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Interview

FCSG-Präsident Matthias Hüppi: «Klar ist es zuweilen ein Hamsterrad»

Matthias Hüppi, Präsident des FC St.Gallen, spricht vor dem Servette-Spiel über die Cupniederlage gegen Winterthur, die Finanzen des Clubs und das Vorbild SC Freiburg.
Interview: Christian Brägger, Ralf Streule
St.Gallens Präsident Matthias Hüppi: «Wir mussten beissen in den vergangenen Tagen.» (Bild: Urs Bucher)

St.Gallens Präsident Matthias Hüppi: «Wir mussten beissen in den vergangenen Tagen.» (Bild: Urs Bucher)

Matthias Hüppi empfängt in seinem Büro im Logenbereich des Kybunpark. Unten auf dem Rasen wird gedüngt und gemäht, Hüppi sitzt vor einer grün gestrichenen Wand, zeigt stolz seinen Bildschirmschoner «natürli Äfce Sangalle, isch jo klar», und setzt sich mit seinem bekannten, beschwingten «Jo!» hin. Will heissen: Lasst uns beginnen.

Dieses Gespräch war schon vor der Cupniederlage geplant.

Ist das eine Frage? Der Einstieg in ein positives, konstruktives Gespräch? (lacht)

Der Abend in Winterthur war ein grosser Rückschlag.

Ja, wir mussten beissen in den vergangenen Tagen. Wir setzten grosse Hoffungen in den Cup. In der Meisterschaft kannst du vieles korrigieren. Aber Out ist Out. Das tut allen weh. Auch den Fans, aber das Grundvertrauen ist nicht erschüttert, das spüre ich. Und wir können uns an Bildern aufbauen, die in dieser Saison positiv waren. An den zweiten Halbzeiten gegen Lugano oder YB, oder am Spiel in Basel. Da haben wir gezeigt, dass wir es können. Aber wir werfen uns halt immer wieder selber zurück.

Warum passiert das dem FC St.Gallen derzeit auffallend oft?

Wenn wir eine Serie von drei positiven Spielen hätten, gäbe das dem jungen Team viel Vertrauen. Da stehen wir uns nach guten Partien oft selber im Weg. Dafür kommen wir nach Rückschlägen immer zurück. Jetzt beginnt es halt wieder von vorn im Spiel gegen Servette. Das braucht für alle Beteiligten viel Energie und Geduld, ist aber auch spannend.

Oft rennt man ins offene Messer. Wann kommt der Zeitpunkt, in dem der Präsident sagt: «Trainer, etwas Vorsicht ist geboten!»

Wir tauschen uns immer aus. Aber ich gebe doch keine taktische Anweisungen!

Da habe ich volles Vertrauen in die sportliche Leitung. Wir sind uns einig: Wir wollen keinen Schlafwagen-Fussball, suchen nicht das 0:0. Als man das in St.Gallen praktizierte, kam es auch nicht gut heraus.

Die Spielidee hat noch Mängel, Variabilität und Kreativität fehlen.

Wir arbeiten täglich daran und kommen vorwärts. Jeder Spieler muss genau wissen, was zu tun ist. Vielleicht ist noch nicht jeder so weit, vielleicht passt noch nicht alles. Eine so junge Mannschaft braucht Zeit. Aber in den Trainings sehe ich: Es wird intensiv und leidenschaftlich daran gearbeitet.

Die Zuschauerzahlen sinken, im Vergleich zum Vorjahr bis jetzt um 1000 auf 11'600 pro Spiel. Trotz propagierter grün-weisser Welle.

Die Frage ist: Wie gross ist das Zuschauerpotenzial tatsächlich? Ich denke, wenn wir es wie bis jetzt schaffen, national die Nummer drei zu sein, ist das schon mal gut. Aber wir wollen mehr, und wir müssen das Vertrauen des Publikums immer wieder von Neuem gewinnen. Wir sind uns bewusst, dass wir es uns selber immer wieder schwer machen. Doch diesem Hin und Her müssen wir gewachsen sein. Gegen Lugano tönte es vor der Pause unter den Zuschauern gar nicht gut, das habe ich selber mitbekommen. Am Ende aber standen auf der Tribüne alle.

