FC St.Gallen und Karanovic einigen sich

Der Streit zwischen dem FC St.Gallen und Stürmer Goran Karanovic ist beigelegt. Die Ostschweizer haben dem Angreifer die Freigabe für seinen neuen Verein erteilt.

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Ein Bild aus der Vergangenheit: Goran Karanovic lässt sich von den St.Gallen-Fans feiern. (Bild: Benjamin Manser)

Ein Bild aus der Vergangenheit: Goran Karanovic lässt sich von den St.Gallen-Fans feiern. (Bild: Benjamin Manser)

Wochenlang lagen sich der FC St.Gallen und sein bisheriger Angreifer Goran Karanovic in den Haaren. Streitpunkt war die Frage, ob sich Karanovics per Mitte Juni ausgelaufener Vertrag aufgrund einer Option automatisch verlängert hatte oder nicht. Nun ist der Streit beigelegt: Wie an der Medienkonferenz des FC St.Gallen vom Freitagnachmittag verlautete, haben sich die Parteien geeinigt.

Per sofort spielberechtigt
Der FC St.Gallen habe Goran Karanovic die sofortige Freigabe erteilt, hiess es an der Medienkonferenz der Ostschweizer in der AFG Arena vor der Partie gegen GC vom Sonntag. Der 27-Jährige ist damit per sofort für seinen neuen Verein Angers spielberechtigt.

Über den Inhalt der Vereinbarung wurde gemäss den Angaben des FC St.Gallen Stillschweigen vereinbart. Somit bleibt offen, wer schliesslich klein beigab: Liessen die Ostschweizer Karanovic möglicherweise ablösefrei ziehen, obwohl sie bis vor kurzem noch der Ansicht gewesen waren, dass sich sein Vertrag automatisch bis Mitte 2016 verlängert hatte? Oder gab Karanovic nach und akzeptierte, dass eine Entschädigung beziehungsweise Ablösesumme an die Ostschweizer fällig war, obwohl er davon überzeugt war, dass er ohne gültigen Kontrakt mit den Ostschweizern war?

Nicht mehr trainiert
Der Streit zwischen Goran Karanovic und dem FC St.Gallen dreht sich um eine Option auf automatische Verlängerung von Karanovics Mitte Juni ausgelaufenem Vertrag. Diese sollte greifen, wenn Karanovic auf 50 Prozent der möglichen Einsatzzeit kam. St.Gallen, das die angebliche automatische Verlängerung des Kontraktes vor einigen Wochen publik machte, war der Meinung, es sei bei den Verhandlungen eine Klausel vereinbart worden, wonach Verletzungspausen nicht in diese Berechnung einfliessen. Im Vertrag soll aber schliesslich keine solche Klausel integriert worden sein - allerdings auch keine mit gegenteiligem Inhalt.

In der Folge meldete sich Goran Karanovic zu Wort und gab sich überzeugt, der Kontrakt habe sich nicht automatisch verlängert. Der Stürmer nahm daraufhin trotz entsprechender Aufforderungen seitens des Vereins das Training mit den Espen nicht auf und unterzeichnete schliesslich einen Vertrag bei Angers, das auf diese Saison hin in die oberste französische Liga aufgestiegen war. (dwa)

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