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Es läuft und läuft – der FC St.Gallen gewinnt das Spiel gegen Servette nach vielen Auf und Abs

Der FC St.Gallen gewinnt gegen Servette 2:1. Zweifacher Torschütze ist Ermedin Demirovic. Die Ostschweizer kämpfen sich zum Sieg.
Patricia Loher aus Genf
Ermedin Demirovic (links) erzielt in der 47. Minute seinen zweiten Treffer gegen Servettes Goalie Jeremy Frick. (Bild: Valentin Flauraud/Keystone)

Ermedin Demirovic (links) erzielt in der 47. Minute seinen zweiten Treffer gegen Servettes Goalie Jeremy Frick. (Bild: Valentin Flauraud/Keystone)

St.Gallens Spieler kletterten am Zaun hoch in Richtung ihrer Anhänger. Sie liessen sich feiern nach diesem hart erkämpften Erfolg bei Aufsteiger Servette. Die 200 mitgereisten Fans waren aus dem Häuschen. Auch die Spieler um den zweifachen Torschützen Ermedin Demirovic genossen diesen aussergewöhnlichen Moment.

Der FC St.Gallen setzt seinen Lauf fort. Seit dem 14. August haben die Ostschweizer in der Meisterschaft nicht mehr verloren. Das 2:1 in Genf war der fünfte Sieg aus den vergangenen sechs Super-League-Spielen. Der FC St.Gallen ist das Team der Stunde, die Überraschungsmannschaft der ersten elf Spiele, und hat sich auf dem dritten Rang festgesetzt. Es sei ein bisschen wie auf einer Welle, sagte Captain Silvan Hefti.

«Auch wenn es in einem Spiel nicht so läuft wie gewünscht, haben wir das Vertrauen, doch noch gewinnen zu können.»

Man kämpfe solidarisch. «Wir haben es gut untereinander», so der 21-Jährige. Vor dem Auswärtsspiel vom nächsten Sonntag in Lugano beträgt St.Gallens Rückstand auf die zweitklassierten Young Boys fünf Punkte, der Vorsprung auf den Barrageplatz zwölf Zähler.

Es war für St.Gallen auf dem arg ramponierten Rasen des Stade de Genève eine 90-minütige Fahrt auf der Achterbahn. Die jungen St.Galler wähnten sich nach dem 1:0 und dem 2:0 auf einem guten Weg, und doch hatten sie auch oft zu beissen. Einiges war für die Gäste trotz vieler guter Momente auch schwierig an diesem Nachmittag: Der Platz, der zähe Gegner oder das Anschlusstor in der 59. Minute zum 1:2. Ihr Trainer Peter Zeidler sagte, aus solchen Partien gehe ein junges Team gestärkt hervor. «Es war nicht einfach, hier gut zu spielen.»

Ermedin Demirovic: Note 5,5. Die Quote des Leihspielers lässt sich sehen: Im fünften Einsatz erzielt der bosnische U21-Internationale die Tore drei und vier.Ermedin Demirovic: Note 5,5. Die Quote des Leihspielers lässt sich sehen: Im fünften Einsatz erzielt der bosnische U21-Internationale die Tore drei und vier.
Dejan Stojanovic: Note 5. In der Schlussphase pariert er einmal stark und hält damit den Sieg fest. Sieht den Weitschuss, der zum 1:2 führt, zu spät.Dejan Stojanovic: Note 5. In der Schlussphase pariert er einmal stark und hält damit den Sieg fest. Sieht den Weitschuss, der zum 1:2 führt, zu spät.
Silvan Hefti: Note 5. Mit weniger Offensivdrang als auch schon. Defensiv aber unermüdlich und fast ohne Fehler.Silvan Hefti: Note 5. Mit weniger Offensivdrang als auch schon. Defensiv aber unermüdlich und fast ohne Fehler.
Yannis Letard: Note 4,5. Zu Beginn etwas unsicher und zögerlich in den Zweikämpfen, steigert sich aber.Yannis Letard: Note 4,5. Zu Beginn etwas unsicher und zögerlich in den Zweikämpfen, steigert sich aber.
Leonidas Stergiou: Note 5. Der 17-Jährige hält dem immer grösser werdenden Druck von Servette nach dem 1:2 nervenstark stand.Leonidas Stergiou: Note 5. Der 17-Jährige hält dem immer grösser werdenden Druck von Servette nach dem 1:2 nervenstark stand.
Miro Muheim: Note 4.5. Der Zürcher lässt dem Gegner in der ersten Halbzeit zu viel Platz, kann aber deutlich zulegen.Miro Muheim: Note 4.5. Der Zürcher lässt dem Gegner in der ersten Halbzeit zu viel Platz, kann aber deutlich zulegen.
Victor Ruiz: Note 5. Zu Beginn tut er sich schwer mit den aufmerksamen Gegenspielern. Dann aber mit einem schönen Assist vor dem 2:0.Victor Ruiz: Note 5. Zu Beginn tut er sich schwer mit den aufmerksamen Gegenspielern. Dann aber mit einem schönen Assist vor dem 2:0.
Lukas Görtler: Note 5. Der Deutsche bügelt den einen oder anderen Fehler der Verteidigung aus. Sein Pass leitet das Führungstor ein.Lukas Görtler: Note 5. Der Deutsche bügelt den einen oder anderen Fehler der Verteidigung aus. Sein Pass leitet das Führungstor ein.
Jordi Quintillà: Note 5. Der Spanier arbeitet unauffällig, was ihn wichtig macht für das Team. Kann das Spiel in der Schlussphase aber auch nicht beruhigen.Jordi Quintillà: Note 5. Der Spanier arbeitet unauffällig, was ihn wichtig macht für das Team. Kann das Spiel in der Schlussphase aber auch nicht beruhigen.
Boris Babic: Note 4,5. Reagiert nach einem Fehler im Genfer Aufbauspiel blitzschnell und bedient Ruiz, der vor dem 2:0 für Demirovic auflegt. Sonst gelingt ihm aber nicht alles.Boris Babic: Note 4,5. Reagiert nach einem Fehler im Genfer Aufbauspiel blitzschnell und bedient Ruiz, der vor dem 2:0 für Demirovic auflegt. Sonst gelingt ihm aber nicht alles.
Cedric Itten: Note 4,5. Er ersetzt den gesperrten Jérémy Guillemenot eins zu eins, also hinter den Spitzen. Solid, aber unauffällig.Cedric Itten: Note 4,5. Er ersetzt den gesperrten Jérémy Guillemenot eins zu eins, also hinter den Spitzen. Solid, aber unauffällig.
 Betim Fazliji: Note 4,5. Er kommt für Babic und macht seine Sache in der hektischen Schlussphase zufriedenstellend. Betim Fazliji: Note 4,5. Er kommt für Babic und macht seine Sache in der hektischen Schlussphase zufriedenstellend.
Vincent Rüfli: Note –. Auch er kann erst kurz vor Schluss helfen, den Sieg über die Zeit zu retten.Vincent Rüfli: Note –. Auch er kann erst kurz vor Schluss helfen, den Sieg über die Zeit zu retten.
Alain Wiss: Note – Wird kurz vor Schluss eingewechselt. Das ist zu wenig Einsatzzeit für eine Note.Alain Wiss: Note – Wird kurz vor Schluss eingewechselt. Das ist zu wenig Einsatzzeit für eine Note.
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Demirovic top, kaum einer fällt ab: Die Noten der FCSG-Spieler nach dem Sieg gegen Servette

