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7 Spiele, 19 Punkte: Der FC St.Gallen gewinnt auch in Lugano

Der FC St.Gallen gewinnt in Lugano mit 3:1 und bleibt damit seit sieben Spielen ungeschlagen. Für die Espen ist es der erste Sieg im Tessin seit August 2017.
Tim Naef
Wieder einer der Besten bei den St.Gallern: Jordi Quintillà. (Bild: Keystone)

Wieder einer der Besten bei den St.Gallern: Jordi Quintillà. (Bild: Keystone)

Die Tore

  • 0:1, 37. Minute, Cedric Itten: Lukas Görtler verlängert einen Ball in die Spitze zu Itten. Der fackelt nicht lange und haut den Ball aus rund 25 Metern flach links ins Tor.
  • 0:2, 42. Minute, Jordi Quintillà: Die Luganesi verlieren den Ball im Spielaufbau. Quintillà spielt den Doppelpass mit Ruiz und zieht aus rund 20 Metern ab. Wieder ist es die linke untere Ecke, wo der Ball einschlägt.
  • 1:2, 51. Minute, Marco Aratore: Francisco Rodríguez steckt auf der linken Seite stark auf Aratore durch. Dieser schlenzt den Ball via Querlatte sehenswert ins Tor.
  • 1:3, 88. Minute, Jordi Quintillà: Drei Tore von ausserhalb des Sechzehners. Quintillà schlenzt den Ball unhaltbar in den Winkel.

Die Spiel-Analyse

Erstmals in dieser Saison muss FCSG-Coach Peter Zeidler auf Innenverteidiger Yannis Letard – aufgrund einer Gelbsperre –verzichten. Die grosse Frage vor dem Spiel war deshalb, wer den Part des Franzosen an der Seite des frischgebackenen «Ostschweizer Fussballer des Jahres», Leonidas Stergiou, spielen würde. Ein Blick auf das Matchblatt zeigt, dass sich Zeidler für die Routine entscheidet und Alain Wiss erstmals von Anfang an spielen darf.

Doppelschlag innert fünf Minuten

Die Partie beginnt animiert. Beide Mannschaften suchen die Offensive. Zur ersten Grosschance dauert es aber 19 Minuten: Cedric Itten kommt nach einem missglückten Klärungsversuch der Luganesi aus rund 11 Metern zum Abschluss. Einzig eine Glanzparade des Heimgoalies verhindert die Führung der St.Galler. 18 Minuten später ist aber auch Noah Baumann chancenlos. Itten zieht aus rund 25 Metern ab und versenkt eiskalt in die linke untere Ecke. Das Tor gibt den Espen Selbstvertrauen. Und nur fünf Minuten später fällt bereits das 2:0. Nach einem Sololauf Stergious landet der Ball auf Umwegen bei Jordi Quintillà. Dieser macht es Itten gleich und haut den Ball ebenfalls flach und links ins Tor.

Nach der Pause spielt nur noch Lugano

Die Luganesi kommen stärker aus der Pause. Nach nur wenigen Sekunden muss Miro Muheim in Extremis klären. Und auch in der Folge zeigt sich, dass Lugano-Coach Celestini die richtigen Worte in der Pause gefunden hat. In der 51. Minute spielt Ex-Espe Marco Aratore den Doppelpass mit Francisco Rodríguez, welcher keine Mühe hat und den Anschlusstreffer erzielen kann.

Und auch in der Folge sind es die Tessiner, welche das Spiel bestimmen und immer wieder gefährlich vor FCSG-Goalie Dejan Stojanovic auftauchen. War die St.Galler Defensive in der ersten Halbzeit noch nahezu fehlerlos, häufen sich die Ungenauigkeiten immer mehr. Zeidler probiert es mit Wechseln, bringt Betim Fazliji für Wiss,Costanzo für Babic und Bakayoko für Demirovic. Doch erst als der Unparteiische, nach einer groben Attacke Mattia Bottanis an Cedric Itten, die rote Karte zückt, kippt das Spiel wieder auf die St.Galler Seite.

