FCSG-Präsident Matthias Hüppi zum geplanten Fan-Protest: «Ich habe das Vertrauen, dass am Sonntag alles friedlich verlaufen wird»

Die Fans des FC St.Gallen fühlen sich bei Auswärtsspielen in Luzern ungerecht behandelt. Darum wollen sie kommenden Sonntag das Spiel ausserhalb des Gästesektors schauen. Jetzt nimmt Matthias Hüppi Stellung zur Aktion. Es habe im Vorfeld einen intensiven Austausch mit den Fans gegeben.

Martin Oswald
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Matthias Hüppi: «Mir ist der intensive Austausch mit allen Fans, egal wo sie im Stadion stationiert sind, wichtig.» (Bild: Ladina Bischof)

Matthias Hüppi: «Mir ist der intensive Austausch mit allen Fans, egal wo sie im Stadion stationiert sind, wichtig.» (Bild: Ladina Bischof)

Matthias Hüppi, was halten Sie von der geplanten Fanaktion beim Auswärtsspiel in Luzern?

Ich bin seit Tagen in einem intensiven Austausch mit den Fans. Die Fans planen hier keine Guerilla-Aktion, sondern haben von Anfang an öffentlich kommuniziert, was ihre Absicht und ihre Anliegen sind. Ich nehme auch diesen Aspekt des intensiven Dialoges ernst und möchte ihre Anliegen verstehen.

Die Fans schreiben im Aufruf , man wolle lautstark, aber friedlich auftreten. Machen Sie sich Sorgen, dass es auch wirklich friedlich bleibt?

Mir ist der intensive Austausch mit allen Fans, egal wo sie im Stadion stationiert sind, wichtig. Immer mit dem Ziel, Gewalt, Diskriminierung und Rassismus zu verhindern. Dieses Ziel kann man nur gemeinsam erreichen. Es ist ein Dialog, aber mit Grenzen und klaren Regeln. Wir bauen da behutsam etwas auf. Ich habe das Vertrauen, dass am Sonntag alles friedlich verlaufen wird.

Die FCSG-Fans werden sich ausserhalb des Gästesektors unters Volk mischen.

Unsere Fans haben auf normalem Weg Tickets für das Spiel gekauft und zuerst solche für den Familiensektor bekommen. Das haben sie sofort bemerkt und beim FC Luzern um einen Umtausch der Tickets für einen anderen Sektor gebeten. Es geht dem Dachverband 1879 nicht darum, für Ärger zu sorgen, sondern darum, die Unzufriedenheit mit der Gästebetreuung auszudrücken. Wir sind laufend im Austausch mit der Liga und den anderen Klubs und wollen auf dieser Ebene Rahmenbedingungen schaffen, die für die Vereine und die Fans stimmen.