Fehlt Tranquillo Barnetta?

Unser Geschäft ist stark in Gegenwart und Zukunft verankert. Zurückschauen hilft niemandem. Wir haben eine ganz neue Konstellation in der Mannschaft – und die passt.

Apropos Konstellation: Nun sind wieder rund 30 Spieler im Kader, das wollte man doch verhindern.

Die Grösse hat einen einfachen Grund. Wir mussten wegen Verletzten Sicherheiten einbauen. 26 Spieler sind nur dann genug, wenn alle topfit sind.

Mit Ermedin Demirovic kam zuletzt ein Leihspieler für ein Jahr. Er muss schnell einschlagen.

Dazu hat er die Fähigkeiten.

Sie wollten doch auf Leihspieler weitgehend verzichten.

Wenn zwei Leihspieler dabei sind wie jetzt, liegt dies im Rahmen und entspricht den Vorgaben des Verwaltungsrats. Den Abgang von Dereck Kutesa durften wir nicht nur auf die Schultern unserer eigenen jungen Spielern laden.

Bei Kutesa gibt es eine Weiterbeteiligung.

Natürlich. Mehr kann ich dazu nicht sagen, aber es ist eine gute Sache für uns. Ich hoffe, es kommt für ihn gut in Frankreich, dort weht ein etwas anderer Wind. Reims hat ihn sicher nicht geholt, um ihn nicht spielen zu lassen. So beharrlich wie die Franzosen geworben haben. Offenbar gibt es viel mehr Geld in Frankreich in der nächsten Saison mit dem Fernsehvertrag. Natürlich hätten wir Kutesa gerne behalten.

Aber irgendwann war es nicht mehr sinnvoll, weil dann auch der Spieler wegwollte und durch den Wind war. Letztlich hätten wir das Thema lieber nicht gehabt – es war sehr aufreibend.

Was bedeutet das grosse Kader finanziell für den FC St.Gallen?

Wir bewegen uns weiter in den Vorgaben des Verwaltungsrats. Wir haben das Budget kürzlich von 7,9 Millionen Franken auf 7,6 Millionen gesenkt, weil wir gesehen haben, dass wir damit ein Kader stemmen können. Weiter runter dürfen wir nicht. Das musst du zur Verfügung haben, um in der Super League konkurrenzfähig zu bleiben.

Bei einem Umsatz von rund 30 Millionen Franken scheint das Budget für die erste Mannschaft im Verhältnis sehr klein.

Wir haben ein Stadion zu betreiben, für Sicherheit zu sorgen. Wir wollen die Marke «FCSG» stärken und wir wollen die Räume im Stadion wirtschaftlich nutzen. Dafür ist unser gesamtes Team nicht überdotiert. Wir suchen immer nach Möglichkeiten, gewisse Beträge umzuschichten. Unser Ziel ist es, so viel Geld wie möglich in unser Kerngeschäft, die erste Mannschaft, fliessen zu lassen – mit Vernunft und Wirtschaftlichkeit. Sicher ist: Wir werden das wirtschaftliche Fortkommen des FC St.Gallen nie gefährden.

Wird genügend Geld generiert?

Das Sponsoringgeschäft ist heutzutage ein pickelharter Konkurrenzkampf. Der Spitzenfussball hat es nicht einfach, weil er immer wieder kritisch beleuchtet wird. Da müssen wir alles tun, um bei potenziellen Geldgebern Aufklärungsarbeit zu leisten. Wir wollen ihnen vermitteln, weshalb es Sinn macht, in einen Proficlub oder den Nachwuchs zu investieren.

Können Sie selbst häufig neue Geldgeber ins Boot holen?

Es wäre eine romantische Vorstellung, dass da jemand am Morgen aus dem Stadion geht und am Abend mit Schecks zurückkommt. Wenn ich unsere Idee vorstelle, erhalte ich sehr viele positive Rückmeldungen. Aber ich verbrumme keinen zum Geld liefern. Oder dazu, schnelle Versprechungen zu machen. Da ist mir lieber, der Scheck ist etwas kleiner, dafür beruht das Verhältnis auf Vertrauen. Es steckt viel mehr hinter dem Geld. Es geht um nachhaltiges Wirtschaften. Und um gute Kooperationen, zum Beispiel mit Firmen, die Lehrlinge aus der Fussballakademie anstellen.

