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Der Rasen hat gehalten: St.Gallen ist weiter in Siegeslaune und gewinnt gegen Servette 2:1

Der FC St.Gallen ist weiter im Höhenflug: Gegen Servette zeigen die Ostschweizer eine starke Partie. Doppeltorschütze Ermedin Demirovic sichert seinem Team weitere drei Punkte.
Alexandra Pavlovic
Freude herrscht: Die Spieler des FCSG lassen sich nach Spielschluss von den mitgereisten Fans feiern. (Bild: Pascal Muller/freshfocus)

Freude herrscht: Die Spieler des FCSG lassen sich nach Spielschluss von den mitgereisten Fans feiern. (Bild: Pascal Muller/freshfocus)

Die Tore

  • 0:1, 7. Minute, Ermedin Demirovic: Mit der ersten Chance gehen die Ostschweizer in Führung. Demirovic kämpft sich durch die Genfer Abwehr und versenkt den Ball im rechten unteren Eck. Es ist der 3. Saisontreffer für den bosnischen Stürmer.
  • 0:2, 47. Minute, Ermedin Demirovic: Über einen herrlichen Konter gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit
  • 1:2, 58. Minute, Varol Tasar: Aus dem Nichts erzielen die Genfer den Anschlusstreffer. Nach einem Eckball können die St.Galler den Ball nicht richtig aus der eigenen Gefahrenzone klären und so kommt Tasar an der Strafraumgrenze zum Abschluss.

Die Spiel-Analyse

Das Wetter hat sich am Wahlsonntag von seiner besten Seite gezeigt. In Genf schien die Sonne, die Temperaturen lagen bei angenehmen 16 Grad, und auch der kritische Rasen schien zu halten. Was zum perfekten (Fussball-)Sonntag fehlte, war nur ein Sieg des FC St.Gallen gegen Servette. Doch nicht die Ostschweizer, sondern die Genfer kamen zu Beginn besser aus den Startlöchern und begannen deutlich aggressiver. Bereits in der 2. Minute ergab sich aus einem Standard die erste Torchance für Servette. Doch auf St.Gallens Stojanovic war Verlass, der Torhüter hielt sein Tor sauber. Die Partie plätscherte in der Folge einige Minuten dahin, ehe aus dem Nichts St.Gallen in Führung ging. In der 7. Minute erzielte Stürmer Demirovic das 0:1 für die Espen. Mit etwas Glück tanzt sich der Bosnier durch die Genfer Hintermannschaft und versenkt den Ball souverän im rechten unteren Eck.

Ermedin Demirovic: Note 5,5. Die Quote des Leihspielers lässt sich sehen: Im fünften Einsatz erzielt der bosnische U21-Internationale die Tore drei und vier.Ermedin Demirovic: Note 5,5. Die Quote des Leihspielers lässt sich sehen: Im fünften Einsatz erzielt der bosnische U21-Internationale die Tore drei und vier.
Dejan Stojanovic: Note 5. In der Schlussphase pariert er einmal stark und hält damit den Sieg fest. Sieht den Weitschuss, der zum 1:2 führt, zu spät.Dejan Stojanovic: Note 5. In der Schlussphase pariert er einmal stark und hält damit den Sieg fest. Sieht den Weitschuss, der zum 1:2 führt, zu spät.
Silvan Hefti: Note 5. Mit weniger Offensivdrang als auch schon. Defensiv aber unermüdlich und fast ohne Fehler.Silvan Hefti: Note 5. Mit weniger Offensivdrang als auch schon. Defensiv aber unermüdlich und fast ohne Fehler.
Yannis Letard: Note 4,5. Zu Beginn etwas unsicher und zögerlich in den Zweikämpfen, steigert sich aber.Yannis Letard: Note 4,5. Zu Beginn etwas unsicher und zögerlich in den Zweikämpfen, steigert sich aber.
Leonidas Stergiou: Note 5. Der 17-Jährige hält dem immer grösser werdenden Druck von Servette nach dem 1:2 nervenstark stand.Leonidas Stergiou: Note 5. Der 17-Jährige hält dem immer grösser werdenden Druck von Servette nach dem 1:2 nervenstark stand.
Miro Muheim: Note 4.5. Der Zürcher lässt dem Gegner in der ersten Halbzeit zu viel Platz, kann aber deutlich zulegen.Miro Muheim: Note 4.5. Der Zürcher lässt dem Gegner in der ersten Halbzeit zu viel Platz, kann aber deutlich zulegen.
Victor Ruiz: Note 5. Zu Beginn tut er sich schwer mit den aufmerksamen Gegenspielern. Dann aber mit einem schönen Assist vor dem 2:0.Victor Ruiz: Note 5. Zu Beginn tut er sich schwer mit den aufmerksamen Gegenspielern. Dann aber mit einem schönen Assist vor dem 2:0.
Lukas Görtler: Note 5. Der Deutsche bügelt den einen oder anderen Fehler der Verteidigung aus. Sein Pass leitet das Führungstor ein.Lukas Görtler: Note 5. Der Deutsche bügelt den einen oder anderen Fehler der Verteidigung aus. Sein Pass leitet das Führungstor ein.
Jordi Quintillà: Note 5. Der Spanier arbeitet unauffällig, was ihn wichtig macht für das Team. Kann das Spiel in der Schlussphase aber auch nicht beruhigen.Jordi Quintillà: Note 5. Der Spanier arbeitet unauffällig, was ihn wichtig macht für das Team. Kann das Spiel in der Schlussphase aber auch nicht beruhigen.
Boris Babic: Note 4,5. Reagiert nach einem Fehler im Genfer Aufbauspiel blitzschnell und bedient Ruiz, der vor dem 2:0 für Demirovic auflegt. Sonst gelingt ihm aber nicht alles.Boris Babic: Note 4,5. Reagiert nach einem Fehler im Genfer Aufbauspiel blitzschnell und bedient Ruiz, der vor dem 2:0 für Demirovic auflegt. Sonst gelingt ihm aber nicht alles.
Cedric Itten: Note 4,5. Er ersetzt den gesperrten Jérémy Guillemenot eins zu eins, also hinter den Spitzen. Solid, aber unauffällig.Cedric Itten: Note 4,5. Er ersetzt den gesperrten Jérémy Guillemenot eins zu eins, also hinter den Spitzen. Solid, aber unauffällig.
 Betim Fazliji: Note 4,5. Er kommt für Babic und macht seine Sache in der hektischen Schlussphase zufriedenstellend. Betim Fazliji: Note 4,5. Er kommt für Babic und macht seine Sache in der hektischen Schlussphase zufriedenstellend.
Vincent Rüfli: Note –. Auch er kann erst kurz vor Schluss helfen, den Sieg über die Zeit zu retten.Vincent Rüfli: Note –. Auch er kann erst kurz vor Schluss helfen, den Sieg über die Zeit zu retten.
Alain Wiss: Note – Wird kurz vor Schluss eingewechselt. Das ist zu wenig Einsatzzeit für eine Note.Alain Wiss: Note – Wird kurz vor Schluss eingewechselt. Das ist zu wenig Einsatzzeit für eine Note.
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Demirovic top, kaum einer fällt ab: Die Noten der FCSG-Spieler nach dem Sieg gegen Servette