Zu zehnt haben die Luganesi keine Chance mehr. St.Gallen kontrolliert das Spiel, ehe Quintillà das Spiel mit seinem zweiten Tor in der 90. Minute entscheidet.

45 Minuten gut, 45 Minuten schlecht

Ähnlich wie in Genf kommen die St.Galler nach der Pause nervös aufs Spielfeld zurück. Die erst sattelfeste Abwehr schwimmt in der zweiten Halbzeit immer wieder. Fehlpässe und Abstimmungsprobleme bringen die St.Galler immer wieder unnötig in Bedrängnis.

Nichtsdestotrotz gibt es auch in Lugano drei Punkte für St.Gallen. Die Espen haben nun in den vergangenen sieben Spielen 19 Punkte geholt.

Die Besten

Aus einer soliden St.Galler Mannschaft stechen drei heraus: Stergiou, Quintillà, Ruiz.

  • Der 17-Jährige Stergiou verliert gefühlt keinen Zweikampf und schaltet sich immer wieder nach vorne mit ein.
  • Praktisch jeder gefährliche Angriff hat seinen Ursprung bei Quintillà. Zudem trifft er sehenswert zum zwischenzeitlichen 2:0 und 3:1.
  • Wie bereits in den vergangenen Spielen ist Ruiz das kreative Element bei den St.Gallern und provoziert mit seinen Dribblings immer wieder Überzahlsituationen für die Espen.
Dejan Stojanovic: Note 5. Beim Gegentor gibt’s für ihn nichts zu machen. Guter Rückhalt, makellos bei hohen Bällen.Dejan Stojanovic: Note 5. Beim Gegentor gibt’s für ihn nichts zu machen. Guter Rückhalt, makellos bei hohen Bällen.
Silvan Hefti: Note 4,5. Vor allem vor der Pause mit einigen starken Vorstössen. Defensiv ballsicher und solid. Das Gegentor fällt über seine Seite.Silvan Hefti: Note 4,5. Vor allem vor der Pause mit einigen starken Vorstössen. Defensiv ballsicher und solid. Das Gegentor fällt über seine Seite.
Leonidas Stergiou: Note 5,5. Der Ostschweizer Fussballer des Jahres strotzt vor Selbstbewusstsein. Schnell und ballsicher. Nur beim Gegentor lässt er sich zu schnell herauslocken.Leonidas Stergiou: Note 5,5. Der Ostschweizer Fussballer des Jahres strotzt vor Selbstbewusstsein. Schnell und ballsicher. Nur beim Gegentor lässt er sich zu schnell herauslocken.
Alain Wiss: Note 5. Fügt sich, trotzt Mangel an Spielpraxis, nahtlos in die Abwehr ein. Starkes Stellungsspiel. Am Ende verlassen ihn die Kräfte.Alain Wiss: Note 5. Fügt sich, trotzt Mangel an Spielpraxis, nahtlos in die Abwehr ein. Starkes Stellungsspiel. Am Ende verlassen ihn die Kräfte.
Miro Muheim: Note 5,5. Läuft auf der linken Abwehrseite fast jeden Ball ab. Viel Vorwärtsdrang, vor allem vor der Pause.Miro Muheim: Note 5,5. Läuft auf der linken Abwehrseite fast jeden Ball ab. Viel Vorwärtsdrang, vor allem vor der Pause.
Lukas Görtler: Note 5. Leitet vor dem 1:0 den Ball perfekt per Kopf zu Itten weiter. Bringt physische Stabilität ins Mittelfeld.Lukas Görtler: Note 5. Leitet vor dem 1:0 den Ball perfekt per Kopf zu Itten weiter. Bringt physische Stabilität ins Mittelfeld.
Jordi Quintillà: Note 6. Nimmt zweimal Mass, trifft zweimal herrlich. Zusammen mit dem gewohnt ruhigen und kreativen Spiel ergibt das die Höchstnote.Jordi Quintillà: Note 6. Nimmt zweimal Mass, trifft zweimal herrlich. Zusammen mit dem gewohnt ruhigen und kreativen Spiel ergibt das die Höchstnote.
Victor Ruiz: Note 5,5. Einmal mehr überall anzutreffen. Laufstark, ideenreich, mit starken Dribblings.Victor Ruiz: Note 5,5. Einmal mehr überall anzutreffen. Laufstark, ideenreich, mit starken Dribblings.
Cedric Itten: Note 5. Präsent. Sein Tor erzielt er kaltblütig und ansatzlos. Muss am Ende mit Verdacht auf Knöchelverletzung raus.Cedric Itten: Note 5. Präsent. Sein Tor erzielt er kaltblütig und ansatzlos. Muss am Ende mit Verdacht auf Knöchelverletzung raus.
Boris Babic: Note 4,5. Aufopferungsvoll, im Zweikampf wuchtig. Zuweilen fehlt ihm noch das Auge für den entscheidenden Pass.Boris Babic: Note 4,5. Aufopferungsvoll, im Zweikampf wuchtig. Zuweilen fehlt ihm noch das Auge für den entscheidenden Pass.
Ermedin Demirovic: Note 4. Kämpft aufopfernd, deutet Gefährlichkeit an, ist nach der Pause oft auf sich alleine gestellt. Kaum herausragende AktionenErmedin Demirovic: Note 4. Kämpft aufopfernd, deutet Gefährlichkeit an, ist nach der Pause oft auf sich alleine gestellt. Kaum herausragende Aktionen
Betim Fazliji: Note 4,5. Kommt in der 58. Minute für den angeschlagenen Alain Wiss. Ein solider Auftritt des 20-Jährigen.Betim Fazliji: Note 4,5. Kommt in der 58. Minute für den angeschlagenen Alain Wiss. Ein solider Auftritt des 20-Jährigen.
Moreno Costanzo: Note 4,5. Kommt nach einer Stunde für Babic. Stabilisiert das defensive Mittelfeld. Ohne Fehler, aber unauffällig. Ihm fehlt Spielpraxis.Moreno Costanzo: Note 4,5. Kommt nach einer Stunde für Babic. Stabilisiert das defensive Mittelfeld. Ohne Fehler, aber unauffällig. Ihm fehlt Spielpraxis.
Axel Bakayoko: keine Note. Spielt für die letzten fünf Minuten. Zu kurz für eine Bewertung.Axel Bakayoko: keine Note. Spielt für die letzten fünf Minuten. Zu kurz für eine Bewertung.
14 Bilder

