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FCSG-Präsident Matthias Hüppi fordert nach den VAR-Entscheiden eine klare Linie: «Sonst gibt es jedes Wochenende solche Diskussionen»

Der Video Assistant Referee VAR soll den Fussball gerechter machen. Doch noch gibt es Kinderkrankheiten. Am Samstag verlor St.Gallen nach zwei VAR-Entscheiden gegen Luzern mit 0:2. Vor allem der zurückgezogene Penalty erhitzte die Gemüter.
Patricia Loher
Nach dieser Aktion von St. Gallens Torhüter Dejan Stojanovic gegen Luzerns Lucas entscheidet der Schiedsrichter nach einer Intervention des VAR auf Penalty. (Bild: Urs Bucher)

Nach dieser Aktion von St. Gallens Torhüter Dejan Stojanovic gegen Luzerns Lucas entscheidet der Schiedsrichter nach einer Intervention des VAR auf Penalty. (Bild: Urs Bucher)

Die Super League hat ihre erste grosse Diskussion um den VAR. Zweimal griff der Videoassistent am Samstag im Kybunpark ein, zweimal revidierte Schiedsrichter Lionel Tschudi nach der Konsultation der TV-Bilder seine Entscheide – zweimal zu Ungunsten der St. Galler.

Leonidas Stergiou: Note 5. Zeigt über 90 Minuten, dass er, obwohl er erst 17 Jahre alt ist, zum Stamm gehören muss. Macht keinen Fehler.Leonidas Stergiou: Note 5. Zeigt über 90 Minuten, dass er, obwohl er erst 17 Jahre alt ist, zum Stamm gehören muss. Macht keinen Fehler.
Dejan Stojanovic: Note 4. Hält eigentlich alles, was auf sein Tor kommt. Faustet aber in der Schlussphase am Ball vorbei, was in einem Penalty und schliesslich zum entscheidenden 0:1 für Luzern mündet. Beim 0:2 ohne Schuld.Dejan Stojanovic: Note 4. Hält eigentlich alles, was auf sein Tor kommt. Faustet aber in der Schlussphase am Ball vorbei, was in einem Penalty und schliesslich zum entscheidenden 0:1 für Luzern mündet. Beim 0:2 ohne Schuld.
Jérémy Guillemenot: Note 4,5. Spielt bis zur Einwechslung Ittens in der Sturmspitze. Opfert sich für die Mannschaft auf, hat aber einen schweren Stand.Jérémy Guillemenot: Note 4,5. Spielt bis zur Einwechslung Ittens in der Sturmspitze. Opfert sich für die Mannschaft auf, hat aber einen schweren Stand.
Cedric Itten: Note 4. Kommt in der zweiten Halbzeit für Bakayoko. Einen grossen Einfluss auf das Spiel bleibt dem Stürmer aber verwehrt.Cedric Itten: Note 4. Kommt in der zweiten Halbzeit für Bakayoko. Einen grossen Einfluss auf das Spiel bleibt dem Stürmer aber verwehrt.
Miro Muheim: Note 4. Die fehlende Spielpraxis ist dem Aussenverteidiger ab und an anzumerken. Steigert sich nach der PauseMiro Muheim: Note 4. Die fehlende Spielpraxis ist dem Aussenverteidiger ab und an anzumerken. Steigert sich nach der Pause
Victor Ruiz Abril: Note 5. Lässt den Abgang Vincent Sierros beinahe vergessen. Mit seiner Kreativität in der Offensive schafft er zahlreiche gefährliche Szenen im Luzerner Strafraum. Wird in der 70. Minute durch Costanzo ersetzt.Victor Ruiz Abril: Note 5. Lässt den Abgang Vincent Sierros beinahe vergessen. Mit seiner Kreativität in der Offensive schafft er zahlreiche gefährliche Szenen im Luzerner Strafraum. Wird in der 70. Minute durch Costanzo ersetzt.
Silvan Hefti: Note 5. Lässt hinten bis zum 0:1 nichts anbrennen und schaltet sich immer wieder mit in die Offensive ein. Eine mehr als solide Leistung des Captains.Silvan Hefti: Note 5. Lässt hinten bis zum 0:1 nichts anbrennen und schaltet sich immer wieder mit in die Offensive ein. Eine mehr als solide Leistung des Captains.
Dereck Kutesa: Note 5. Macht ein gutes Spiel; sucht immer wieder das 1 gegen 1. Könnte ab und an früher abspielen.Dereck Kutesa: Note 5. Macht ein gutes Spiel; sucht immer wieder das 1 gegen 1. Könnte ab und an früher abspielen.
Axel Bakayoko: Note 5. Erhält in der ersten Halbzeit die gelbe Karte für eine vermeintliche Schwalbe. Ist für die Luzerner Hintermannschaft über das gesamte Spiel nicht greifbar.Axel Bakayoko: Note 5. Erhält in der ersten Halbzeit die gelbe Karte für eine vermeintliche Schwalbe. Ist für die Luzerner Hintermannschaft über das gesamte Spiel nicht greifbar.
Jordi Quintillà: Note 4,5. Unauffällig aber wichtig. Fast jeder Angriff läuft über den 25-Jährigen. Der Ruhepol im St.Galler Spiel.Jordi Quintillà: Note 4,5. Unauffällig aber wichtig. Fast jeder Angriff läuft über den 25-Jährigen. Der Ruhepol im St.Galler Spiel.
Lukas Görtler: Note 4. Nach nur zweieinhalb Wochen in der Ostschweiz fehlt ihm die Bindung zur Mannschaft. Fällt in einer starken St.Galler Mannschaft etwas ab. Im Spielaufbau unterlaufen dem Neuzugang aus den Niederlanden immer wieder Fehler.Lukas Görtler: Note 4. Nach nur zweieinhalb Wochen in der Ostschweiz fehlt ihm die Bindung zur Mannschaft. Fällt in einer starken St.Galler Mannschaft etwas ab. Im Spielaufbau unterlaufen dem Neuzugang aus den Niederlanden immer wieder Fehler.
Yannis Letard: Note 5,5. Bester Mann auf dem Feld. Verliert keinen Zweikampf und strahlt dabei eine unglaubliche Ruhe aus.Yannis Letard: Note 5,5. Bester Mann auf dem Feld. Verliert keinen Zweikampf und strahlt dabei eine unglaubliche Ruhe aus.
Angelo Campos: Note -. Ersetzt in der Schlussphase Jordi Quintillà. Zu kurz für eine Bewertung.Angelo Campos: Note -. Ersetzt in der Schlussphase Jordi Quintillà. Zu kurz für eine Bewertung.
Moreno Costanzo: Note 4. Wird in der 71. Minute für den starken Ruiz eingewechselt. Diesen Tausch hätte sich FCSG-Trainer Peter Zeidler sparen können. Bleibt ohne nennenswerte Szene.Moreno Costanzo: Note 4. Wird in der 71. Minute für den starken Ruiz eingewechselt. Diesen Tausch hätte sich FCSG-Trainer Peter Zeidler sparen können. Bleibt ohne nennenswerte Szene.
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Neuzugang Yannis Letard war der beste Mann auf dem Feld: Die Noten der FCSG-Spieler gegen den FC Luzern

