Torlos im Testspiel: St.Gallen spielt 0:0-Unentschieden gegen den SC Freiburg

Der FC St.Gallen nutzte die Länderspielpause und bestritt am Donnerstagabend im deutschen Pfullendorf ein Testspiel gegen den SC Freiburg.

Manuel Nagel
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St.Gallens Andre Ribeiro und Angelo Campos im Kampf um den Ball mit dem Freiburger Dominique Heintz. (Bilder: Manuel Nagel)

St.Gallens Andre Ribeiro und Angelo Campos im Kampf um den Ball mit dem Freiburger Dominique Heintz. (Bilder: Manuel Nagel)

Das Team von SC-Freiburg-Trainer Christian Streich ist aktuell das Überraschungsteam der Bundesliga und mit den punktgleichen Bayern und Leipzigern erster Verfolger von Leader Mönchengladbach. Auch wenn beide Teams bemüht waren, den 2400 Zuschauern etwas zu bieten, so hielt das Spiel nicht, was es im Vorfeld versprach, denn die äusseren Umstände verhinderten ein besseres Spiel.

Der Rasen war in einem schlechten Zustand und die Temperaturen nur knapp über dem Gefrierpunkt. Dementsprechend wenig Torchancen gab es in der ersten Halbzeit. Die besten hatten Tim Staubli und Andre Ribeiro kurz vor der Pause. Zu diesem Zeitpunkt war St.Gallens Milan Vilotic bereits nicht mehr auf dem Feld. Er musste nach einem Foul, für das er die gelbe Karte erhielt, selber mit einer Kopfverletzung ausgewechselt werden. In der zweiten Halbzeit ereilte Moreno Costanzo dasselbe Schicksal. Er kam wortwörtlich mit einem blauen Auge davon, während Vilotics Nase mit Pflastern bedeckt war.

Chancenplus in der zweiten Halbzeit

Kaum war die Partie nach der Pause wieder angepfiffen, hätte Axel Bakayoko beinahe das 1:0 erzielt, doch Freiburgs Goalie Thiede parierte den Schuss aus nächster Nähe. War die erste Halbzeit noch einigermassen ausgeglichen, so erarbeitete sich die Mannschaft von Trainer Peter Zeidler in den zweiten 45 Minuten ein Chancenplus. Tim Staublis Schuss nach nicht ganz einer Stunde ging knapp am Tor vorbei.

Auch Boris Babic hatte nur eine Minute nach seiner Einwechslung den Führungstreffer auf dem Fuss, doch sein Abschluss war sozusagen eine Kopie von Staublis Chance zuvor. In der 86. und 87. Minute hatte Babic noch zwei weitere Chancen. Die erste war mustergültig vorbereitet von Axel Bakayoko, bei der zweiten machte Thiede die Torwartecke zu. Das Testspiel blieb torlos.

Kompliment von Freiburg-Coach für Zeidlers Truppe

Peter Zeidler sprach dennoch von einem hervorragenden Test. Er habe von seinem Kollegen Christian Streich ein grosses Kompliment für die taktische Leistung seiner Jungs bekommen. Das helfe über die Enttäuschung vom vergangenen Sonntag hinweg. Besonders gefallen hat Zeidler, dass sie als Mannschaft aufgetreten seien und die taktischen Vorgaben umgesetzt hätten – offensiv, wie auch beim Ballbesitz des Gegners.

Telegramm: SC Freiburg – FC St. Gallen 1879 0:0

Geberit-Arena, Pfullendorf – 2400 Zuschauer – SR Robert Kempter.

SC Freiburg: Flekken (46. Thiede); Ravet, Gulde, Heintz, Günter; Boukhalfa, Frantz (Cap.), Gondorf, Grifo; Pieringer, Terrazino.

FC St.Gallen 1879: Klinsmann; Kräuchi, Vilotic (32. Ajeti), Wiss (Cap.), Rüfli; Staubli, Costanzo, Fazliji; Campos, Bakayoko, Ribeiro.

St.Gallen mit Stojanovic, Ruiz, Quintillà, Alves, Ajeti, Solimando, Kchouk, Babic, Letard (Ersatzbank) und ohne Stergiou, Guillemenot, Itten, Muheim, Demirovic (Nationalteam), Görtler, Hefti (geschont), Strübi, Nuhu, Lüchinger (verletzt).