FC ST.GALLEN: "In St.Gallen ist die Mannschaft der Star"

St.Gallens Präsident Dölf Früh blickt zuversichtlich in die neue Saison. Er will kontrolliert in die Offensive gehen. Was für einen Fussball erhoffen Sie sich vom FC St.Gallen?

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Dölf Früh Präsident FC St. Gallen (Bild: Urs Bucher)

Dölf Früh Präsident FC St. Gallen (Bild: Urs Bucher)

St.Gallens Präsident Dölf Früh blickt zuversichtlich in die neue Saison. Er will kontrolliert in die Offensive gehen.

Was für einen Fussball erhoffen Sie sich vom FC St.Gallen?

Die EM brachte teilweise langweiligen, weil defensiven Fussball. Das war in der K.-o.-Runde verständlich. Wir wollen offensiver spielen, mit vielen Toren: Lieber ein 4:3 als ein 1:0.

Sie wollen mehr Attraktivität und müssen die vergangene zweite Saisonhälfte vergessen machen. Die neuen Dresses sind schon bereit. Herrscht eine Aufbruchstimmung?

Jedes Jahr besuche ich unser Team in der Vorbereitung im Trainingslager. Jedesmal kehre ich mit viel Euphorie zurück. Ich hoffe, dass meine Erwartungen auf dem Platz erfüllt werden. Die Mannschaft hat ein anderes Gesicht. Die Neuverpflichtungen gefallen mir gut, zudem konnten wir Yannis Tafer halten. Es kann spannend werden.

Von welchem Transfer erwarten Sie sich am meisten?

Da halte ich es wie der Trainer. Wir werden dann viel erreichen, wenn wir als Team kompakt auftreten. Wenn wir eine klare Hierarchie haben und keine Schwachstellen. Ein Team, in dem jeder für jeden geht. In St. Gallen ist die Mannschaft der Star, nicht der einzelne.

Rangziele werden nach wie vor keine vorgegeben. Weshalb?

Überall wird man an den Zielvorgaben gemessen. Rangziele können nur die Young Boys und natürlich Basel vorgeben. Wir arbeiten mit Prozesszielen. Wir wollen das Team zusammenschweissen, Defizite verringern, Abläufe im Club verbessern.

Wo gibt es noch Schwachstellen?

So vieles könnte bei uns besser sein, da könnte man zig Kleinigkeiten aufzählen.

Wie wichtig war es für Sie, dass die Zahl 1879 offiziell im Namen des Vereins erscheint?

Sehr wichtig. FC St.Gallen 1879 ist eine Marke, das gehört zusammen. Wir sind der älteste Club auf dem europäischen Festland. Es wäre komisch, wenn wir das nicht verwenden würden. Weil wir dazu mehr Berechtigung haben als jeder andere Verein.

Wurde das Budget dank Ihres privaten Zustupfs angehoben?

Nein. Wir wirtschafteten lange haushälterisch. Heute können wir es uns erlauben, ein Minus zu erwirtschaften. Wir wollen kontrolliert Schritt für Schritt in den Angriff gehen. Vielleicht generieren wir einmal Transfereinnahmen, und dann legen wir noch eine Schippe drauf. (cbr)