Demirovic nützt die erste Chance zum 1:0

Servette, das zuletzt in eine Minikrise geraten war, stellte sich dem Gast aus der Ostschweiz robust und zweikampfstark entgegen. Trotzdem gingen die St.Galler mit ihrer ersten Chance gleich in Führung: Nach einem Pass von Lukas Görtler setzte sich die bis anhin so überzeugende Alaves-Leihgabe Demirovic gegen Servettes Abwehr durch und traf zum 1:0.

Nur gelang es St.Gallen weiterhin nicht, so kompromisslos aufzutreten wie noch in den vergangenen Wochen. Servette erwies sich als ein aufsässiger Gegner, der sich nicht so einfach ausspielen liess und vorbereitet schien auf das, was aus der Ostschweiz angereist war. St.Gallens Mannschaft tat sich jedenfalls schwer, eine Lösung zu finden, um im gegnerischen Strafraum mehr Präsenz zu markieren. Nach dem Führungstor kam das Team zu keinen Chancen mehr, es verlor viele Zweikämpfe und kam nicht in Schwung.

Das Spiel plätscherte nun auf einem wenig ansehnlichen Niveau dahin. Die Genfer waren in der Phase vor der Pause dem Ausgleich aber trotzdem näher als der FC St.Gallen dem 2:0. Nur gelang es Zeidlers Team dank viel Solidarität, den knappen Vorsprung in die Pause zu retten. Oft hatten die St.Galler ihre Fehler gegen wenig konsequente Genfer im letzten Moment ausgebügelt.

St.Gallens Führung zur Pause war glücklich, aber als die Ostschweizer kurz nach dem Wiederanpfiff erneut durch Demirovic das 2:0 erzielten, schien der Sieg der Ostschweizer kaum mehr gefährdet. Sie wirkten nun stilsicherer und aggressiver als noch zuvor, die in der ersten Halbzeit einige Male wacklige Abwehr steigerte sich. St.Gallen schien Fahrt aufzunehmen gegen geknickte Genfer. Nur fiel dann in der 59. Minute fast aus dem Nichts das Anschlusstor. Die Ostschweizer griffen Varol Tasar an der Strafraumgrenze zu wenig konsequent an, und der Deutsche traf mit einem platzierten Weitschuss zum 1:2.

Hefti: «Liessen uns zu weit zurückdrängen»

Dieses Anschlusstor veränderte die Partie. Servette taute nun plötzlich noch einmal auf, auch das Publikum half mit. St.Gallen gelang es in jener Phase nicht, das Spiel zu beruhigen. Es griff zwar weiterhin an, leistete sich dabei aber wieder zu viele Ballverluste. Dieses Manko ermöglichte Servette Konter um Konter: St.Gallens Abwehr war stark gefordert, weil sie im Vergleich zu den ersten 45 Minuten aber zulegen konnte, hielt sie sich schadlos. «Wir liessen uns ein bisschen gar weit zurückdrängen», sagte Hefti.

Richtig knapp wurde es für die Ostschweizer in der 77. Minute, doch der Schiedsrichter aberkannte ein Servette-Tor wegen Abseits. Der Videoreferee in Volketswil bestätigte den Entscheid. Zudem parierte Goalie Dejan Stojanovic in der Schlussphase stark. Es passte zu diesem eigentlich seltsamen Spiel, dass St.Gallen nach Kontern in der Schlussphase gar noch die Möglichkeiten hatte, das Spiel höher zu gewinnen. Dreimal aber scheiterte Demirovic knapp.

Einen Wermutstropfen nahm der FC St.Gallen aber mit auf den langen Heimweg: Görtler verletzte sich in der Schlussphase. Noch steht eine Diagnose aus. Trainer Zeidler sagte nur: «Er tat sich weh. Mehr wissen wir noch nicht.»

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