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FCSG: Ausgerechnet Cedric Itten bringt den St.Galler Sieg gegen Basel

Nach zwei Niederlagen in Folge gelingt dem FC St. Gallen eine Überraschung. Dank zweier Tore der Basler Leihgabe Cedric Itten nach der Pause gewinnen die Ostschweizer beim Serienmeister mit 2:0.
Patricia Loher
Grosse Freude bei den St.Gallern nach dem Sieg gegen den FC Basel. (Bild: Keystone)

Grosse Freude bei den St.Gallern nach dem Sieg gegen den FC Basel. (Bild: Keystone)

Im St.-Jakob-Park tat sich ­Unerwartetes. Ausgerechnet der FC St. Gallen, zuletzt für seine mutlosen Auftritte arg gescholten, hat dem FC Basel eine womöglich vorentscheidende Niederlage im Kampf um den Meistertitel zugefügt. War es noch im Dezember Albian Ajeti, der gegen seine ehemaligen Teamkollegen zweimal traf, gelangen gestern Cedric Itten, der Basler Leihgabe im Dienste der St. Galler, die zwei entscheidenden Tore zu einem der überraschendsten Resultate der vergangenen Monate in der Super League.

Seit dem 2:0-Sieg Mitte August 2014 waren die Ostschweizer in sechs Partien in Basel leer ausgegangen. Und ausgerechnet gestern, als St. Gallen nach zwei Niederlagen in die Negativspirale zu geraten drohte, gelang den Gästen die Überraschung. Bemerkenswert war auch, dass die zuletzt in der Defensive oft wackligen Ostschweizer zum ersten Mal seit dem 3:0-Heimerfolg am 24. September 2017 gegen Thun kein Gegentor hinnehmen mussten. «Wir erhielten die Bestätigung, dass wir gegen jedes Team punkten können, wenn wir viel arbeiten und gut organisiert sind», sagte Trainer Giorgio Contini.

Dejan Stojanovic: Nur mit einer kleinen Unsicherheit. Sein Reflex in der 66. Minute bewahrt St. Gallen aber vor dem Ausgleich. Note 5. (Bild: pd)
Silvan Hefti: Verursacht in der 24. Minute mit einer wenig cleveren Aktion an Albian Ajeti einen Penalty, der aber ohne Folgen bleibt. Note 4. (Bild: pd)
Alain Wiss: Kümmert sich immer wieder gut um den ehemaligen Teamkollegen Ajeti. Sehr präsent. Note 5. (Bild: pd)
Marco Aratore: Der Mittelfeldspieler muss sich mit Defensivarbeit beschäftigen, was er aber gut macht. Note 4. (Bild: pd)
Rúnar Sigurjónsson: Der Isländer spielt unaufgeregt und sehr solid. Offensiv tritt er kaum in Erscheinung. Note 4. (Bild: Andy Müller/freshfocus)
Jasper van der Werff: Der 19-Jährige aus dem eigenen Nachwuchs gibt ein vielversprechendes Début. Strahlt Ruhe aus und klärt zwei brenzlige Situationen wie ein Routinier. Note 5
Peter Tschernegg: Der Österreicher gehört zu den zweikampfstärksten St. Gallern. Fällt auch mit klugen Zuspielen auf. Note 4,5.
Tranquillo Barnetta: Stets anspielbar. Offensichtlich wird in Basel, dass Barnetta Verantwortung übernehmen will. Note 4,5. (Bild: pd)
Andreas Wittwer: Beherzter Auftritt. Sein schnell gespielter Doppelpass mit Itten steht am Ursprung der Führung. Note 5. (Bild: pd)
Nassim Ben Khalifa: Zweimal war er nicht mehr einmal im Aufgebot. Der Stürmer wirkt oft zu wenig standfest, setzt vor dem 1:0 aber sehr gut nach. Note 4. (Bild: pd)
Cedric Itten: Die 21-jährige Basler Leihgabe bindet seine ehemaligen Teamkollegen im Kampf um den Meistertitel mit zwei Toren zurück Note 6. (Bild: Urs Bucher)
Philippe Koch: Nach seiner Einwechslung gelingen ihm zwei, drei gute Läufe, die den Gegner verwirren. Note 4. (Bild: pd)
Yannis Tafer: Wird in der 77. Minute eingewechselt, zu kurz für eine Note. Weil Basel alles auspacken muss, bekommt er kaum einen Ball. (Bild: pd)
Stjepan Kukuruzovic: Kommt in der 80. Minute für Barnetta. Das reicht nicht für eine Benotung. Aber sein Freistoss, der zum 2:0 führt, ist perfekt. (Bild: pd)
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Die Noten der Espen gegen Basel

