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FC Thun: Vom Angst- zum Lieblingsgegner des FCSG

Spiele auf dem Thuner Kunstrasen waren für den FC St. Gallen oft mit Niederlagen verbunden. Erst in den vergangenen zwei Jahren konnte man im Berner Oberland öfters punkten. Auch heute?
Ralf Streule
St. Gallen jubelt im November 2017.

St. Gallen jubelt im November 2017.

Eigentlich sind die Vorzeichen für das heutige Spiel klar: Der FC St. Gallen ist im Aufwind, der FC Thun steckt in einer Krise. Die Hoffnung der latent klammen Berner Oberländer beruhen in diesem Jahr auf einem Scheitern des FC Sion – ansonsten wird der Abstieg wohl Thema. Der Gang nach Thun war für die Ostschweizer aber in der Vergangenheit oft ein schwerer. Hohe Niederlagen gab es, zuletzt aber auch einige Erfolge in Krisensituationen. Eine Übersicht über die Auswärtsspiele seit 2013:

2013: Desorientiert

Es ist das starke Jahr 2013, als der FC St. Gallen Dritter wird und es in die Europa-League-Gruppenphase schafft. St. Gallen kämpft im Frühling gar um den zweiten Platz – und wird dabei im Mai arg zurückgebunden bei einem 0:3 gegen die Thuner in der Stockhorn-Arena. «In der Abwehr desorientiert» seien die St. Galler ­damals gewesen, schrieb diese Zeitung. Das 0:1 von Marco Schneuwly aber ist ein klares Abseits! Die Revanche im Herbst gelingt nicht: 2:3 müssen sich die Ostschweizer unter Jeff Saibene geschlagen geben. Auch wenn ­Alhassane Keita bei der «Hitzeschlacht» im Juli trifft und eine Vorlage gibt. «Eine unglückliche Niederlage», heisst’s im «Blick».

2014: Saibenes Ärger

Ganz ähnlich geht es im folgenden Jahr weiter. Das 0:4 im April ist der Tiefpunkt der schwachen Rückrunde nach dem Europacup-Hoch. Jeff Saibene ereifert sich nach dem Spiel gestenreich über seine Fussballer, die bei Standards nicht beim Mann stehen. Und dezent auch über Dejan Janjatovic, der vor dem Spiel einen verletzten Zeh als Grund für seine Absenz angibt – und danach den blutigen Zeh als Beweis auf Facebook postet.

Derselbe Janjatovic gibt dafür im August die Vorlage zum Tor von Roberto Rodriguez für die St. Galler. Am Ende gibt’s aber dennoch eine weitere bittere Niederlage – 1:3 heisst es diesmal.

2015: Erster Lichtblick

Es ist eine weitere schwache Rückrunde im Frühjahr 2015, in Thun liegt man schon nach acht Minuten 0:2 zurück, und am Ende steht es 1:4. Einziger Lichtblick in einem schwachen Ostschweizer Auftritt: Daniel Lässer, der junge St. Galler, der damals für die Ostschweizer trifft – später im Jahr dann aber wegen einer Verletzung vom Profifussball Abschied nehmen muss.

Im November dann, unter Joe Zinnbauer, gibt es die ersten Punkte in Thun seit langem. Edgar Salli und Danijel Aleksic treffen zum 2:0.

2016: Krisenspiele

«St.Gallen weiterhin abstiegsgefährdet», schreibt die NZZ nach dem 2:2 im Mai. Albert Bunjaku und Danijel Aleksic trafen. Obschon ab der 25. Minute mit einem Mann mehr, erhalten die St. Galler in der letzten Minute den Ausgleichstreffer. Im September dann steckt St. Gallen unter Joe Zinnbauer weiter in der Krise, die Thuner unter Saibene ebenfalls. Das 1:2 in Thun gibt den St. Gallern etwas Luft. Dennoch steht man weiter auf dem achten Platz. Albert Bunjaku trifft entgegen dem Spielverlauf kurz nach der Pause. Und Albian Ajeti kurz vor Schluss.

2017: Abschiede

Im Auswärtsspiel vom März treffen Albian Ajeti und Marco Aratore, am Ende steht’s 2:2. Nach fünf Partien ohne Meisterschaftssieg immerhin ein Punkt. Dennoch ist es das zweitletzte Spiel unter Trainer Zinnbauer. Und Thuns Saibene zieht in der Woche danach nach Bielefeld, wo er die Arminia übernimmt. Im November dann tritt der FC St. Gallen erstmals unter Giorgio Contini im Berner Oberland an. Die St. Galler treffen zweimal nach einem Goaliepatzer von Thuns Francesco Ruberto – 2:1.

Ohne Wiss in Thun

Im Auswärtsspiel von heute, 16 Uhr, gegen Thun müssen die St. Galler auf den gesperrten Innenverteidiger Alain Wiss verzichten. Zudem fehlen Tranquillo Barnetta (krank), Karim Haggui, King, Peter Tschernegg und Silvan ­Gönitzer (verletzt). Trainer Giorgio Contini verlangt vom Team die Ordnung und Aufsässigkeit der letzten Spiele. Er warnt vor starken Thunern. Sie seien zuletzt unter Wert geschlagen worden. (rst)

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