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Kämpferischer Auftritt, aber harmlose Offensive: Der FC St.Gallen verliert gegen Basel 0:3

Der FC St.Gallen unterliegt Basel in einem umkämpften Spiel 0:3. Die Ostschweizer zeigten gute Ansätze, offensiv blieben sie aber einmal mehr harmlos. Für die St.Galler verschärft sich vier Wochen vor Saisonende die Situation: Europa rückt in weite Ferne, der Abstiegssumpf ist Tatsache.
Stephanie Martina
St.Gallens Milan Vilotic im Duell mit Valentin Stocker. (Bild: Freshfocus)

St.Gallens Milan Vilotic im Duell mit Valentin Stocker. (Bild: Freshfocus)

Die Tore

  • 0:1, 21. Minute, Ricky van Wolfswinkel: Blas Riveros flankt von links in die Mitte. Von der St.Galler Verteidigung zu wenig eng gedeckt, kann Ricky van Wolfswinkel den Ball per Kopf ins Tor befördern.
  • 0:2, 65. Minute, Samuele Campo: Ricky van Wolfswinkel lässt St.Gallens Leonidas Stergiou stehen und passt flach zur Mitte. Dort kann Samuele Campo unbedrängt einschieben.
  • 0:3, 81. Minute, Valentin Stocker: Nach einem schönen Angriff kann Luca Zuffi den Ball flach zur Mitte spielen, wo Valentin Stocker unbedrängt einnetzen kann. Das Tor war praktisch eine Kopie des 0:2.

Die Spiel-Analyse

Pünktlich zum Spielanpfiff zog ein Graupelschauer über den Kybunpark. Doch nicht nur wegen des trüben und kühlen Wetters dürfte es die St.Galler Fans bereits in der Startphase gefröstelt haben: Schon in der zweiten Minute kam Basel zu einer hochkarätigen Torchance. St.Gallens Torpfosten verhinderte, dass die Gäste durch Samuele Campo in Führung gingen. In der elften Minute kamen die Espen zur ersten guten Chance. Doch Axel Bakayoko, den die Basler im Strafraum vergessen zu haben schienen und unbedrängt zum Abschluss hätte kommen können, rutschte aus und verpasste den Ball. In der Folge kamen die Basler wieder zu einigen Möglichkeiten: Beim ersten Torschuss von Ricky van Wolfswinkel vermochte FCSG-Goalie Dejan Stojanovic den Ball noch über die Latte zu lenken, beim zweiten Schuss des Holländers in der 21. Minute blieb er jedoch chancenlos: 1:0 für den FCB. Der FCSG liess sich davon aber wenig beirren und spielte weiter mutig nach vorne. Beinahe hätte sich St.Gallens Kampfgeist in der 35. Minute bezahlt gemacht: Simone Rapps Kopfball ging aber nur ans rechte Lattenkreuz. Der FCSG spielte gut mit, sorgte aber vor dem gegnerischen Tor – wie so oft – für wenig Gefahr.

Nach der Pause versuchten die St.Galler, die gegen Basel in dieser Saison bereits vier Punkte geholt haben, mitzuhalten. Wie schon in der ersten Halbzeit zeigte der FCSG gute Ansätze, doch vor dem Tor blieben die Espen harmlos. Es kam, was kommen musste: Entgegen dem Spielverlauf baute der FCB seine Führung durch Samuele Campo aus. St.Gallen machte auch nach dem zweiten Basler Tor Druck nach vorne, ein Tor fiel jedoch nicht. Stattdessen durften die zahlreich mitgereisten Basler Fans neun Minuten vor Schluss noch einmal jubeln. Valentin Stocker erhöhte auf 3:0 für den FCB.

Der FCSG, dem es bekanntlich immer mal wieder gelingt, den «Grossen» ein Bein zu stellen, kann Basels Lauf, der seit dem 9. Dezember 2018 anhält, nicht stoppen. Für die St.Galler verschärft sich vier Wochen vor Saisonende die Situation: Europa rückt in weite Ferne, der Abstiegssumpf ist Tatsache.

Der Beste

Majeed Ashimeru war der aktivste St.Galler und zeigte sich extrem ballsicher. Vor allem in der ersten Halbzeit liefen die meisten Angriffe über den Mittelfeldspieler.