Gestohlen hat seine Mannschaft den Sieg beim Schweizer Serienmeister nicht. Natürlich gerieten die Gäste vor allem nach dem Führungstreffer in der 52. Minute stark unter Druck. Aber St. Gallen warf sich mutig in die Zweikämpfe und wehrte sich mit allen Mitteln gegen das Ausgleichstor. Die Mannschaft blieb kompakt, für Basel taten sich jedenfalls deutlich weniger Lücken auf als noch in früheren Begegnungen. Im Vergleich mit der Auswärtspartie bei den Young Boys, als St. Gallen den viel zu grossen Respekt vor dem Gegner nie verbergen konnte, strahlten die Ostschweizer gestern mehr Vertrauen aus. Ihre Körpersprache war während 90 Minuten eine andere, eine positivere, eine leidenschaftlichere. Dabei musste St. Gallen in Basel gleich auf ­sieben potenzielle Stammspieler verzichten, und in der Abwehr kam der erst 19-jährige Jasper van der Werff zu seinem Super-League-Début. Der Verteidiger erledigte seine Aufgabe gut. «Es war ein wunderbares erstes Spiel für mich. Alles ist perfekt aufgegangen», so van der Werff.

Van Wolfswinkel setzt Penalty über das Tor

Die Mannschaften vor dem Meisterschaftsspiel zwischen dem FC Basel 1893 und dem FC St. Gallen im St. Jakob-Park. (Bild: Keystone)
Die St. Galler Fans begrüssen die Mannschaften vor Spiel. (Bild: Keystone)
St. Gallens Nassim Ben Khalifa im Kampf um den Ball gegen Basels Raoul Petretta. (Bild: Keystone)
St. Gallens Marco Aratore im Kampf um den Ball gegen Basels Geoffroy Serey Die. (Bild: Keystone)
Basels Ricky van Wolfswinkel verschiesst einen Elfmeter in der ersten Halbzeit. (Bild: Keystone)
Raphael Wicky verliert gegen den FC St.Gallen bereits das dritte Heimspiel in Folge. (Bild: Keystone)
St. Gallens Tranquillo Barnetta zog im Mittelfeld die Fäden. (Bild: Keystone)
St. Gallens Cedric Itten jubelt über sein Tor gegen seinen Ex-Verein. (Bild: Keystone)
St. Gallens Tranquillo Barnetta, Basels Samuele Campo und St. Gallens Jasper van der Werff in Aktion. (Bild: Keystone)
Basels Geoffroy Serey Die versucht sich gegen Tranquillo Barnetta zu behaupten. (Bild: Keystone)
Basels Leo Lacroix im Kampf um den Ball gegen St. Gallens Silvan Hefti. (Bild: Keystone)
Die Basler verlassen enttäuscht den Platz. (Bild: Keystone)
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St.Gallen gewinnt in Basel

Zwar kamen die Gastgeber in der ersten Halbzeit durch Raoul Petretta und Mohamed Elyounoussi zu drei guten Möglichkeiten. Aber oft wirkte der FC Basel eben auch ratlos: So unterliefen ihm im Spielaufbau aussergewöhnlich viele Fehlzuspiele. Trotz aller Basler Unzulänglichkeiten hätte sich das Spiel aber auch in eine andere Richtung entwickeln ­können. Denn Silvan Hefti ver­ursachte in der 24. Minute mit einem Foul an Ajeti einen Penalty, den Ricky van Wolfswinkel weit über das Tor setzte.

Möglicherweise verstand St. Gallen den missglückten Elfmeter als Wink, dass an diesem grauen Winterabend in Basel doch etwas drinliegen könnte. Taktisch verhielt sich St. Gallen jedenfalls weiter clever. Und als sich den Gästen zum ersten Mal eine richtig gute Möglichkeit bot, packten sie die Ostschweizer beim Schopf. Nach einem schönen Doppelpass mit Andreas Wittwer scheiterte Itten vorerst an Basels Torhüter Tomas Vaclik, der 21-Jährige setzte so wie zuvor Nassim Ben Khalifa aber nach und erzielte das 1:0. Basel reagierte zwar, aber doch weniger heftig als ­erwartet. Und so gelang Itten mit einer wunderbaren Direktabnahme nach einem Freistoss von Stjepan Kukuruzovic gar noch das 2:0. Es war für Itten eine Traumrückkehr nach Basel. Und für St. Gallen ein unverhoffter Befreiungsschlag.

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