In der ersten Hälfte war eines besonders auffällig: Die St.Galler Verteidigung bekundeten immer wieder Mühe, die Angriffe der Genfer abzuwehren. Über Pressings von Aussen versuchten die Genfer die St.Galler zu destabilisieren und konterten vor allem über die Flügel. Die Ostschweizer wurden teilweise regelrecht überrannt, die Absprachen zwischen den einzelnen Spielern funktionierten ganz und gar nicht. Gefährlich waren die Genfer besonders auch bei Standards: In der 16. Minute kamen sie nach einem Freistoss vom rechten Flügel erneut gefährlich vor den St.Galler Strafraum. Servettes Innenverteidiger Rouiller versuchte es per Kopfball, doch auch diesmal war Stojanovic vor Ort und hielt sein Team weiterhin auf Siegeskurs. In der 20. Minute dann endlich ein Freistoss für St.Gallen. Quintillà führte den Standard aus, doch sein Schuss verfehlte das Genfer Tor deutlich.

Das Spiel wurde in der Folge deutlich aggressiver, die Zweikämpfe wurden härter, die Genfer und die St.Galler schenkten sich nichts. In der 44. Minute dann eine weitere Torchance für St.Gallen. Nach einem Eckball versucht es Itten per Kopfball, doch der Ball findet den Weg nicht ins Tor. Und so gehen die Ostschweizer mit der 0:1-Führung in die Halbzeitpause.

St.Gallens Stürmer Ermedin Demirovic brachte sein Team bereits in der 7. Minute in Führung. (Bild: Pascal Muller/freshfocus)

St.Gallens Stürmer Ermedin Demirovic brachte sein Team bereits in der 7. Minute in Führung. (Bild: Pascal Muller/freshfocus)

Demirovic mit weiterem Tor

Die erste Halbzeit verlief ganz nach dem Geschmack der Ostschweizer, einem perfekten (Fussball-)Sonntag stand nichts im Weg. Die Partie konnte so weitergehen. Der Beginn der zweiten Halbzeit hatte es denn auch in sich. Nach einem Freistoss des Heimteams erzielten die St.Galler mit einem mustergültigen Konter das 2:0. Torschütze auch diesmal Demirovic. Der Bosnier verwandelte erneut souverän. Kaum zum 0:2 getroffen, kam Demirovic in der 52. Minute gleich zur nächsten Chance. Itten lancierte den Doppeltorschützen mit einem tollen Pass in die Tiefe, doch diesmal hatte der Bosnier keinen Erfolg und verpasste seinen Hattrick.

