreiter. Spielerisch nimmt er aber weniger Einfluss aufs Spiel als auch schon. (Bild: pd)
Tranquillo Barnetta: Note 3: Sehr bemüht, es gelingt ihm aber wenig. Einige Fehlpässe, seine Freistösse sind ungefährlich. Wird von Zinnbauer für Mohamed Gouaida ausgewechselt. (Bild: pd)
Marco Aratore: Note 4: Erzielt in der zweiten Halbzeit das vermeintliche Siegtor, in der ersten Halbzeit im St.Galler Spiel aber kein Faktor. (Bild: pd)
Andreas Wittwer: Note 5: Vor der Pause ziemlich passiv, in der zweiten Halbzeit ein Aktivposten. Bereitet den Siegtreffer von Marco Aratore mustergültig vor, grosses Laufpensum. (Bild: pd)
Albian Ajeti: Note 5: Der bullige Stürmer erzielt das 1:1, steht goldrichtig und vollstreckt kaltblütig. Auffälligster Offensivakteuer, gewinnt viele Kopfballduelle, bringt sich aber zu selten in Abschlussposition. (Bild: pd)
Yannis Tafer: Note 3: Keine einzige nennenswerte Aktion in der Offensive, bekam aber auch keine brauchbaren Bälle. War zuletzt viel besser, präsenter. (Bild: pd)

Daniel Lopar: Note 5: Lässt beim 0:1 den Ball nach vorne abprallen, ansonsten eine tadellose Leistung. Mehrere Paraden in der zweiten Halbzeit verhindern Schlimmeres. (Bild: pd)



Einen Punkt gewonnen haben die St. Galler im Berner Oberland, weil Thun das bessere Team gewesen war und ein klares Chancenplus verzeichnete. Doch nach der Thuner Führung durch Enrico Schirinzi (23.) bogen plötzlich die St. Galler auf die Siegesstrasse ein, nachdem Albian Ajeti (29.) und Marco Aratore (51.) das Spiel gewendet hatten.


Mit dem Auswärtsremis haben die Ostschweizer immerhin Thun auf Distanz gehalten und den Vorsprung auf Lugano um einen Punkt ausgebaut. Sie haben Platz 5 gefestigt; diese Rangierung reicht am Saisonende womöglich für die Teilnahme an der Europa-League-Qualifikation - sofern der Cupsieger unter den ersten vier klassiert ist.

Saibene gibt Abschied bekannt
Jeff Saibene verlässt wie erwartet per sofort den FC Thun. Der 48-jährige Luxemburger gab am Sonntag nach der Partie gegen den FC St. Gallen (2:2) bekannt, dass er zu Arminia Bielefeld in die 2. Bundesliga wechseln wird. Schon unter der Woche hatten die Berner Oberländer die Verhandlungen ihres Trainers mit dem abstiegsbedrohten Klub aus Ostwestfalen publik gemacht.

Saibene wäre ohnehin nur noch bis zum Saisonende Trainer in Thun gewesen. Er hatte schon in der Winterpause seinen Abgang per Sommer kommuniziert. Nun steigt sein Nachfolger und bisheriger Assistent Marc Schneider per sofort zum Chef auf. (sda/tn)

Die Espen feiern den 1:1-Ausgleichstreffer durch Albian Ajeti. (Bild: Keystone)
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Nzuzi Toko ist vor Thuns Dejan Sorgic am Ball. (Bild: Keystone)
Freundschaftliches Wiedersehen: Thun-Trainer Jeff Saibene und Espen-Coach Joe Zinnbauer. (Bild: Keystone)
Thuns Matteo Tosetti im Duell mit St. Gallens Andreas Wittwer. (Bild: Keystone)
Thuns Stefan Glarner (links) im Duell mit St. Gallens Andreas Wittwer. (Bild: Keystone)
FCSG-Coach Joe Zinnbauer gibt seinem Topskorer, Albian Ajeti, Tipps. (Bild: Keystone)
Das letzte Spiel als Coach-Trainer: Jeff Saibene wechselt per sofort zu Arminia Bielefeld in die zweite deutsche Bundesliga. (Bild: Keystone)
Silvan Hefti im Luftduell mit Thuns Simone Rapp. (Bild: Keystone)
Thun-Goalie Guillaume Faivre kann den 2:1-Führungstreffer für die Espen nicht mehr verhindern. (Bild: Keystone)

Die Espen feiern den 1:1-Ausgleichstreffer durch Albian Ajeti. (Bild: Keystone)