FC-St.Gallen-Präsident Matthias Hüppi vor der ausserordentlichen GV der Swiss Football League: «Alles ist möglich»

Der nicht nur für den FC St.Gallen wegweisende Entscheid naht, ob die Super League mit Geisterspielen fortgeführt werden soll oder nicht. Derweil hat Betim Fazliji seinen Vertrag bei den Ostschweizern verlängert.

Christian Brägger
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Präsident Matthias Hüppi: 13 Runden wären für seinen FC St.Gallen in dieser Spielzeit noch zu absolvieren.

Präsident Matthias Hüppi: 13 Runden wären für seinen FC St.Gallen in dieser Spielzeit noch zu absolvieren.

Bild: Urs Bucher

Am Freitag kommt es in den Räumlichkeiten des Stade de Suisse ab 10.30 Uhr zum Showdown. Das mag vielleicht etwas gar martialisch klingen, darf aber getrost so bezeichnet werden, wenn die 20 Clubvertreter der Swiss Football League nach ihrem uneinheitlichen Säbelrasseln an der ausserordentlichen GV darüber befinden, ob die Super League und die Challenge League ihre Betriebe Mitte Juni mit Geisterspielen fortführen – das einfache Mehr genügt. Und wenn in der Folge der offizielle Antrag Lausannes verhandelt wird, die höchste Spielklasse doch noch auf zwölf Teams aufzustocken, wofür 14 Ja-Stimmen nötig sind.

Den FC St.Gallen in Bern vertreten wird Matthias Hüppi. Der Präsident lässt sich vor dem alles entscheidenden Tag nicht in die Karten blicken, sagt aber:

«Wir haben uns an den Positionskämpfen nicht beteiligt, sind aber bereit, was auch immer herauskommt. Alles ist möglich. Eines aber ist gewiss: Eine Ligaaufstockung wäre hochkomplex.»

Klar scheint, dass Hüppi eine Würdigung der starken Saisonleistung seines FC St.Gallen verfechten wird, sprich: Es kommt für ihn nicht in Frage, würden die Young Boys bei einem Abbruch als Champion ausgerufen, da sie Wintermeister waren. Wie einheitlich sie jedoch im FC St.Gallen einer Weiterführung der Saison gegenüberstehen, darüber scheiden sich die Geister.

Glücksbringer Fazliji bis mindestens 2023

Betim Fazliji

Betim Fazliji

Bild: Urs Bucher

Absolute Einigkeit herrschte stattdessen im zukunftsträchtigen Entscheid, bereits den 2021 auslaufenden Vertrag mit Betim Fazliji zu verlängern. Der 21-jährige Rebsteiner ist ein Eigengewächs, absolvierte im ersten Profijahr bislang 14 Partien (2 Tore), in denen die St.Galler das Feld nie als Verlierer verlassen mussten. Der neue Kontrakt des Glücksbringers, an dem auch andere Vereine interessiert waren, läuft nun bis Sommer 2023 und beinhaltet eine Option für ein weiteres Jahr.