Quintillà der Beste, Demirovic der Schlechteste: Die Noten der FCSG-Spieler nach dem 3:1-Sieg gegen Lugano

Der Aufreger

Das Foul an Cedric Itten. Mattia Bottani streckt Cedric Itten in der gegnerischen Hälfte brutal um. Zurecht sieht der Luganesi dafür die rote Karte und muss frühzeitig unter die Dusche.

Der Schiedsrichter

Über den Unparteiischen wird nach dem Spiel nicht diskutiert. Gute Leistung von Sandro Schärer und seinem Team.

Die Fans

27. Oktober, Tessin, 22 Grad: Ein Blick auf die beide Fankurven zeigt, dass die Gäste aus der Ostschweiz zahlenmässig weit überlegen sind. Rund 200 grünweisse Anhänger feuern ihre Mannschaft an, wohingegen sich das Heimteam mit deren 50 begnügen muss.

Die Reaktionen

FCSG-Trainer Peter Zeidler:

«Trotz dieses Siegs bleiben wir auf den Boden. Nach der Pause hatten wir etwas Glück. Das wir es aber wie in Genf vergangene Woche durchgezogen haben, spricht aber für uns und ist kein Zufall.»

«Cedric Itten hat möglicherweise eine Knöchelverletzung. Wie gravierend sie ist, können wir allerdings noch nicht sagen.»

Das Spiel im Liveticker nachlesen:

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