Spüren Sie Druck seitens des Verwaltungsrats, wenn es darum geht, Finanzen zu generieren?

«Unter Druck sind wir alle jeden Tag», sagt Matthias Hüppi. (Bild: Urs Bucher)

«Unter Druck sind wir alle jeden Tag», sagt Matthias Hüppi. (Bild: Urs Bucher)

Ich spüre vor allem viel Vertrauen. Unter Druck sind wir alle jeden Tag.

Muss man sich daran gewöhnen, dass der FC St.Gallen nicht potent genug ist, Ablösesummen für interessante Spieler zu bezahlen?

Selbstverständlich wollen wir das wieder möglich machen. Als wir begonnen haben, war das aber völlig ausgeschlossen. Mittlerweile haben wir Transfergewinne generiert, das Geld geben wir nicht gleich am nächsten Tag wieder aus. Wir müssen uns unsere Aktionen sehr genau überlegen. Musah Nuhu zum Beispiel haben wir ja auch gekauft. Doch wenn wir die Chance haben, an gute ablösefreie Spieler zu kommen, müssen wir das nutzen. Teure Topcracks sind nicht unsere Zielgruppe, das wäre verantwortungslos.

Hat man das strukturelle Defizit von zuletzt 2,5 Millionen Franken bereinigt?

Das bringst du nicht hin in nur zwei Jahren. Entscheidend ist, ein ausgeglichenes Budget für die laufende Saison zu präsentieren. Wir werden alles daran setzen, dieses einzuhalten. Genaues gibt es an der Generalversammlung Ende November.

Es war schon mal davon die Rede, dass das strukturelle Minus nun noch etwas über einer Million sei.

Ich kann Ihnen solche Zahlen jetzt nicht bestätigen, das wäre unseriös. Was ich sagen kann: Wir sind auf gutem Weg, und wir arbeiten intensiv daran.

Fühlen Sie sich manchmal im Hamsterrad? Das Team wird nicht erfolgreicher, stets rennt man dem Geld hinterher, die grün-weisse Welle gibt es nicht so richtig...

...natürlich gibt es die! Gehen Sie einmal mit mir durch die Stadt und durch die Region! Der FC St.Gallen ist ein lebendiges Thema. Und: Die Mannschaft ist jung und hat Perspektive.

Klar ist’s nicht immer das grosse Freilaufgehege der Raubtiere im Zürcher Zoo, sondern zuweilen ein Hamsterrad. Natürlich gibt es viele schwierig zu meisternde Hürden bei unseren Aufgaben. Aber ich jammere nicht und bin einfach mit Haut und Haar an der Arbeit.

Ich lasse mich von Rückschlägen auf dem Feld nicht so leicht aus der Ruhe bringen. Leadership hat viel mit Standhaftigkeit zu tun. Genau das reizt mich an der Aufgabe. Das zeigt sich nicht in einer Siegesserie, sondern genau dann, wenn du in Winterthur aus dem Cup rausspickst.

Was ist belastender: Der Präsidenten-Job oder die Arbeit beim Schweizer Fernsehen?

Als Clubpräsident fällt es mir deutlich schwerer abzuschalten. Vorher war meine Arbeit projektbezogener. Der Aufwand war auch beachtlich, aber wenn eine Sendung vorbei war und wir sie analysiert hatten, war Schluss. Im FC St.Gallen gibt es ein langfristig ausgelegtes Tagesgeschäft, dazu kommen immer wieder unerwartete Aufgaben. Das ist fordernder, das wusste ich. Doch wenn ich die Verpflichtung spüre gegenüber der Aufgabe, kann ich nicht anders, als mit Haut und Haar dabei zu sein. Was ich mache, mache ich richtig. Das ist sogar so, wenn ich mal wieder mit dem Bass in der Band auftrete. Das tue ich nicht, ohne vorher geübt zu haben.