Dabei entzündeten sich vor allem an der ersten Situation Diskussionen. Der Penaltyentscheid in der 16. Minute nach einer Berührung von Lazar Cirkovic an Axel Bakayoko schien kein klarer Fehler des Unparteiischen zu sein. Es war deshalb nicht nachvollziehbar, weshalb der VAR eingriff – wobei es noch immer der Mann auf dem Platz ist, der den definitiven Entscheid fällt. Zur Pause sagte Experte Marcel Reif im «Teleclub»:

«War das eine klare Fehlentscheidung? Nein. Also hat der VAR hier nichts verloren.»

Der Schiedsrichter bewerte eine Situation. «Es gibt eine Berührung und der Verteidiger nimmt das Risiko. Der Schiedsrichter steht zudem nur fünf Meter entfernt. Er muss der entscheidende Mann auf dem Platz sein und nicht irgendwelche anderen Instanzen», so Reif weiter.

Zeidler kritisiert Verhalten vor dem Gegentor

Die zweite Intervention brachte schliesslich die Entscheidung. Nachdem die Situation nach zwei Chancen von Luzerns Lucas bereinigt gewirkt hatte, meldete sich der VAR mit Verzögerung doch noch: St. Gallens Goalie Dejan Stojanovic hatte Lucas mit der Faust am Kopf getroffen. In der 87. Minute verwertete Blessing Eleke den Elfmeter.

Auch wenn zwischen Thun und Xamax eine ähnliche Situation zu keiner Intervention geführt hatte, war man beim FC St. Gallen einen Tag nach dem Spiel darum bemüht, den Ball flach zu halten. Trainer Peter Zeidler konzentrierte sich vorerst auf sein Team und sagte, man habe eine ansprechende Leistung gezeigt, kritisierte aber auch das Ver­halten vor dem Gegentor, als St.Gallen dem harmlosen Luzern doch noch Chancen zugestand. «Wir haben lange vieles toll gemacht. Doch zum Schluss waren wir nicht mehr aufmerksam genug.» Die Entscheide des Schiedsrichters mochte der Coach nicht kommentieren. «Aber natürlich waren sie hart. Ich glaube jedoch, dass sich das im Laufe einer Saison ausgleicht.»

Hüppi: «Müssen das Ganze gelassen sehen»

Präsident Matthias Hüppi sagte, die Mannschaft habe ihm trotz der Niederlage viel Freude bereitet. Und: «Wir müssen das Ganze gelassen sehen. Natürlich muss man weiterhin am VAR arbeiten. Wichtig wird sein, dass eine gemeinsame Linie gefunden wird. Sonst gibt es jedes Wochenende solche Diskussionen.»

Zudem habe er den Eindruck, die Stimmen im Ohr hätten Tschudi eher verunsichert denn gestärkt, so Hüppi. «Dabei müsste der VAR für den Schiedsrichter ja eine Unterstützung sein.»

Starker Neuzugang Letard

Es wäre möglich gewesen, dass der VAR keinen Einfluss auf Sieg oder Niederlage gehabt hätte. Doch St. Gallen schaffte es nicht, trotz Überlegenheit das Spiel schon vorher zu entscheiden. Die Ostschweizer agierten zu wenig durchschlagskräftig. Zudem parierte Luzern-Goalie Marius Müller einige Male stark. «Wir müssen schon noch zulegen», so Zeidler. «Aber wir sind dabei, eine neue, junge Mannschaft aufzubauen.» Vor allem die Abwehr um den überragenden Neuzugang Yannis Letard machte ihre Sache lange gut: Dabei war sie im Schnitt gerade einmal 19,75-jährig.

In der zweiten Runde gastiert der FC St.Gallen am nächsten Samstag beim FC Basel, ehe er auswärts auf Xamax trifft.

Emotionen, Geschichten und Stimmen zum Spiel St.Gallen – Luzern gibt es hier:

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