Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

FCSG-Captain Silvan Hefti nach dem 1:1 gegen Xamax: «Wir haben nie so richtig in die Spur gefunden»

Der FC St.Gallen sichert sich auswärts gegen Neuchâtel Xamax ein 1:1. Die Ostschweizer gehen nach einer halben Stunde in Führung, müssen am Ende aber froh sein, den einen Punkt noch retten zu können.
Patricia Loher, Neuenburg
St.Gallens Captain Silvan Hefti (links) gegen Xamax-Verteidiger Leo Seydoux. (Bild: Pascal Muller/Freshfocus)

St.Gallens Captain Silvan Hefti (links) gegen Xamax-Verteidiger Leo Seydoux. (Bild: Pascal Muller/Freshfocus)

Eigentlich sah lange alles gut aus an diesem Nachmittag in Neuenburg. Nach einer schwachen Anfangsphase steigerte sich St. Gallen, der Gegner war unter Kontrolle und Victor Ruiz erzielte in der 33. Minute mit einem Traumtor aus 20 Metern das 1:0 für die Ostschweizer. St. Gallen schien auf gutem Weg, sich nach dem 2:1 in Basel und vor dem Heimspiel gegen Meister Young Boys den zweiten Saisonsieg zu sichern.

Doch dann unterlief den Gästen nach der Pause derselbe Fehler wie schon zu Beginn der Partie: Sie liessen sich vom ­angriffslustigen Xamax überraschen und überlaufen. Hatte die schläfrige Phase für die St.Galler noch zum Start auch dank Goalie Dejan Stojanovic keine Folgen gehabt, mussten sie nach der Pause schon nach wenigen Sekunden das 1:1 hinnehmen. Neuzugang Yannis Letard verlängerte per Kopf unglücklich, Raphaël Nuzzolo stand frei und liess St. Gallens Torhüter mit einem Kopfball keine Abwehrchance.

Victor Ruiz: Note 5. Der Spanier erzielt ein Traumtor. Ansonsten aber weniger auffällig als noch in Basel.Victor Ruiz: Note 5. Der Spanier erzielt ein Traumtor. Ansonsten aber weniger auffällig als noch in Basel.
Jérémy Guillemenot: Note 3.5. Kommt in der 61. Minute. Verleiht dem Spiel aber keine Impulse.Jérémy Guillemenot: Note 3.5. Kommt in der 61. Minute. Verleiht dem Spiel aber keine Impulse.
Cedric Itten: Note 4. Die Xamax-Abwehr lässt den Stürmer kaum aus den Augen. Itten bekommt zudem wenig brauchbare Bälle.Cedric Itten: Note 4. Die Xamax-Abwehr lässt den Stürmer kaum aus den Augen. Itten bekommt zudem wenig brauchbare Bälle.
Miro Muheim: Note 4.5. Stark, wie der Zürcher die Flanken der Neuenburger abfängt. Aber auch er lässt nach der Pause dem Gegner zu viel Platz.Miro Muheim: Note 4.5. Stark, wie der Zürcher die Flanken der Neuenburger abfängt. Aber auch er lässt nach der Pause dem Gegner zu viel Platz.
Dejan Stojanovic: Note 4.5. Muss gleich zu Beginn eingreifen, um eine gute Xamax-Chance zu entschärfen. Beim Gegentreffer machtlos. Dejan Stojanovic: Note 4.5. Muss gleich zu Beginn eingreifen, um eine gute Xamax-Chance zu entschärfen. Beim Gegentreffer machtlos.
Silvan Hefti: Note 5. Starke Leistung des Captains, der immer wieder gute Angriffe einleitet.Silvan Hefti: Note 5. Starke Leistung des Captains, der immer wieder gute Angriffe einleitet.
Dereck Kutesa: Note 4. Dass er schnell ist, ist bekannt. Aber noch macht er aus dieser Fähigkeit zu wenig. Vergibt eine gute Chance.Dereck Kutesa: Note 4. Dass er schnell ist, ist bekannt. Aber noch macht er aus dieser Fähigkeit zu wenig. Vergibt eine gute Chance.
Axel Bakayoko: Note 3.5. Der Franzose wirkt verunsichert und kaum ins Spiel eingebunden. Wird in der 61. Minute angeschlagen ausgewechselt.Axel Bakayoko: Note 3.5. Der Franzose wirkt verunsichert und kaum ins Spiel eingebunden. Wird in der 61. Minute angeschlagen ausgewechselt.
Jordi Quintillà: Note 4.5. Der Spanier ist Dreh- und Angelpunkt. Für einmal im Spielaufbau aber zu ungenau.Jordi Quintillà: Note 4.5. Der Spanier ist Dreh- und Angelpunkt. Für einmal im Spielaufbau aber zu ungenau.
Leonidas Stergiou. Note 4.5. Eigentlich wieder ein mehrheitlich guter Auftritt. In der zweiten Hälfte aber das eine oder andere Mal zu weit weg vom Gegner.Leonidas Stergiou. Note 4.5. Eigentlich wieder ein mehrheitlich guter Auftritt. In der zweiten Hälfte aber das eine oder andere Mal zu weit weg vom Gegner.
Yannis Letard. Note 4.5. Der Franzose ist für die St. Galler ein Gewinn. Unglücklich nur sein Kopfball, der zum 1:1 führt. (Bild: Keystone)Yannis Letard. Note 4.5. Der Franzose ist für die St. Galler ein Gewinn. Unglücklich nur sein Kopfball, der zum 1:1 führt. (Bild: Keystone)
Lukas Görtler. Note 4.5. Der Deutsche ist vor der Pause ein Aktivposten. Er versucht, Lücken in die Abwehr zu reissen, was ihm nicht immer gelingt. (Bild: Keystone)Lukas Görtler. Note 4.5. Der Deutsche ist vor der Pause ein Aktivposten. Er versucht, Lücken in die Abwehr zu reissen, was ihm nicht immer gelingt. (Bild: Keystone)
Angelo Campos. Der junge Bündner spielt nur zehn Minuten. Zu wenig lang für eine Note.Angelo Campos. Der junge Bündner spielt nur zehn Minuten. Zu wenig lang für eine Note.
Moreno Costanzo. Sein Einsatz ist zu kurz für eine Bewertung.Moreno Costanzo. Sein Einsatz ist zu kurz für eine Bewertung.
14 Bilder