Wann sind Sie letztmals aufgetreten?

Kürzlich bei Bernhard Russis Geburtstagsfest, da haben wir zwei Stunden gespielt. Ich hatte kaum Zeit, mit Bernhard anzustossen. (lacht)

Ivo Forster, der CEO der Event AG, soll umstritten sein intern. Stärken Sie ihm nach wie vor den Rücken?

Gerüchte und Geschwätz interessieren mich nicht.

«Auf ihn lasse ich nichts kommen», sagten Sie einst. Gilt dieser Satz noch?

Selbstverständlich.

Weshalb wurde der Vertrag mit Peter Zeidler frühzeitig im Sommer um ein Jahr auf insgesamt drei Jahre verlängert? Gab es die Angst, dass er abspringt?

Peter Zeidlers Arbeit stösst bei anderen Clubs auf Interesse. Doch der Hauptgrund war: Wir wollen langfristig arbeiten. Mein Vorbild ist der SC Freiburg – wie die Freiburger mit Trainer Christian Streich arbeiten, früher mit Volker Finke. Sie hatten Hoch und Tiefs, waren in Nähe der Relegation, stiegen sogar einmal ab, kamen wieder rauf, blieben sich aber immer treu. Und sie hatten immer eine unglaubliche Beziehung zum Publikum. Das beeindruckt mich ganz stark. Ein solches Modell finde ich auch für uns erstrebenswert, auch weil ich es als Anachronismus in der heutigen Fussballwelt empfinde.

Ein Blankocheck auf lange Zeit?

Fussball ist nicht rational. Wenn ein Trainer fünfmal nacheinander verliert, heisst es sofort: Raus, raus, raus.

Wir möchten uns nicht von aussen leiten lassen. In meinen ersten 20 Monaten als Präsident habe ich die Klarheit gewonnen, dass wir uns an langfristigen Zielen orientieren müssen. Doch das Ziel, langfristig zu arbeiten, entbindet dich nicht, alles kritisch zu hinterfragen. Nur: Die Schlüsselfigur bleibt dabei immer die gleiche. Hier wollen wir berechenbar und verlässlich sein. Es liegt ja alles nah beieinander, wir haben jetzt im Cup verloren, aber wenn wir die nächsten drei Spiele im September gewinnen, sind wir vorne dabei. Falls nicht, kommen wieder andere Fragen.

Bei Zeidler spürt man, dass er nicht auf Moreno Costanzo setzt.

«Da haben Sie einen komplett falschen Eindruck:» (Bild: Urs Bucher)

«Da haben Sie einen komplett falschen Eindruck:» (Bild: Urs Bucher)

Da haben Sie einen komplett falschen Eindruck. Unser Trainer behandelt alle Spieler gleich. Und sowieso: Wenn die Mannschaft so gespielt hätte in Winterthur, wie es Peter verlangt, dann hätten wir nicht verloren: Ball jagen, Ball jagen, Ball jagen.

Zeidler bleibt drei Jahre, Sie sowieso bis zu Ihrer Pensionierung. War es für Ihre Idee deshalb besonders wichtig, dass Alain Sutter nicht zum Verband abgesprungen ist?

An meine Pensionierung verschwende ich keinen Gedanken, vielleicht bin ich ja mit 70 Jahren noch dabei (lacht), das entscheiden die Aktionäre. Aber wir drei gehören schon zum Kern dieser Idee. Und die Verlängerung mit dem Trainer ist auch diesbezüglich ein Zeichen.

Hat es Sie aus der Bahn geworfen, dass Alain Sutter mit einem Weggang kokettierte?

Hinten und vorne hat mich dies nicht aus der Bahn geworfen. Ich habe diese Geschichte mit sehr viel Gelassenheit verfolgt und war mir ziemlich sicher, dass Alain bleibt. Aber ich habe ihm geraten, dass er sich den Gesprächen stellen soll. Weil er nur lernen kann dabei. Nur Peter ist ein Routinier. Alain macht den Job zum ersten Mal wie ich, da kann ein Dazulernen nicht schaden.

