FC ST.GALLEN: Luzern bestraft ideenloses St.Gallen

Das ersatzgeschwächte Luzern hat sich in St.Gallen mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung den zweiten Saisonsieg gesichert. Zum 2:0-Sieg markierten Yannick Schmid mit seinem ersten Super-League-Tor und der überragende Francisco Rodriguez die FCL-Tore.

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Kann mit der Leistung seines Teams gegen Luzern nicht zufrieden sein: St.Gallen Tranquillo Barnetta. (Bild: Melanie Duchene (Melanie Duchene))

Kann mit der Leistung seines Teams gegen Luzern nicht zufrieden sein: St.Gallen Tranquillo Barnetta. (Bild: Melanie Duchene (Melanie Duchene))

St.Gallen hat in dieser Partie enttäuscht. Es erspielte sich, abgesehen von einem Lattenschuss von Albian Ajeti in der Nachspielzeit, kaum eine Torchance. Alles war Stückwerk und phantasielos, obwohl gegen Spielschluss das ganze Offensivpotenzial auf dem Rasen stand.

Die Luzerner machten geschickt die Räume eng, und St.Gallen fand nie Mittel, um sich durchzusetzen und Torchancen zu erzwingen. Kurz vor der Halbzeit nickte der 22-jährige Innenverteidiger Yannick Schmid eine Freistossflanke von Rodriguez ein. Kurz vor Schluss schloss der wirblige Rodriguez einen mustergültig vorgetragenen Konter auf Zuspiel von Pascal Schürpf mit dem verdienten 2:0 ab. Dieser Treffer hätte aber wegen einer Offsideposition des Torschützen nicht zählen dürfen.

«Dieses Auswärtsspiel war für uns erfreulich. Wir liessen den Ball gut laufen und kamen verdient zu diesem tollen Erfolg», stellte Luzerns Trainer Markus Babbel fest. St.Gallens Trainer Giorgio Contini hingegen haderte: «Es war ein mutloser Auftritt. Zu spät kamen wir in die Duelle. Wir zeigten wenig Entschlossenheit. So haben wir uns das nicht vorgestellt.«

St.Gallens Nassim Ben Kalifa am Ball. (Bild: Ralph Ribi)
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Tranquillo Barnetta versucht gegen drei Luzerner durchzukommen. (Bild: Ralph Ribi)
St.Gallens Stjepan Kukuruzovic versucht vor dem Luzerner an den Ball zu kommen. (Bild: Ralph Ribi)
St.Gallens Andreas Wittwer kommt gegen Francisco Rodiguez nicht an den Ball. (Bild: Ralph Ribi)
Albian Ajeti trifft in der Nachspielzeit noch die Latte. (Bild: Ralph Ribi)
Luzerns Cedric Itten kann sich gegen die Espen Stjepan Kukuruzovic und Karim Haggui durchsetzten. (Bild: Ralph Ribi)
Der St.Galler Marco Aratore im Zweikampf mit Olivier Custodio. (Bild: Ralph Ribi)
Tranquillo Barnettas Gesichtsausdruck ist Sinnbild für die Partie gegen Luzern. (Bild: Ralph Ribi)

St.Gallens Nassim Ben Kalifa am Ball. (Bild: Ralph Ribi)



St.Gallen zeigte eine ganz schwache erste Halbzeit. Die Ostschweizer spielten zusammenhang− und ideenlos, offenbarten arge Abwehrdefizite und konnten sich bei Torhüter Daniel Lopar bedanken, dass sie zur Pause nur 0:1 in Rückstand lagen. Lopar klärte mit Glanzparaden Kopfbälle von Pascal Schürpf (9.) und Francisco Rodriguez (25.) in höchster Not. Die Hintermannschaft war völlig desorientiert. Jegliche Zuordnung fehlte.

Luzern hingegen, das Trainer Markus Babbel nach dem 3:3 gegen GC auf vier Positionen umbesetzt hatte, gefiel durch seine Ordnung und seine Spielfreude, agierte gradlinig und schwungvoll und überzeugte nicht nur mit seinen einstudierten Freistossvarianten. (sda)