Keine vier Minuten später kam St.Galles Babic zu einer weiteren Torchance für die Espen. Obwohl neben Demirovic bisher eher unauffällig, kam Babic nach einer Flanke von Muheim völlig frei am weiten Pfosten zum Kopfball, verzog jedoch deutlich. Dann in der 58. Minute ein Schock: die Genfer verkürzten auf 1:2 durch Tasar und brachten noch einmal Spannung in die Partie. Nach einem Eckball konnten die St.Galler den Ball nicht richtig aus der eigenen Gefahrenzone klären und so kam der Genfer an der Strafraumgrenze zum Abschluss. Tasars Schlenzer ins linke untere Eck passte haargenau.

In der 78. Minute dann ein zweiter Schock: Ausgleich! Die Genfer erzielten das 2:2. Doch die St.Galler konnten weiter durchatmen, das Tor zählte nicht. Mittels VAR-Entscheid wurde ein Abseits erkannt. Die Partie wurde gegen Spielschluss dann hektischer, auf Genfer wie auch auf St.Galler Seite gab es so einige Torchancen. Die Genfer drückten auf den Ausgleich, die Ostschweizer wollten unbedingt noch ein drittes Tor schiessen. St.Gallens Hintermann Stojanovic liess keine weiteren Genfer Treffer zu und rettete seinem Team den 2:1-Sieg. St.Gallens Siegeslaune geht weiter - und auch der Rasen halt gehalten.

Der Beste

Doppeltorschütze Ermedin Demirovic. Drei Chancen, zwei Tore - eine bessere Erfolgsquote gibt es für einen Stürmer nicht. Der junge Bosnier zeigte über 90. Minuten ein super Spiel: laufstark, ballstark und auch ein sicherer Torschütze.

Der Schlechteste

Miro Muheim. Der Aussenverteidiger erwischte einen schlechten Tag. Zu viele Bälle gelangen von aussen in den St.Galler Strafraum. Muheim wurde immer wieder von den Genfern ausgekontert.

Der Aufreger

Im Vorfeld zu Reden gab der Rasen des Stade de Genève. Bereits vor dem EM-Quali-Spiel der Schweizer Nati waren viele Stellen braun statt sattgrün. Die Flecken sind Folgen des aggressiven «Grey Leaf Spot». Offenbar hat man den Pilz im Stadion noch nicht in Griff bekommen. Im Gegensatz zum FC St.Gallen. Auch im Kybunpark hat sich der lästige Pilz ausgebreitet. St.Gallens Glück war es, den Pilzbefall wie schon vor einem Jahr frühzeitig erkannt zu haben. Bei der Super-League-Partie vom Sonntag hat der Rasen aber trotz brauner Stellen gehalten.

Die Partie gegen Servette war für St.Gallens André Ribeiro eine besondere. Für die Nummer 19 war es nämlich auch eine Rückkehr, kommt er doch aus Genf. Mehr Infos über den Stürmer in seinem Vorstellungsvideo.

Die Fans

«Von der Rhone bis zur Sitter, immer wieder FCSG»: Mit diesem Spruchband und einer Choreo unterstützten die angereisten Fans ihre St.Galler. Obwohl zahlenmässig gegenüber den heimischen Fans deutlich unterlegen, feuerten die Ostschweizer ihr Team deutlich lauter an.

Nach dem St.Galler Führungstreffer gab es kein Halten mehr. Die ersten Pyros wurden gezündet. In der ersten Spielhälfte musste der Stadionspeaker die Ostschweizer denn auch einige Male ermahnen.

Die Reaktionen

Peter Zeidler, Trainer FC St.Gallen: «Wir sind sehr froh, diesen Match gewonnen zu haben. Der erste Treffer hat uns geholfen, weiterhin den Genfer Angriff entgegenzuhalten. Wie man gesehen hat, war die Heimmannschaft stark in ihren Kontern und auch in den Zweikämpfen zeigten sie eine bessere Leistung als wir. In der Folge war es für uns schwierig, einige ihrer Konter abzuwehren. Dennoch hat sich mein Team nicht unterkriegen lassen, in der zweiten Halbzeit haben wir uns deutlich gesteigert. Es hat mir Spass gemacht zu sehen, dass meine junge Truppe bis zum Schluss gekämpft hat. Der Rasen hat nicht nur der Nati, sondern auch uns einiges abverlangt. Spielerisch war es daher keine Top-Leistung und auch kein Leckerbissen, aber wir haben die 3 Punkte dennoch heimgefahren.»

Alain Geiger, Trainer Servette FC: «Gegen eine Truppe wie den FC St.Gallen war es heute schwierig zu gewinnen. Obwohl wir als Team aufgetreten sind und eine starke Leistung gezeigt haben, haben wir es nicht geschafft, die Partie für uns zu entscheiden oder gar den Ausgleich zu erzielen. Ich habe in den Schlussminuten einen Penalty für uns gesehen, ich werde mir die Bilder aber nochmals anschauen müssen, um einen Fehlentscheid des Schiedsrichters auszuschliessen. Am Ende haben wir den St.Gallern schlichtweg zu viele Geschenke gemacht.»

Das Spiel im Liveticker nachlesen:

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