Überraschende Rochade beim FCSG-Nachwuchsprojekt: Mario Gilli wird neuer technischer Leiter von Future Champs Ostschweiz

Das Nachwuchsprojekt Future Champs Ostschweiz FCO bekommt auf seinem wichtigsten Posten mit dem erst 28-jährigen Mario Gilli eine neue starke Figur.

Christian Brägger
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Mario Gilli wird künftig der starke Mann von Future Champs Ostschweiz.

Mario Gilli wird künftig der starke Mann von Future Champs Ostschweiz.

Bild: PD

Die Nachricht kommt etwas unerwartet, im Gegensatz zu früheren Zeiten hat man schon länger keine Personalmutationen mehr vernommen bei Future Champs Ostschweiz (FCO). Doch nun erfolgt auf der wichtigsten Position nach Alain Sutter, der als Sportchef des FC St.Gallen auch FCO vorsteht, ein schleichender Wechsel.

Christian Maier, seit Mai 2018 der technische Leiter von FCO und Nachfolger des streitbaren Marco Otero, verlässt nicht das Nachwuchsprojekt, jedoch schrittweise seinen Posten. Ihm nachfolgen wird der erst 28-jährige Mario Gilli, der bisher in St.Gallen als regionaler Stützpunktleiter sowie als Trainer der FE14 fungierte.

Maier wird in einer Übergangsphase und mindestens bis zum Ende der Spielzeit 2020/21 technischer Leiter bleiben und gleichzeitig den ihn eng begleitenden Gilli einarbeiten, der das erforderliche Uefa A-Diplom noch erwerben muss. Danach wird der 49-Jährige in einer noch zu definierenden Funktion weiter für FCO tätig sein.

FCO unter Maier auf der Erfolgsspur

Maier war seit der Gründung von FCO im Jahr 2011 bis auf einen Abstecher zum FC Zürich immer an Bord. Und als Sutter ihn als technischen Leiter einsetzte, verantwortete er die Nachwuchsteams, orchestrierte die Ausbildung seiner Trainer, leitete den Campus und damit die Schule, die regionalen Stützpunkte sowie die Akademie, in der derzeit 19 hoffnungsvolle Talente wohnen.

Christian Maier.

Christian Maier.

Bild: PD

Unter Maier hat FCO im letzten Sommer vom Schweizer Fussballverband zudem das Label «Leistungszentrum» für Junioren-Spitzenfussball erhalten, das im Jahr 100000 Franken bringt. Die Arbeit bei FCO trägt schon länger Früchte, die Durchlässigkeit in die erste Mannschaft ist gegeben. Dies zeigen zuletzt aus dem eigenen Nachwuchs stammende Spieler wie Leonidas Stergiou, Betim Fazliji oder Tim Staubli.

Dass die Clubführung des FC St.Gallen die Rochade bereits jetzt bekannt gibt, ist auch der Transparenz für die Eltern der Jungen oder für die FCO-Sponsoren geschuldet. Maier sagt:

«FCO läuft nach der kompletten Erneuerung in den Bahnen, wie wir wollen. Mit Gilli wird es nun ein bisschen neuen Wind geben.»

Technischer Leiter ein Knochenjob

Maiers Worten ist auch zu vernehmen, dass er dem «Knochenjob» ein wenig Tribut zolle. Doch gehöre es natürlich zur FCO-Philosophie, junge, ambitionierte Trainer zu fördern. Das alles führt dazu, dass sich der relativ unerfahrene Gilli bald auf diesem verantwortungsvollen Posten wiederfindet.

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