Sie wirken im Gespräch nicht mehr so locker wie einst, springen schneller auf Dinge auf, die Ihnen nicht passen.

Nein, warum? Es ist doch gut, wenn ich reagiere, dann lebt das Gespräch. Es ist aber auch meine Aufgabe, den FC St.Gallen zu verteidigen. Wenn wir immer gewinnen würden und alles so liefe wie gewünscht, wären wir alle automatisch lockerer. Und wenn es Rückschläge gibt, dann gibt es eben mehr zu verarbeiten. Wenn ich etwas garantiert nicht mache: Ich werde mich nie verstellen. Schauen Sie: Wenn wir gegen Servette gewinnen, sind wir Vierter und können am Sonntag von niemandem überholt werden. Diese Rechnung habe ich natürlich gemacht. Danach gehen wir nach Sitten, dort haben wir zuletzt gut ausgesehen. Und dann kommt Thun. Darum darf man nicht alles schlechtreden. Dass die Fans nach dem Cup enttäuscht und verärgert sind, muss man aushalten können. Auch wenn sie mir sogar an den Karren fahren.

Ist St.Gallen am Samstag gegen Servette der Favorit?

Wir spielen gegen einen Aufsteiger mit Qualitäten. Das Spiel könnte attraktiv werden, Servette steht wohl nicht hinten rein. Und soweit ich mich an meine Jugend erinnere, ist Servette ein Club, den man in der Ostschweiz mag. Ich freute mich über seinen Aufstieg. Zudem ist Alain Geiger ein Grosser des Schweizer Fussballs. Er hatte auch schon schwere Zeiten, weil ihn gar kein Verein mehr als Trainer wollte. Und jetzt ist er daran, etwas aufzubauen, das macht Eindruck. Es wird eine offene Partie. Aber wir spielen zu Hause gegen den Aufsteiger, da muss es unser Anspruch sein, erfolgreich zu sein.

Servette kommt auch aus einer Niederlage.

Aber das sind zwei verschiedene Geschichten, solche Vergleiche hinken. Ich habe weiss Gott keine Zeit, mich mit dem Cupout anderer Mannschaften zu beschäftigen. Ich habe andere Hausaufgaben zu erledigen. Und das haben wir gemacht.

Matthias Hüppi: «Ich habe weiss Gott keine Zeit, mich mit dem Cupout anderer Mannschaften zu beschäftigen.» (Bild: Urs Bucher)

Matthias Hüppi: «Ich habe weiss Gott keine Zeit, mich mit dem Cupout anderer Mannschaften zu beschäftigen.» (Bild: Urs Bucher)

Früher nahmen Sie die Zuschauer für Heimspiele in die Pflicht, Sie sprachen von Events. Das ist heute nicht mehr der Fall.

Das ist eine absolute Fehlinterpretation, ich nehme die Zuschauer gewiss nicht in die Pflicht. Ich bin einfach happy, wenn die Ränge voll sind.

Im Idealfall ist jedes Spiel von uns die beste Werbung für das nächste Spiel. Das haben wir, nüchtern und selbstkritisch betrachtet, nicht geschafft bis jetzt. Doch genau dieses Ziel werden wir beharrlich verfolgen.

Also Sie meinen die Spieler, die gefordert sind.

Nein wir. Wir gewinnen zusammen, und wir verlieren zusammen. Ich werde nie einem Spieler einen Vorwurf machen nach einem Fehler.

Es gibt keine Sündenböcke

Der FC St.Gallen will am Samstag ab 19 Uhr zu Hause gegen Servette die Cup-Enttäuschung hinter sich lassen. Peter Zeidler sagt, es gebe keine Sündenböcke. Dennoch dürfte der Coach gegen den Aufsteiger und Tabellenvierten das Team verändern, die neuen Stürmer André Ribeiro und Ermedin Demirovic stehen jedenfalls im Kader wie wohl auch Alain Wiss erstmals wieder. Zeidler sagt: «Wir sind so vorbereitet, dass gute Chancen bestehen, das Spiel zu gewinnen.» (cbr)

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