Tranquillo Barnetta: Note 4.5. Will an diesem Nachmittag manchmal etwas zu viel. Vor der Pause läuft aber vieles über ihn.Tranquillo Barnetta: Note 4.5. Will an diesem Nachmittag manchmal etwas zu viel. Vor der Pause läuft aber vieles über ihn.
Leonidas Stergiou: Note 4. Nach dem Aussetzer gegen Luzern mit starker Reaktion. Zweikampfstark. Offensiv aber harmlos.Leonidas Stergiou: Note 4. Nach dem Aussetzer gegen Luzern mit starker Reaktion. Zweikampfstark. Offensiv aber harmlos.
Simone Rapp: Note 3.5. Ein Lattenkopfball nach 35 Minuten. Sonst zu harmlos, bringt den Ball zu selten unter Kontrolle.Simone Rapp: Note 3.5. Ein Lattenkopfball nach 35 Minuten. Sonst zu harmlos, bringt den Ball zu selten unter Kontrolle.
Vincent Sierro: Note 3.5. Er wirkt weiterhin verunsichert. Ohne Zug aufs Tor, kreative Ideen fehlen fast gänzlich.Vincent Sierro: Note 3.5. Er wirkt weiterhin verunsichert. Ohne Zug aufs Tor, kreative Ideen fehlen fast gänzlich.
Milan Vilotic: Note 4.5. In der Innenverteidigung meist ein sicherer Wert. Nach vorne aber zu Beginn oft ungenau.Milan Vilotic: Note 4.5. In der Innenverteidigung meist ein sicherer Wert. Nach vorne aber zu Beginn oft ungenau.
Andreas Wittwer: Note 4. Kommt kurz vor der Pause für den verletzten Hefti. Ist defensiv stabil, offensiv engagiert, aber harmlos.Andreas Wittwer: Note 4. Kommt kurz vor der Pause für den verletzten Hefti. Ist defensiv stabil, offensiv engagiert, aber harmlos.
Dejan Stojanovic: Note 4. Bei den Gegentoren ohne Schuld. Starke Parade zu Beginn. Im Fünfmeterraum aber ohne Präsenz.Dejan Stojanovic: Note 4. Bei den Gegentoren ohne Schuld. Starke Parade zu Beginn. Im Fünfmeterraum aber ohne Präsenz.
Musah Nuhu: Note 4. Vor der Abwehr körperlich präsent und kompromisslos. Sein Fehler steht aber am Anfang des 0:2.Musah Nuhu: Note 4. Vor der Abwehr körperlich präsent und kompromisslos. Sein Fehler steht aber am Anfang des 0:2.
Silvan Hefti: Note 4. Verletzt sich kurz vor der Pause am Wadenbein. Bis dahin meist solid, beim 0:1 aber wie seine Defensivkollegen nicht auf der Höhe.Silvan Hefti: Note 4. Verletzt sich kurz vor der Pause am Wadenbein. Bis dahin meist solid, beim 0:1 aber wie seine Defensivkollegen nicht auf der Höhe.
Dereck Kutesa: Note 3.5. Spielt in den letzten 20 Minuten, bringt keinen zusätzlichen Zug aufs Tor. Verheddert sich oft.Dereck Kutesa: Note 3.5. Spielt in den letzten 20 Minuten, bringt keinen zusätzlichen Zug aufs Tor. Verheddert sich oft.
Nicolas Lüchinger: Note 4. Kommt bei zwei Gegentoren zu spät. Zeigt aber ein kämpferisch starkes Spiel, offensiv präsent.Nicolas Lüchinger: Note 4. Kommt bei zwei Gegentoren zu spät. Zeigt aber ein kämpferisch starkes Spiel, offensiv präsent.
Axel Bakayoko: Note 3.5. Eine Flanke auf Rapp bei dessen Lattentreffer ist stark. Sonst oft zu hastig und unüberlegt am Werk.Axel Bakayoko: Note 3.5. Eine Flanke auf Rapp bei dessen Lattentreffer ist stark. Sonst oft zu hastig und unüberlegt am Werk.
Majeed Ashimeru: Note 5. Wenigstens er überzeugt im Mittelfeld. Immer anspielbar, wendig, mit genauen Pässen.Majeed Ashimeru: Note 5. Wenigstens er überzeugt im Mittelfeld. Immer anspielbar, wendig, mit genauen Pässen.
Jordi Quintillà: Note 3.5. Auch von ihm kommt für einmal sehr wenig Kreatives. Unauffällig und weniger ballsicher als sonst.Jordi Quintillà: Note 3.5. Auch von ihm kommt für einmal sehr wenig Kreatives. Unauffällig und weniger ballsicher als sonst.
14 Bilder

Majeed Ashimeru der Beste, Vincent Sierro unter den Schlechtesten: Die Noten der FCSG-Spieler gegen den FC Basel

Der Schlechteste

Während es Ashimeru gelang, Akzente zu setzen, nahmen die beiden anderen Mittelfeldspieler Vincent Sierro und Jordi Quintillà, die sonst aktiv das Spiel mitgestalten und diktieren, wenig Einfluss auf die Partie. Quintillà wurde bereits in der Pause ausgewechselt. Für ihn kam Nusah Nuhu aufs Feld.

Der Aufreger

Fragezeichen gab es schon vor Spielanpfiff. Zwar nicht auf den Zuschauerrängen, dafür auf den heimischen Sofas: Finden Sie den Fauxpas in der Startaufstellung?

In der FCSG-Mannschaftsaufstellung, welche das SRF im Vorfeld des Spiels einblendete, vermischten sich St.Galler Spielernamen mit Basler Gesichter.

Die Fans

Mit Mütze, Winterjacke und Wolldecke: Trotz kühlen acht Grad verfolgten 13'755 Besucher das Spiel im Kybunpark. Nicht überraschend: Auch der sonst ziemlich ausgestorbene Gästesektor war – wie immer gegen Basel – gut gefüllt und sorgte für ordentlich Stimmung.

Die Reaktionen

Nicolas Lüchingers Reaktion wenige Minuten nach dem Spiel lässt erahnen, wie gross der Frust der Mannschaft nach dieser Niederlage sein muss. Auf die Frage eines Journalisten nach einem Interview antwortet er genervt: «Was soll man da noch sagen.» Und verschwindet in der Kabine. Es sind Tranquillo Barnetta und Simone Rapp, die nach der 0:3-Pleite nach Erklärungen suchen:

FCSG-Trainer Peter Zeidler sagte, angesprochen auf die harmlose Offensive: «Man spürt, dass bei einigen Spielern, wie etwa Axel Bakayoko, die Überzeugung fehlt. Sie denken von Anfang an, dass der Ball nicht ins Tor gehen wird. Und genau so ist es dann eben auch.» Er habe aber nicht das Gefühl, dass die Mannschaft Angst habe oder am Mentalen scheitern werde, sagt Zeidler weiter.

Das Spiel im Liveticker nachlesen:

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