Torschütze Ruiz zusammen mit Hefti der Beste, Bakayoko der Schlechteste: Die Noten der FCSG-Spieler gegen Xamax

St.Gallen wirkt konfus

So passierte, was aufgrund der dominanten Phase ab der 25. Minute nicht mehr hätte passieren dürfen: St. Gallen wirkte konfus und musste bis zum Ende zittern um den einen Punkt. Trainer Peter Zeidler sagte:

«Wir wussten nicht mehr so richtig, ob wir nun weiter auf Sieg oder auf Sicherung des Unentschiedens spielen sollten. Und ich schliesse mich da ein.»

Seine Mannschaft hatte sich durch Ruiz, Cedric Itten und Dereck Kutesa zwar ebenfalls drei gute Möglichkeiten erarbeitet, um erneut in Führung zu gehen. Aber die besseren Chancen erspielten sich nach dem 1:1 doch die Neuenburger, die überzeugend konterten und St. Gallen immer wieder in Verlegenheit brachten. So war es am Ende ein gerechtes Unentschieden nach einem durchaus unterhaltsamen Spiel.

Wirklich glücklich waren St. Gallens Spieler mit dem 1:1 nicht. Neuzugang Lukas Görtler sagte:

«Bei einem Blick in die Kabine sieht man, dass wir uns mehr erhofft haben. Das Gegentor kassierten wir höchst unglücklich.»

Noch in der vergangenen Saison war Xamax St. Gallens Lieblingsgegner, die Ostschweizer hatten alle vier Partien gegen die Neuenburger gewonnen.

Am Sonntag waren die verschlafenen Startphasen in beide Halbzeiten nicht die einzigen St. Galler Probleme. Wie schon beim Saisonauftakt zu Hause gegen Luzern, als die Ostschweizer mit 0:2 unterlagen, gelang es der Mannschaft von Zeidler auch auswärts gegen Xamax zu selten, sich präzis und gradlinig vor das Tor des Gegners zu arbeiten. Viele Aktionen wirkten im Ansatz gefährlich und auch durchdacht, nur haperte es um und im Sechzehnmeterraum an der Ausführung. Vor dem Tor von Goalie Laurent Walthert fehlte St. Gallen die Leichtigkeit und manchmal auch die Übersicht.

St.Gallens Torschütze Victor Ruiz (rechts) gegen Pietro Di Nardo. (Bild: Jean-Christophe Bott/KEY)

St.Gallens Torschütze Victor Ruiz (rechts) gegen Pietro Di Nardo. (Bild: Jean-Christophe Bott/KEY)

Selbst als sich die Mannschaft nach dem schwierigen Start fing und den Gegner dominierte, schaffte sie es nicht, zu guten Möglichkeiten zu kommen. Das Tor von Ruiz und ein abgefälschter Schuss von Axel Bakayoko waren vor der Pause die einzig erwähnenswerten St. Galler Chancen. St.Gallens Captain Silvan Hefti sagte: «Wir haben nie so richtig in die Spur gefunden.» Und weiter:

«Dabei hätten wir nach dem 1:1 ja Zeit gehabt, um zu reagieren. Aber uns hat die Präzision gefehlt.»

Das hing natürlich auch mit einer stabilen Xamax-Abwehr und damit zusammen, dass sich die Neuenburger dem Gast vor allem im Mittelfeld aggressiv und zweikampfstark entgegenstellten. Xamax überliess Ruiz, Görtler und Jordi Quintillà jedenfalls nur sehr wenig Raum und Zeit. Damit unterband es St. Gallens Offensivbemühungen meist schon früh.

Trotzdem wirkte der Gast vor der Pause nach dem Steigerungslauf doch schon erstaunlich gefestigt und abgeklärt. Immerhin kamen mit Ruiz, Görtler, Miro Muheim, Letard und Itten fünf Spieler zum Einsatz, die neu sind, vergangene Saison kaum oder gar nicht gespielt ­haben. Und die junge Abwehr machte ihre Sache erneut meistens gut. Sie hatte Nuzzolo jedenfalls lange im Griff. Doch dem Team gelang es nicht, in der zweiten Hälfte das Niveau zu halten.

St.Gallen lässt viel zu viel zu

Der 36-jährige Nuzzolo war wieder gefährlich, die Konter der Neuenburger ebenso. St. Gallen liess viel zu viel zu und riskierte, den einen Punkt zu verlieren. Zeidler sagte, er habe gespürt, dass es eine spezielle Woche gewesen sei. Auch wegen des Dortmund-Spiels, das doch auch für St. Gallens Akteure ein Höhepunkt war. «Vielleicht sind wir noch nicht so weit, um gleich wieder Spannung und Aggres­sivität aufbauen zu können», sagte der Coach.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.