FC ST.GALLEN: Zinnbauer bleibt beim FC St.Gallen

Der Karlsruher SC engagiert Mirko Slomka als Trainer. Kurz davor erläuterte St.Gallens Trainer seine Sicht der Dinge. Und betont, weiterhin den laufenden Vertrag in der Ostschweiz erfüllen zu wollen.

Christian Brägger
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Cheftrainer Joe Zinnbauer (Bild: Urs Bucher)

Cheftrainer Joe Zinnbauer (Bild: Urs Bucher)

Weihnachtszeit ist die Zeit, um zu sich zu finden, zu reflektieren. Und vielleicht wieder einmal zu wissen, wo genau man hingehört. An St.Gallens Coach Joe Zinnbauer muss es irgendwann genagt haben, dass er immer wieder mit dem Karlsruher SC in Verbindung gebracht wurde, dem Verein aus der 2. Bundesliga auf Trainersuche und früheren Arbeitgeber des Deutschen. Und es muss Zinnbauer gestört haben, dass man ihn als Coach vom FC St.Gallen – auch medial – wegschrieb. Vor Weihnachten ist es ihm gestern auf Anfrage ein Anliegen zu betonen, wo er in Zukunft hingehört: zum FC St.Gallen. Dass kurze Zeit später die Meldung kommt, Mirko Slomka werde beim KSC bis Sommer 2018 der Trainer sein, tut nichts zur Sache.

Nachrichten lösten intern Unruhen aus

Die Schlagzeilen in den Medien hätten intern teilweise Unruhen ausgelöst, sagt Zinnbauer. Die Spekulationen taxiert der Deutsche als unnötig. Überdies seien die Information falsch gewesen, dass er zum Verhandeln in Karlsruhe war. «Ich würde so etwas niemals hinter dem Rücken des Vereins machen. Ich musste die Clubverantwortlichen auch über nichts informieren, weil es nichts zu informieren gab.»

Am 3. Januar wird Zinnbauer nun also mit der Vorbereitung beginnen. Sicher? Der Trainer lacht: «Höchstwahrscheinlich, voraussichtlich, bestimmt. Wie ich es schon immer betont habe, so betone ich es jetzt nochmals: Man weiss im Fussball nie immer alles so genau.» Auf die Flirterei mit Kreuzer angesprochen, entgegnet er: «Der KSC-Sportchef weiss: Wenn ich einen Plan habe, ziehe ich diesen normalerweise voll durch.» Auch sagt Zinnbauer, er habe laut seinem Empfinden stets mit Bestimmtheit gesagt, er werde weiterhin den Vertrag in St.Gallen erfüllen. «Nur die Medien haben das nie so richtig verstanden. Also deponiere ich es an dieser Stelle nochmals.» Unumwunden gibt der Coach zu, dass er sich geschmeichelt gefühlt habe, auf der KSC-Liste zu stehen. «Es ehrt einen natürlich, wenn dein Name gehandelt wird. Aber mehr war da nicht.»

Wenn nach den Weihnachtsferien Zinnbauer mit der Mannschaft die Vorbereitung beginnt, werden Mario Leitgeb und Marcel Herzog vielleicht nicht mehr zum Kader gehören. Bekommen die zwei Spieler bis dahin die Möglichkeit, einen (Leih-)Transfer zu tätigen, werden ihnen von Seiten des Clubs bei einem konkreten Angebot keine Steine in den Weg gelegt. «Ich kann nachvollziehen, dass sie spielen wollen», sagt Zinnbauer. Anders sieht der Trainer die Situation von Mario Mutsch und Albert Bunjaku. Die Stossrichtung, die der Boulevard vor kurzem vorgab, dass der Verein nicht mehr mit den beiden Profis plane, stimme nicht; selbst das Duo weiss nun, wo es zumindest fürs nächste halbe Jahr hingehört.